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Neuenkirchen-Vörden verzeichnet deutlich weniger Falschparker

Die Anzahl an verteilten Knöllchen ist in der Gemeinde 2020 im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen. Bürgermeister Ansgar Brockmann sieht das als einen Erfolg.

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Deutlich seltener mussten Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Neuenkirchen-Vörden Knöllchen an Falschparker im vergangenen Jahr verteilen. Symbolfoto: dpa

Deutlich seltener mussten Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Neuenkirchen-Vörden Knöllchen an Falschparker im vergangenen Jahr verteilen. Symbolfoto: dpa

In der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden hat es im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Falschparker gegeben. Das geht aus den Zahlen der Gemeindeverwaltung hervor. So wurden im Jahr 2020 gerade einmal 134 Parksünder gezählt. Zum Vergleich: 2019 waren es noch mehr als das Doppelte: 287. Die Gemeinde zeigt sich sehr zufrieden über diese Entwicklung.

Entsprechend dem Rückgang der absoluten Zahlen sind auch die Einnahmen der Gemeinde durch Knöllchen deutlich gesunken. Diese sind um knapp 50 Prozent zurückgegangen. So nahm die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden 2019 noch 3925 Euro durch Falschparker ein, waren es ein Jahr später gerade einmal 1975 Euro. Die Frage, wofür die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden die Einnahmen nutzt, ließ die Gemeindeverwaltung unbeantwortet. 

Wer kontrolliert eigentlich die Falschparker? Dafür seien 2 Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung zu einem bestimmten Stundenanteil zuständig. Dieser habe im vergangenen Jahr 5 Stunden betragen. "Eine Kontrolle findet nur in der Großen Straße und vor der Grundschule Neuenkirchen statt", schreibt die Gemeindeverwaltung. Bei diesen Kontrollen sei es aber sowohl 2019 als auch 2020 in keinem Fall dazu gekommen, dass ein falsch parkender Pkw hätte abgeschleppt worden müssen. Lediglich 6 Autofahrer weigerten sich, das Ordnungsgeld zu zahlen. 2019 lag diese Zahl noch bei dem doppelten Wert. 

Corona-Pandemie spielt wohl keine Rolle für Entwicklung

Doch was ist der Grund, dass im vergangenen Jahr deutlich weniger Falschparker geahndet wurden? Dafür müsste laut Bürgermeister Ansgar Brockmann die Vorgeschichte der Verkehrssituation beachtet werden. Besonderes an der Großen Straße sei es immer wieder vorgekommen, dass die Straße von "Dauerparkern", wie etwa auch Anwohnern genutzt worden ist. "Wir wollten das verändern, um den Besuchern der angrenzenden Geschäfte Parkflächen zu geben", erklärt der Bürgermeister. Deshalb habe die Gemeinde vor wenigen Jahren Halteverbotsschilder aufgestellt in dem Bereich. 

"Die Zahlen jetzt zeigen, dass wir das Problem in Griff bekommen haben und dass die Menschen sich an die Regeln halten", sagt Brockmann. Über die vergangenen Jahre sei ein deutlicher Trend in diese Richtung zu spüren gewesen. "Der Rückgang der Parksünder hat nichts mit der Corona-Pandemie zu tun", erläutert Brockmann. Einzig sei auffällig gewesen, dass es zu weniger Verstößen vor den Schulen gekommen ist. 

Als zusätzlichen Grund für den Rückgang kann der Bürgermeister sich vorstellen, dass die Reduzierung von Geschäften dazu beigetragen habe. In den vergangenen Jahren hätten immer wieder Einzelhändler ihre Geschäfte in den Kernzentren aufgegeben. Wenn weniger Kunden kommen, dann kann es auch weniger Verstöße geben, ist Brockmanns Erklärung dabei. Der Bürgermeister betont, dass er und die Gemeinde sich über den Rückgang von Falschparkern freuen würden. "Es geht beim Knöllchen verteilen ja auch nicht darum die Gemeindekassen zu füllen", sagt Brockmann. Je weniger Verkehrssünder es gebe, desto besser.

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