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Neuenkirchen bekommt neuen Waldlehrpfad

Die Naturschutzbund-Ortsgruppe Neuenkrichen-Vörden sammelt bereits Spenden ein. Das Wäldchen an der Straße Habichtshorst eignet sich für das Vorhaben gut.

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Ort der Bildung: Im Wäldchen an der Straße Habichtshorst möchten Naturschützer einen Waldlehrpfad anlegen. Die Kosten belaufen sich geschätzt auf zirka 10.000 Euro.   Foto: Lammert

Ort der Bildung: Im Wäldchen an der Straße Habichtshorst möchten Naturschützer einen Waldlehrpfad anlegen. Die Kosten belaufen sich geschätzt auf zirka 10.000 Euro.   Foto: Lammert

Einen Waldlehrpfad will die Ortsgruppe Neuenkirchen-Vörden des Naturschutzbundes (Nabu) in dem Wäldchen an der Straße Habichtshorst einrichten. Bürgermeister Ansgar Brockmann signalisierte bei der Vorstellung des Projekts durch Reiner Otte vor Mitgliedern des Gemeinderates Zustimmung und stellte sogar einen Zuschuss der Gemeinde in Aussicht.

Auch verschiedene Politiker unterstützten das Vorhaben in einem Wäldchen, von dem Anwohner vor kurzem noch befürchteten, dass es abgeholzt werden könnte.

Reiner Otte bezeichnete die vorhandene "Waldstruktur" als interessant und intakt. Es stünden nur wenige Nadelbäume auf der Fläche. Entsprechend überwiegen Laubbäume. Erkennbar sei auf der Fläche auch noch die ehemalige Nutzung als Spielplatz.

Vorgesehen ist, die vorhandene Zuwegung zum Wäldchen zu erhalten. Ebenso wollen die Naturschützer die alten Wegstrukturen nutzen und die einzelnen Elemente an ihnen entlang aufstellen.

Wäldchen bleibt als mobiler Lernstandort erhalten

Noch eines ist ihnen nach Worten Reiner Ottes wichtig: Das Wäldchen soll auch in Zukunft als sogenannter mobiler Lernstandort für die Kindertagesstätten dienen können. Daran wolle der Nabu mit seinem Projekt nicht rütteln.

Geplant ist, zu Beginn des Waldlehrpfades einen "Rastbereich" mit einer Überdachung zu schaffen. Er soll bei regnerischem Wetter auch als Unterstand fungieren. Die Überdachung solle im Rahmen des geltenden Baurechts entstehen.

Bislang vorgesehen sind als einzelne Elemente Totholzstelen, um den Besuchern zu zeigen, welche Tiere solches Holz als Lebensraum nutzen, ein Balancierstab und ein aus verschiedenen Materialien hergestellter Fußtastweg, der dem Nutzer ein Wald-Gefühlserlebnis geben soll.

Am Waldrand soll ein großes Insektenhotel stehen

Weiter soll am Waldrand ein großes Insektenhotel stehen. Es könnte die Größe des Insektenhotels haben, das sich seit Kurzem auf dem Vördener Schützengelände befindet. Vorgesehen ist auch, neben dem Insektenhotel eine Schautafel aufzustellen, die über dessen Bedeutung informiert.

Eine weitere Schautafel soll neben dem geplanten Hirschkäfermeiler stehen. Hirschkäfer stünden auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, betonte Reiner Otte.

"Das soll kein Park werden."Reiner Otte, Naturschutzbund

Der Naturschutzbund versuche, mit den neuen Elementen nicht in die vorhandene Struktur des Waldes einzugreifen, versicherte der Redner. Die Fläche sei groß genug für das Vorhaben. Verkehrssicherungsmaßnahmen seien nur im Bereich des Weges ins Auge gefasst. "Das soll kein Park werden."

60 Prozent der Kosten sind schon durch Spenden gedeckt

Brigitta Sprünken, die Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe Neuenkirchen-Vörden, teilte mit, die Kosten für den Waldlehrpfad beliefen sich geschätzt auf rund 10.000 Euro. Bislang seien über 60 Prozent der Mittel durch Spenden zusammengekommen.

Es liefen auch noch Gespräche wegen weiterer Spenden. Möglicherweise benötige der Nabu gar keine Mittel der Gemeinde. Mit deren Verwaltung gebe es derzeit die letzten Verhandlungen wegen der Nutzungsvereinbarung hinsichtlich des Wäldchens, das sich auf Gemeindegrund befindet.

Bürgermeister Brockmann bestätigte, dass bereits mehrere Gespräche zwischen der Gemeindeverwaltung und den Naturschützern stattgefunden haben.

Arbeiten sollen im kommenden Winter starten

Er verwies darauf, dass auch die Kindergärten das Wäldchen im Rahmen der Umweltbildung weiter nutzen wollen. Da sehe er aber kein Problem. Sollte sich die Gemeinde an den Kosten beteiligen, müsse sie die Mittel im Haushaltsplan für das Jahr 2022 ausweisen.

Beginnen wollen die Naturschützer mit dem Projekt nach Worten Reiner Ottes im kommenden Winter. Dann planen sie, die Wege freizuschneiden. Die Umsetzung der weiteren Projekte soll nach und nach geschehen.

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