Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Neuer Vorstand: Bürgerstiftung Holdorf schaut in die Zukunft

Generationenwechsel in der Spitze der gemeinnützigen Initiative - erstmals ist kein Gründungsmitglied vertreten. Weiterhin soll Holdorfern von Holdorfern geholfen werden.

Artikel teilen:
Generationenwechsel: Richard Zumloh (links) gratuliert seinem Nachfolger Thomas Frilling zum Posten des Vorstandsvorsitzenden.   Foto: Hahn

Generationenwechsel: Richard Zumloh (links) gratuliert seinem Nachfolger Thomas Frilling zum Posten des Vorstandsvorsitzenden.   Foto: Hahn

Einen nachhaltigen Nutzen für die Gemeinde schaffen – das sei das Ziel der Bürgerstiftung Holdorf mit jeder ihrer Aktionen, betont Thomas Frilling. Der neue Vorsitzende möchte dieses Bestreben mit dem verjüngten Vorstand weiterführen. Gemeinsam mit seinem Vorgänger Richard Zumloh schaut er auf die Vergangenheit der Stiftung zurück und gibt einen Ausblick in die Zukunft. 

Die Bürgerstiftung gründete sich im Dezember 2010 mit 41 Stiftern. Den Grundstock dafür bildete der finanzielle Überschuss der Gewerbemesse Igeha 2010, berichtet Zumloh. 11 Jahre später ist erstmals kein Gründungsmitglied mehr im Vorstand vertreten. Die neue Spitze der mittlerweile 69 Stifter umfassenden, gemeinnützigen Initiative kam vergangene Woche erstmalig zusammen, informiert Frilling.

Erstmalig kein Gründungsmitglied im Vorstand

Dabei sei auch die alljährliche Aktion des "sozialen Tannenbaums" Thema gewesen. Als im vergangenen Jahr der Weihnachtsmarkt abgesagt wurde, stellte die Stiftung die Wünsche der hilfsbedürftigen Kinder in den Holdorfer Geschäften auf. Mit Erfolg: Die Spendenbereitschaft war groß. Wie die Aktion in diesem Jahr durchgeführt werden kann, hänge davon ab, ob der Weihnachtsmarkt in gewohnter Art stattfinden kann, verrät Frilling.

Der neue Vorstand: Susanne Kreinest (von links), Stephan Möhring, Thomas Frilling, Stephanie Schlotmann und Bernd Pellenwessel. Foto: Bürgerstiftung HoldorfDer neue Vorstand: Susanne Kreinest (von links), Stephan Möhring, Thomas Frilling, Stephanie Schlotmann und Bernd Pellenwessel. Foto: Bürgerstiftung Holdorf

Bei dem persönlichen Verteilen der Weihnachtsgeschenke seien oft "emotionale Momente" entstanden, erzählt Zumloh. Auch Frilling sei noch mal bewusst geworden: „Die Bedürftigkeit ist nicht 300 Kilometer entfernt, sondern auch direkt vor der Tür.“ Bei vielen Aktionen ist die gemeinnützige Initiative auf Spenden angewiesen, das Stiftungskapital darf nicht angerührt werden. Das Motto lautet: von Holdorfern für Holdorfer.

Weiterhin setze die Corona-Pandemie der Bürgerstiftung ein wenig zu. Die beliebte Geburtstagsfahrt für 80-Jährige, bei der der Heimatvereinsvorsitzende Bernhard Echtermann eine Gemeinderundfahrt leitet, musste in diesem Jahr erneut ausfallen. Stattdessen bekamen die Senioren Gutscheine vom Wirtschaftsforum geschenkt, erzählt Frilling. „Uns ist es wichtig, Alternativen zu suchen und die Aktionen umzugestalten, statt zu streichen.“ 

"Die Bedürftigkeit ist nicht 300 Kilometer entfernt, sondern auch direkt vor der Tür."Thomas Frilling

Wegen der andauernden Pandemie könne die ebenfalls bewährte Ausbildungsmesse an der Georg-Kerschensteiner-Schule nicht in gewohnter Weise stattfinden, so Frilling. Stattdessen würden einzelne Betriebe in die Schule kommen, um sich zu präsentieren. Außerdem zeichne die Stiftung seit 2020 einen Schüler oder eine Schülerin der Oberschule für besonderes soziales Engagement aus. Ebenfalls zu den Dauerbrennern gehören die Schwimmkurse in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die die Bürgerstiftung zu zwei Dritteln finanziert, ergänzt Zumloh.

Zudem unterstütze die Initiative das Holdorfer Ferienlager und die Ferienpassaktion jährlich. "Wir wollen der Motor des Ehrenamts sein", betont Frilling. Zudem sei das Ziel, den Gemeinschaftssinn zu fördern. Deswegen sollen die bisherigen Leuchtturm-Projekte auch in Zukunft weitergeführt werden. Aber auch viele neue Vorhaben habe der Vorstand schon in Planung, verrät Frilling.

"Wir wollen der Motor des Ehrenamts sein."Thomas Frilling

Der neue Vorstand sei gut aufgestellt, vertraut Richard Zumloh. Er schied turnusgemäß nach 11 Jahren aus und blickte zurück: "Es war eine tolle Zeit mit vielen positiven Erfahrungen und guten Ergebnissen." Auch die Entwicklung der Stiftung und der Gemeinde Holdorf stimme ihn freudig. "Schlussendlich wollen wir die Leute auch motivieren, selber Aktionen zu initiieren", erklärt der 54-Jährige. Die 2. Vorsitzende Ruth Honkomp schied ebenfalls turnusgemäß aus.

Thomas Frilling übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden, Susanne Kreinest wurde 2. Vorsitzende. Stephanie Schlotmann agiert als Geschäftsführerin. Neu im Vorstand sind Stephan Möhring und Bernd Pellenwessel. Mit der Verjüngung des Vorstands sollen neue Impulse gesetzt werden, erklärt Frilling. "Die Vernetzung in die vielfältigen Bereiche ist wichtig."

Der Vorstand hat sich verjüngt

Wer Hilfe benötigt oder Projektvorschläge hat, darf sich gerne jederzeit melden, sagt Frilling. Es könne sich dabei auch um kleinen und unkomplizierten Beistand handeln. Es gebe allerdings Grenzen: "Wir sind nur innerhalb Holdorfs aktiv", erklärt Zumloh. Zudem sei die Stiftung ihrer Satzung unterworfen, eine mögliche Förderung muss dieser entsprechen. 

  • Info: Die Bürgerstiftung ist immer auf der Suche nach neuen Projekten und freiwilligen Helfern. Erreichbar ist die Stiftung telefonisch unter 05494/978337, per E-Mail an info@buergerstiftung-holdorf.de, über www.buergerstiftung-holdorf.de und via Facebook.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Neuer Vorstand: Bürgerstiftung Holdorf schaut in die Zukunft - OM online