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Neuer Kaplan in St. Andreas: Lars Schlarmann wechselt nach Cloppenburg

Der gebürtige Steinfelder, der an Pfingsten in Münster die Priesterweihe empfängt, war zuletzt in Coesfeld tätig. Im Gespräch mit OM online sagt der 32-Jährige, er freue sich sehr auf die Aufgabe.

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Wechselt von Coesfeld nach Cloppenburg: Lars Schlarmann wird neuer Kaplan der katholischen Kirchengemeinde St. Andreas. Foto: Bistum Münster

Wechselt von Coesfeld nach Cloppenburg: Lars Schlarmann wird neuer Kaplan der katholischen Kirchengemeinde St. Andreas. Foto: Bistum Münster

Lars Schlarmann wird neuer Kaplan in der Pfarrei St. Andreas in Cloppenburg. Das hat der 32-Jährige im Gespräch mit OM online mitgeteilt. Der gebürtige Steinfelder, der am Pfingstsonntag (23. Mai) um 14.30 Uhr im St.-Paulus-Dom zu Münster die Priesterweihe empfängt, war bisher in der katholischen Kirchengemeinde St. Lamberti in Coesfeld tätig. 

Schlarmann freut sich nach eigenen Angaben "total" auf die neue Aufgabe, die er nach den Sommerferien aufnimmt. "Ich freue mich, eine (Groß-)Gemeinde wie Cloppenburg kennenlernen zu dürfen und mit einem großen Team neue Erfahrungen, zum Beispiel mit der Jugendkirche, sammeln zu können." Er fügt hinzu: "Außerdem ist es toll, wieder etwas näher an der Heimat und der Mentalität der Südoldenburger zu sein."

Schlarmann ist laut eigener Aussage bereit für seinen neuen Lebensabschnitt als Kaplan. "Es wird sicherlich kein Spaziergang, Kirche in den nächsten Jahren zu gestalten. Der Wille ist da, aber ich habe auch Respekt davor. Die Kirche wird sich strukturell stark verändern. In welche Richtung, das weiß wohl niemand."

Lars Schlarmann ist ein "typisches Pfarrkind"

Aufgewachsen ist Schlarmann als "typisches Pfarrkind". In seiner Heimatgemeinde St. Johannes Baptist in Steinfeld war er von Kindesbeinen an aktiv. "Unser damaliger Pfarrer Franz Ortmann hat mich stark geprägt. Dort bin ich auf die Spur gekommen", berichtet er.

Nach seinem Abitur 2008 in Lohne studierte Schlarmann Theologie in Münster und wollte anfangs Gymnasiallehrer werden. Im Oktober 2015 zog er dann ins bischöfliche Priesterseminar Borromaeum ein und arbeitete während der Ausbildung an seiner Promotion. "Sie ist abgeschlossen, aber noch nicht veröffentlicht", sagt er.

Corona hat seine pastorale Ausbildung stark geprägt

Seit 2019 absolvierte Schlarmann seine pastorale Ausbildung in der katholischen Kirchengemeinde St. Lamberti in Coesfeld. 2020 wurde er zum Diakon geweiht.

In den vergangenen zwei Jahren hat er laut eigener Aussage viele seelsorgliche Erfahrungen sammeln können. Leider habe die Corona-Pandemie das zweite Jahr besonders geprägt, sagt Schlarmann. Katechetische Angebote oder die Messdienerarbeit hätten kaum und nur unter deutlich veränderten Bedingungen stattfinden können. "Das ungezwungene Miteinander, die lockeren Begegnungen waren nicht möglich. Videokonferenzen sind zwar eine gute Möglichkeit, um sich auszutauschen, aber es ist eben etwas anderes, als wenn man mit einer Tasse Kaffee gemeinsam am Tisch sitzt."

Schlarmann sagt, ihm hätten ebenso die besonderen Augenblicke an den Festtagen gefehlt, an denen die Kirche normalerweise bis auf den letzten Platz gefüllt sei. "Die Gemeinde trägt einen dann mit. Das gab es nicht. Die Kirche war zwar gut besucht, aber eben auf Abstand mit großen Lücken", berichtet er.

"Mein Herz schlägt für die pastorale Arbeit."Lars Schlarmann, nach den Sommerferien neuer Kaplan der Pfarrei St. Andreas in Cloppenburg

Trotz aller Umstände hat ihn die Gemeindearbeit fasziniert. "Ich durfte die Menschen an den Knotenpunkten ihres Lebens wie Taufen, Trauungen oder auch Beerdigungen begleiten. Dafür bin ich dankbar. Wegen der Corona-Pandemie ging das immer nur in sehr kleinem Kreis", blickt Schlarmann zurück. Seine Erfahrungen hätten ihn in seiner Entscheidung weiter bestärkt, Priester zu werden. "Die Gemeindearbeit hat mich überzeugt. Mein Herz schlägt für die pastorale Arbeit."

Zunächst fiebert Schlarmann der Priesterweihe durch Bischof Dr. Felix Genn entgegen. "Ich gehe mit großer Freude auf diesen besonderen Tag zu. In meiner Lebensentscheidung, auf die ich mich lange vorbereitet habe, liegt eine große Ernsthaftigkeit, die ich nun mit einem überzeugten ‚Ja‘ zum Ausdruck bringen kann", sagt der Diakon. Neben der Freude spiele allerdings auch etwas Wehmut mit hinein, denn gern hätte er seine Weihe mit der Familie, Freunden und Wegbegleitern groß gefeiert.

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