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Neuer Chef: Michael Schaub leitet jetzt die Feuerwehr Garrel

Nach sechsjähriger Amtszeit hört Peter Deeben auf. Die Nachfolge als Gemeindebrandmeister in Garrel übernimmt Michael Schaub. Sein Stellvertreter wird Ingo Alberding.

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Neuer Gemeindebrandmeister: Michael Schaub leitet jetzt die Freiwillige Feuerwehr Garrel. Foto: Vossmann

Neuer Gemeindebrandmeister: Michael Schaub leitet jetzt die Freiwillige Feuerwehr Garrel. Foto: Vossmann

Michael Schaub ist Garrels neuer Gemeindebrandmeister. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung das Ergebnis der feuerwehrinternen Vorschlagswahl bestätigt. Damit beerbt der 37-Jährige Peter Deeben, der nach sechsjähriger Amtszeit den Posten bewusst in "jüngere Hände mit frischem Wind" abgibt. Die Rolle des Stellvertreters übernimmt zukünftig Ingo Alberding. Auch er wurde von dem politischen Gremium in dem Amt bestätigt. OM-Medien hat mit Michael Schaub, der hauptberuflich als Prokurist bei der Firma A+T Nutzfahrzeuge arbeitet und dort als Vertriebsleiter tätig ist, über seine neue Verantwortung gesprochen. 

Herr Schaub, welche Voraussetzungen müssen Sie als Gemeindebrandmeister vorweisen können?
Natürlich muss ich zum einen die theoretische Ausbildung absolviert haben, das heißt diverse Lehrgänge besucht haben, darunter der Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr" oder auch hohe Führungspositionslehrgänge abgeschlossen haben. Des Weiteren muss ich von der Kommune in das sogenannte Ehrenbeamtenverhältnis berufen werden. Das bedeutet, dass mir gewisse Rechten und Pflichten zuteil werden. Wenn es beispielsweise zu einem Feuerwehreinsatz kommt, darf ich notwendige Maßnahmen durchsetzen. An Einsatzstellen hat die Feuerwehr dann das Sagen. Zudem muss es natürlich menschlich passen. Eine Feuerwehr ist vergleichbar mit einem Unternehmen. Man muss daher wissen, wie man mit dem ganzen Personal umzugehen hat. Bei uns sind immerhin 75 Feuerwehrleute aktiv. Hinzu kommt die Jugendfeuerwehr mit 25 Mitgliedern und die Altersabteilung zählt auch noch mal 18 Kameraden. 

Ingo Alberding übernimmt den Posten des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters. Bilden sie beide ein gutes Team? 
Ingo und ich waren schon gemeinsam in der Jugendfeuerwehr und kennen uns seit jeher. Als ich zum stellvertretenden Gemeindebrandmeister ernannt wurde, wurde Ingo zum Zugführer befördert, die dritthöchste Position in der Freiwilligen Feuerwehr Garrel. Damit wurden bereits die Weichen gestellt, dass Ingo und ich das Kommando übernehmen, sobald Peter aufhören möchte. Dieser Tag ist jetzt gekommen. Wir ergänzen uns sehr gut in unseren Aufgaben, Ingo ist mehr der Praktiker und ich eher der Theoretiker. 

Warum hört Peter Deeben als Gemeindebrandmeister auf?
Peter Deeben hat vor sechs Jahren das Amt des Gemeindebrandmeisters übernommen und schon damals war klar, dass er nach einer Amtsperiode aufhören möchte, weswegen er uns in den vergangenen Jahren tatkräftig dabei unterstützt hat, uns als Führungs-Duo aufzubauen.

Inwieweit ändert sich Ihr Aufgabengebiet?
Ich rücke eine Position nach oben und bin der erste Ansprechpartner in allen Belangen. Natürlich spreche ich nahezu alles mit meinem Stellvertreter ab. Aber am Ende des Tages trage ich die komplette Verantwortung innerhalb der Gemeinde Garrel für die Feuerwehr und deren Mitglieder und natürlich die Verantwortung für alle Bürger und Bürgerinnen zur Sicherung des Brandschutzes.

Was ist das für ein Gefühl für so viele Kameraden die Verantwortung zu tragen?
Es geht dabei ja nicht nur um die Kameraden, sondern auch um deren Familien. Alle Feuerwehrleute sollen nach den Einsätzen wieder unversehrt nach Hause kommen. Das ist eine hohe Verantwortung, die ich trage und der ich auch gerne gerecht werden möchte. Man kennt es selber aus der eigenen Familie, wir riskieren immer unser Leben für andere, auch wenn der Eigenschutz eine große Rolle spielt. Es soll aber keinem Kameraden etwas passieren. 

Wie stolz sind Sie, dass Ihnen das Vertrauen geschenkt wird, diesen Posten zu übernehmen?
Die große Rückendeckung macht einen sehr stolz. Ingo und ich haben ein sehr gutes Ergebnis bei der Wahl im Februar auf der außerordentlichen Generalversammlung erzielt und das ist auch eine Form der Anerkennung. Der Zuspruch von anderen Feuerwehren direkt nach der Wahl oder hier aus der Gemeinde Garrel war durchweg positiv. Das zeigt, dass die Arbeit, die man für das Ehrenamt, für seine Berufung opfert, wertgeschätzt und auch gesehen wird. 

Was sagen Ihre Familie und Ihr Arbeitgeber dazu?
Natürlich ist das für die Familien auch nicht immer ganz leicht. Vor allem, wenn man zu einem Einsatz gerufen wird und sich das private Umfeld große Sorgen macht. Allerdings steht meine Frau voll und ganz hinter mir. Es ist wichtig, so einen Rückhalt in der Familie zu erfahren, damit man diesen Posten ausüben kann. Wir haben auch gemeinsam besprochen, ob ich das Amt übernehmen soll, aber meine Frau hat keine Sekunde gezweifelt und mich sofort bestärkt. Sie weiß auch einfach, wie viel Herzblut ich in die Feuerwehr stecke. Mein Arbeitgeber stärkt mir zum Glück bei der Ausübung des Ehrenamts auch den Rücken. Schließlich kann es auch immer mal sein, dass ich während eines Arbeitstages zu einem Einsatz gerufen werde oder ich zwischendurch mal ein Telefonat wegen der Feuerwehr führen muss. Da werden mir keine Steine in den Weg gelegt. Ganz im Gegenteil. 

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