Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Neue Verordnung: Corona-Warnstufe gilt nicht mehr im Oldenburger Münsterland

In Niedersachsen ist die Bewertungsgrundlage für die Corona-Warnstufen geändert worden. Das führt dazu, dass die Corona-Warnstufe 1 nicht mehr in den Kreisen Cloppenburg und Vechta gilt.

Artikel teilen:
Symbolfoto: dpa

Symbolfoto: dpa

Seit Mittwoch gilt in Niedersachsen eine neue Corona-Verordnung. Die Neufassung führt jetzt dazu, dass die Corona-Warnstufe 1 im Oldenburger Münsterland – so wie in den meisten Landkreisen und kreisfreien Städten Niedersachsens – nicht mehr gilt.

Wie bereits berichtet, sind es vergangene Woche die Daten der Intensivstationen in Niedersachsen und die lokalen 7-Tage-Inzidenzen in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta gewesen, die kurzzeitig zur ersten Warnstufe geführt haben. Mit der neuen Corona-Verordnung gibt es allerdings mit dem überarbeiteten Indikator "Hospitalisierung" einen neuen Leitwert. Er bildet die in den letzten 7 Tagen wegen Corona neu in ein Krankenhaus aufgenommenen Personen je 100.000 Einwohner ab. 

Die Quote von Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen und die lokalen 7-Tage-Inzidenzen werden dem neuen Leitwert untergeordnet. Während die Quote der Intensivbetten weiterhin oberhalb des Grenzwertes von 5 Prozent liegt (am Mittwoch wird 5,4 gemeldet), liegt der neue Leitwert "Hospitalisierung" mit 3,3 unter dem Grenzwert von Warnstufe 1 (dieser Grenzwert liegt bei 6).

Künftig gibt es zwei Szenarien, die zum Auslösen einer Corona-Warnstufe führen. In beiden Fällen ist Grundvoraussetzung, dass die Hospitalisierung den jeweiligen Grenzwert an mindestens 5 aufeinanderfolgenden Werktagen überschritten hat.

  • Erstes Szenario: Auch der Wert der Intensivstationen in ganz Niedersachsen überschreitet an mindestens 5 aufeinanderfolgenden Werktagen den Grenzwert. Dann löst das Gesundheitsministerium landesweit die entsprechende Warnstufe aus. 
  • Zweites Szenario: Die lokale 7-Tage-Inzidenz liegt an mindestens 5 aufeinanderfolgenden Werktagen über 35. Dann muss die Kreisverwaltung die entsprechende Warnstufe für das eigene Kreisgebiet ausrufen.

Unabhängig von einer Warnstufe gilt: Liegt die 7-Tage-Inzidenz an mindestens 5 aufeinanderfolgenden Werktagen über 50, gilt die 3G-Regel im jeweiligen Landkreis. Dies ist bereits und weiterhin in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta der Fall.

Derweil haben sich die 7-Tage-Inzidenzen im Oldenburger Münsterland am Mittwoch unterschiedlich entwickelt. Der Wert für den Landkreis Vechta ist im Vergleich zum Vortag relativ deutlich gestiegen. Er liegt laut aktueller Berechnung des Robert-Koch-Institutes bei 71,0 (Vortag: 64,0). Die aktuelle Berechnung basiert auf 102 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen. Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Dienstagnachmittag 21 neue Corona-Fälle gemeldet.

Gesunken ist die 7-Tage-Inzidenz hingegen im Landkreis Cloppenburg: Von 67,2 am Dienstag auf jetzt 62,0. Die aktuelle Berechnung basiert auf 107 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen – am Vortag waren es 116 Neuinfektionen. Allerdings hat das Cloppenburg Gesundheitsamt am Dienstagnachmittag mit 35 neuen Coronafällen vergleichsweise hohe Zahlen gemeldet. Ein Blick auf die beim RKI registrierten Gesamtfälle lässt die Vermutung zu, dass noch nicht alle neuen Infektionen berücksichtigt wurden. Das RKI hat am 21. September 11.592 Fälle erfasst, am Mittwoch sind 11.596 – also nur 4 Fälle mehr als am Vortag. Erfahrungsgemäß ist das ein Indiz dafür, dass ein Fehler in der Meldekette zwischen Gesundheitsamt und Robert-Koch-Institut vorgelegen haben könnte.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Neue Verordnung: Corona-Warnstufe gilt nicht mehr im Oldenburger Münsterland - OM online