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Neuer Verein will Wohnsiedlungen im Inselviertel erhalten

Gewachsene Strukturen sollen in Cloppenburg erhalten werden. Hintergrund des neuen Vereins war der Protest gegen zwei Bauvorhaben in der Juiststraße.

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Vorstand des neuen Vereins: Dr. Ludger Heuer, Prof. Bernhard Wesenick, Olaf Clausen, Gabriele Aumüller, Martina Freude, Dorothea Abeln und Bernhard Diekmann (von links). Foto: Kessens

Vorstand des neuen Vereins: Dr. Ludger Heuer, Prof. Bernhard Wesenick, Olaf Clausen, Gabriele Aumüller, Martina Freude, Dorothea Abeln und Bernhard Diekmann (von links). Foto: Kessens

Aus der „Initiative Inselviertel“ ist nun ein Verein geworden, er trägt den Namen „Verein zum Erhalt gewachsener Wohn- und Siedlungsstrukturen in Cloppenburg“. Auf der Gründungsversammlung im Pfarrheim Augustinus erklärten neun Einzelpersonen und 15 Familien ihre Mitgliedschaft, deren erste Amtshandlung die Wahl des Vorstandes war.

Einstimmig wurden Dr. Ludger Heuer als Vorsitzender, Prof. Bernhard Wesenick als erster Stellvertreter, Olaf Clausen als zweiter Stellvertreter, Gabriele Aumüller als Schriftführerin, Martina Freude als Kassiererin sowie Bernhard Diekmann und Dorothea Abeln als Beisitzer gewählt.

Stadt bindet Initiative mit ein

Versammlungsleiter Prof. Wesenick ging zu Beginn auf die Historie der Initiative ein und berichtete von einem Anwohnerprotest im Frühjahr 2021 gegen zwei überdimensionierte Bauvorhaben in der Juiststraße. 600 Unterschriften hätte die Initiative gesammelt, um damit gegen die immer größer werdenden Bauprojekte im Inselviertel zu protestieren, sagte Prof. Wesenick.

Nach der Bürgermeisterwahl sei die Initiative zu Gesprächen eingeladen und in die Bauplanung mit eingebunden worden. Dr. Heuer lobte in diesem Zusammenhang den inzwischen kooperativen Stil zwischen der Stadt und der Initiative. Zweck des neu gegründeten Vereins ist die Förderung des Umweltschutzes und der Landschaftspflege sowie die Erhaltung bestehender Siedlungsstrukturen im Cloppenburger Stadtgebiet.

Satzung wurde einstimmig von den Mitgliedern angenommen

Die Satzung wurde nach Verlesen einstimmig angenommen, ebenso stimmten die Vereinsmitglieder zu, den Verein als „Eingetragenen Verein“ in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Auch die Mitgliedsbeiträge in Höhe von 36 Euro für Einzelpersonen und 50 Euro für Familien, sowie ein verminderter Mitgliedsbeitrag in Höhe von zehn Euro für Studierende, Auszubildende und Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen ließen die Mitglieder einstimmig passieren. Das Mindestalter der Mitgliedschaft wurde auf 18 Jahre festgelegt.

Der neue Vorsitzende berichtete von einer Kontaktaufnahme mit einem Investor, der die Pläne der Initiative vorgestellt habe. Er teilte weiter mit, dass ein anderer Investor aufgrund der Veränderungssperre sein Großprojekt wieder aufgegeben habe. „Ich werte dieses als positive Entwicklung“ sagte Heuer, der auch einen Schulterschluss mit Bewohnerinnen und Bewohner anderer betroffener Wohngebiete anstrebt.

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