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Neuenkirchen-Vördens Einnahmen bei Gewerbesteuer erreichen ein Rekordniveau

Trotz der im Nachtragshaushalt ausgewiesenen positiven Entwicklung der Finanzen sieht sich die Gemeinde 2023 einer schwierigen Situation gegenüber. Das sagt die Kämmerin Doris Suhrenbrock.

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Symbolfoto: dpa

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Allgemeine, fast fraktionsübergreifende Zufriedenheit während der Sitzung des Finanzausschusses im Rathaus in Neuenkirchen: Kämmerin Doris Suhrenbrock präsentierte den Politikern, die unter dem Vorsitz des Christdemokraten Dr. Heinrich Brand tagten, den Entwurf des ersten Nachtragshaushalts, der deutlich höhere Erträge im Vergleich zum Haushaltsplan aufweist.

Die Erträge steigen um rund 2,65 Millionen auf fast 18,2 Millionen Euro. Allein bei der Gewerbesteuer verzeichnet die Gemeinde ein Plus von 2,2 Millionen Euro gegenüber den ersten Ansätzen. Die zusätzlichen Einnahmen bei dieser Steuer resultierten aus Nachzahlungen, die die Unternehmen für die vergangenen Jahre leisten mussten. Insgesamt sei die Summe von 5,7 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer die höchste, die sie als Kämmerin verzeichnet habe, sagte Doris Suhrenbrock.

Ordentliches Ergebnis erreicht 1,08 Millionen Euro

Das ordentliche Ergebnis im Haushalt schließt am Jahresende nach ihren Worten voraussichtlich mit knapp 1,08 Millionen Euro ab. Im Haushaltsplan war noch ein Fehlbetrag von etwas mehr als 600.000 Euro prognostiziert.

Im Finanzhaushalt weist der Nachtrag Einzahlungen aus der Investitionstätigkeit in Höhe von zirka 2,73 Millionen Euro gegenüber Auszahlungen von fast 8,86 Millionen Euro aus. Die Veränderungen in den beiden Etats bedeuten hinsichtlich einer möglichen Kreditaufnahme, dass die maximal bei fast 4,4 Millionen Euro liegen könnte, fast 1,3 Millionen Euro weniger als vorgesehen. Zu den 4,4 Millionen Euro komme es aber nur, wenn alle Investitionen noch in diesem Jahr fällig werden, hieß es.

Nächstes Jahr werden die Einnahmen wahrscheinlich sinken

Mit Blick auf 2023 erklärte die Kämmerin, sie erwarte deutlich geringere Einnahmen bei der Gewerbesteuer und den Schlüsselzuweisungen des Landes: "Ich gehe davon aus, dass 2023 unter Haushaltsgesichtspunkten ein ganz schwieriges Jahr wird."

CDU-Ratsherr Helmut Steinkamp, der sich ebenso wie der Ausschussvorsitzende und auch Hermann Schütte als Vorsitzender der SPD/FDP-Fraktion sehr zufrieden mit der Entwicklung der Gemeindefinanzen in diesem Jahr zeigte, verwies darauf, dass Neuenkirchen-Vörden die Hälfte der Investitionen mit Mitteln aus der Gemeindekasse bezahlt habe: "Das ist bemerkenswert."

Gemeinde verfolgt Projekt "Fotovoltaikanlage" weiter

Heinz Fehrmann von der IGNV-Fraktion bemängelte, dass die Gemeinde in diesem Jahr im Nachtragshaushalt keine Mittel mehr für die Fotovoltaikanlage auf dem Rathausdach vorgesehen habe. Sie zu streichen, das sei angesichts der Energiekrise ein falsches Signal.

Dem hielt Bürgermeister Ansgar Brockmann entgegen, in diesem Jahr werde sich das Projekt nicht mehr umsetzen lassen. Deswegen sei es nicht notwendig, die Mittel auszuweisen. Die Verwaltung verfolge das Vorhaben aber weiter.

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