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Neue Moschee in Lohne soll Ort der Begegnung werden

Der symbolische Spatenstich ist am Wochenende erfolgt. Die Vorfreude auf das Gotteshaus ist bei allen Beteiligten groß.

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Ein 17 Meter hohes Minarett und eine lichtdurchflutete Glaskuppel mit 10 Metern Durchmesser: Das sind die äußeren Merkmale der Moschee. Daneben wird auch ein Wohnhaus mit 2 Wohnungen entstehen. Grafik: Gemeinde

Ein 17 Meter hohes Minarett und eine lichtdurchflutete Glaskuppel mit 10 Metern Durchmesser: Das sind die äußeren Merkmale der Moschee. Daneben wird auch ein Wohnhaus mit 2 Wohnungen entstehen. Grafik: Gemeinde

Ein großer Tag für den Islamischen Kulturverein Lohne, ein großer Tag aber ebenso für die Stadt Lohne: An der Straße „Am Mühlenkamp“, hingelagert zur Brinkstraße, ist der Spatenstich für die neue Moschee des Kulturvereins feierlich erfolgt. Bis zu diesem Spatenstich sei es „ein langer Weg“ gewesen, erinnerte Landrat Tobias Gerdesmeyer in seinem Grußwort. Dass er erfolgreich beschritten werden konnte, sei den vielen Menschen zu danken, die zusammengehalten hätten.

Ali Yilmaz, Vorsitzender von Amasyaspor Lohne und Gemeindemitglied, berichtete seinerseits davon, dass die Beteiligten zunächst „viel diskutiert“ und überlegt hätten. Oft genug lägen Moscheen in den Industriegebieten am Rande der Städte. „Unsere Moschee hier liegt jedoch mitten in der Stadt“, betonte er. „Ebenso wie üblicherweise die Kirchen, die mitten in den Städten liegen.“

„Gegenseitiger Respekt und Toleranz sollten möglich sein, ebenso Unterschiede der Kultur.“Mikayil Demir von der Europäischen Moschee- und Unterstützungs-Gemeinschaft

Mikayil Demir von der Europäischen Moschee- und Unterstützungs-Gemeinschaft wies in seiner Ansprache darauf hin, dass der Islam in Deutschland eine Jahrhunderte lange, wenn auch oftmals unbekannte Geschichte habe. Die heutige Situation sei dadurch entstanden, dass Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg türkische Arbeiter angeworben habe.

Ursprünglich sollten sie nur für eine gewisse Zeit hierbleiben“, führte er aus. „Viele aber blieben im Land, und jetzt lebt bereits die 2. und 3. Generation hier.“ Jeder müsse sich in diesem Land heimisch fühlen dürfen, betonte er. „Gegenseitiger Respekt und Toleranz sollten möglich sein, ebenso Unterschiede der Kultur.“ Die künftige Moschee werde ein „Ort der Religionsausübung, des Friedens und des Austausches“ sein. Er hob heraus: „Wir wollen dieses Haus künftig als Lohner Moschee verstehen und nicht als eine beliebige Moschee in Lohne.“

Elsbeth Schlärmann, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt, gratulierte zum künftigen „schönen und repräsentativen Gotteshaus“. Es möge „ein Ort der Begegnung und des Friedens“ werden. Zwar werde es „ein zunächst noch ungewöhnliches Gebäude“ sein, aber es gelte „unterschiedliche Religionen und Kulturen“ zu respektieren. Sie erinnerte daran, es bereits 1990 einen kleinen Gebetsraum an der Wicheler Straße gab und bald darauf am jetzigen Standort eine Halle, „die mit viel Eigenleistung zu einer Gebetsstätte und einem Begegnungszentrum“ umgebaut wurde.

Beim symbolischen Spatenstich: (von links) Ali Yilmaz, Elsbeth Schlärmann, Ahmet Öncü, Dirk Vulhop, Mikayil Demir, Tobias Gerdesmeyer und Saffet Gündogdu. Foto: GerwanskiBeim symbolischen Spatenstich: (von links) Ali Yilmaz, Elsbeth Schlärmann, Ahmet Öncü, Dirk Vulhop, Mikayil Demir, Tobias Gerdesmeyer und Saffet Gündogdu. Foto: Gerwanski

Nun macht die Gemeinde also einen bedeutungsvollen Schritt nach vorne. „Die Arbeit fängt jetzt erst richtig an“, erklärte Mikayil Demir. Die Gemeinde lege Wert darauf, „regionale Firmen für den Bau“ zu beschäftigen. Entworfen wurde die Moschee von Architekt Firket Kirnak aus Quakenbrück. Wie bereits berichtet, sind äußere Merkmale ein 17 Meter hohes Minarett und eine lichtdurchflutete Glaskuppel mit 10 Metern Durchmesser.

Wie Dirk Vulhop als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Gespräch mitteilte, wird auf der Seite des Mühlenkamps zudem ein Wohnhaus mit 2 Wohneinheiten entstehen. „Dieses Haus wird sich in die dort bestehende Wohnbebauung einfügen“, teilte er mit. Landrat Tobias Gerdesmeyer zeigte sich zuversichtlich, dass in spätestens 2 Jahren die Einweihung der Moschee gefeiert werden könne.

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