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Neuenkirchen-Vördens Politiker wollen Klimaschutzmanager einstellen

Bürgermeister Ansgar Brockmann will für den neuen Klimaschutzmanager eine Stabsstelle einrichten. Die Klimaschutz-Maßnahmen müssten auf die Gemeinde individuell zugeschnitten werden.

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Sparsamer Umgang mit Energie: Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden soll einen Klimaschutzmanager bekommen, der sich auch um Energieeinsparungen kümmert. Foto: dpa / Dittrich

Sparsamer Umgang mit Energie: Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden soll einen Klimaschutzmanager bekommen, der sich auch um Energieeinsparungen kümmert. Foto: dpa / Dittrich

Vieles deutet darauf hin, dass auch die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden demnächst einen Klimaschutzmanager einstellen wird. Denn bei seiner Sitzung am Dienstag im Rathaus votierte der Gemeinderat einstimmig dafür, ein integriertes Klimaschutzkonzept in Auftrag zu geben und in dem Zusammenhang Fördermittel zu beantragen.

Bürgermeister Ansgar Brockmann verwies darauf, dass die Gemeinde über 24 Monate einen Zuschuss von 70 Prozent auf die förderfähigen Kosten vom Bund erhalten kann. Dazu gehören auch die Aufwendungen für einen Klimaschutzmanager. Dessen Stelle würde Ansgar Brockmann nicht einem der vorhandenen Ämter in der Verwaltung zuordnen, sondern als eigene Stabsstelle neben dem Bürgermeister einrichten.

Die in dem Klimaschutzkonzept erarbeiteten Maßnahmen müssten genau auf Neuenkirchen-Vörden zugeschnitten sein. Es werde eine Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für alle Beschlüsse in Sachen Klimaschutz inner- und außerhalb der Verwaltung sein.

Neuer Klimaschutzmanger soll an Klimaschutzkonzept mitarbeiten

Der anzustellende Klimaschutzmanager soll nach Worten des Bürgermeisters eng an der Erstellung des Konzeptes beteiligt sein. Er solle sich mit den örtlichen Gegebenheiten befassen, die Bürger einbinden, die zentrale Ansprechperson sein und nach der Erstellung des Konzeptes dessen Umsetzung starten.

Zudem hat der Rat einstimmig beschlossen, ein Energiemanagementsystem aufzubauen und dauerhaft zu betreiben. Auch da soll die Verwaltung die entsprechenden Förderanträge stellen etwa für die Beschaffung der Software und der Messtechnik. Das System soll dazu beitragen, den Energieverbrauch in allen Gebäuden, die der Gemeinde gehören, monatlich kontrollieren zu können und bei Bedarf, also wenn der Verbrauch zu ist, zeitnah gegenzusteuern.

Bund bezuschusst Messtechnik mit bis zu 50.000 Euro

Hier fließen vom Bund an Zuschüssen zum Beispiel bis zu 20.000 Euro für die Software und bis zu 50.000 Euro für die Messtechnik. Außerdem finanziert der Bund nach Angaben der Verwaltung unter anderem auch eine Teilzeitstelle mit. Bürgermeister Brockmann sagte, er würde es begrüßen, wenn das Energiemanagement auch in die Zuständigkeit des Klimaschutzmanagers fallen würde.

Er führte weiter aus, die Gemeinde habe in der Vergangenheit bereits einige Maßnahmen durchgeführt, um Energie in ihren Gebäuden und Anlagen zu sparen. So habe sie Gebäude dämmen lassen und in der Kläranlage neue Steuerungstechnik und Pumpen einbauen lassen, um Strom zu sparen.

Gr. Sextro: Verbrauchsdaten sollte Verwaltung jetzt schon monatlich erfassen

Der SPD/FDP-Fraktionsvorsitzende Andreas Frankenberg (SPD) begrüßte ebenso wie CDU-Ratsherr Linus Wüllner und der IGNV-Fraktionschef Sven gr. Sextro das geplante Energiemanagementsystem. Der IGNV-Politiker gab aber zu bedenken, schon heute könnte die Verwaltung damit beginnen, indem sie die aktuellen Verbräuche in den Gebäuden in Tabellen einträgt und so kontrollieren könne, ob Verbräuche irgendwo stark ansteigen.

Einmütig gebilligt hat der Rat eine von der CDU-Fraktion eingebrachte Resolution, mit der die Politiker sich für den Erhalt des Bundestagswahlkreises 32 Cloppenburg/Vechta aussprechen. "Es darf keine Zerstückelung erfolgreich gewachsener Strukturen geben", heißt es in der Resolution. Mit ihr reagiert der Rat auf frühere Überlegungen aus dem niedersächsischen Innenministerium, im Zuge der vom Bundesverfassungsgericht eingeforderten Verkleinerung des Deutschen Bundestages den Wahlkreis aufzulösen und die Kreise Vechta und Cloppenburg auf 3 Wahlkreise aufzuteilen.

Rohe und Schütte mahnen bei Wahlkreisdebatte zur Wachsamkeit

Zwar scheinen die Planungen derzeit wieder vom Tisch zu sein, und der Wahlkreis 32 bleibt erhalten, wie er ist, aber die endgültige Entscheidung falle nicht in Hannover, sondern in Berlin, wie der CDU-Fraktionschef Karlheinz Rohe betonte. Im Moment scheine es bei der Zerstückelung andere Wahlkreise in Niedersachsen zu treffen, sagte der SPD-Ratsherr Hermann Schütte. Doch auch er mahnte weiter zu Wachsamkeit, hieß eine deutliche Positionierung des Gemeinderates für richtig.

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