Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Neue Kita-Leiterin trotzt allen Herausforderungen

Marion Makul ist die neue Leiterin der Kindertagesstätte St. Josef in Lohne. Die 41-Jährige gab ihren alten Beruf auf, um ihrer Passion zu folgen und im Sozialwesen arbeiten zu können.

Artikel teilen:
Der Job der Kita-Leiterin ist für sie Leidenschaft: Marion Makul. Foto: Bernhardt 

Der Job der Kita-Leiterin ist für sie Leidenschaft: Marion Makul. Foto: Bernhardt 

Eine neue Ausbildung mit 33 starten, die Arbeitsbranche wechseln und in Krisen-Zeiten eine neue Stelle antreten: Das alles hat sich Marion Makul getraut. Sie ist die neue Leiterin der Kindertagesstätte St. Josef in Lohne. Ihr Weg dorthin war nicht immer einfach, aber auf jeden Fall spannend.

Seit im Februar ihre Vorgängerin Cornelia Kröger die Einrichtung nach 42 Jahren verließ, hat Makul den Posten inne. Vorher war sie die Leiterin der Kinderkrippe Eulenhof in Lutten. Auf die Stelle bei der St.-Josef-Kita habe sich die 41-Jährige "auf gut Glück" beworben. "Ich wusste natürlich, dass der Kindergarten einen guten Ruf hat. Trotzdem habe ich gehofft, dass ich den Job irgendwie bekomme", erzählt Makul.

Dabei war die Lutterin nicht immer im Sozialwesen tätig. Bevor sie sich für die Arbeit mit Kindern entschied, war sie 12 Jahre lang Bürokauffrau. Aber: "Die Arbeit im Büro hat mich nicht erfüllt. Ich habe gerne Kontakt mit Menschen und der hat mir bei diesem Beruf einfach gefehlt", sagt sie. Daraufhin entschied sich die damals 33-Jährige, noch einmal komplett von vorne zu starten und eine Ausbildung als Erzieherin zu beginnen. "Ich bin verheiratet und habe 3 Kinder. Mein jüngstes Kind war zu der Zeit 3 Jahre alt. Natürlich hat man dabei auch Bedenken. Aber im Nachhinein war es die beste Entscheidung", berichtet die 41-Jährige. 

Aufgrund der Pandemie gestaltete sich der Start schwierig

Schlag auf Schlag ging es danach für Makul weiter. Zuerst absolvierte sie die Ausbildung als Erzieherin. Anschließend kam die Weiterbildung als Fachkraft für Kleinstkindpädagogik und der Fachwirt in Kitamanagement. Die Arbeit als Leiterin bedeutet ihr viel. "In der Position als Bindeglied zwischen Träger, Eltern und Kindern kann man viel bewirken. Deshalb wollte ich gerne in der Leitung bleiben", erzählt die Lutterin.

Besonders wichtig sei für sie, die Stärken der Teammitglieder richtig einzusetzen. "Unser Team ist sehr vielfältig. Die einen sind sehr musikalisch, die anderen wiederum sportlich oder handwerklich begabt", sagt sie. Aber auch die Eltern und Kinder zu partizipieren und die christlichen Werte an die Kleinen zu vermitteln, steht für Makul an oberster Stelle. "Ein No-Go ist für mich, wenn alles starr vorgegeben ist. Das bin ich einfach nicht. Spontanität und Flexibilität gehören für mich dazu", betont die neue Leiterin.

Die neue Leiterin ist an den Herausforderungen gewachsen

Der Start in der St.-Josef-Kita war während der Corona-Pandemie kein leichter für die "Spätberufene". Anfang des Jahres befand sich ganz Deutschland aufgrund der hohen Fallzahlen noch im Lockdown. "Als ich hier angefangen habe, waren wir gerade im Notbetrieb. Das Telefon hat ununterbrochen geklingelt und ich kannte die Abläufe im Regelbetrieb noch nicht", berichtet die 41-Jährige. Auch viele Kinder und die Eltern konnte Makul aufgrund der Beschränkungen anfangs nicht kennenlernen. Das Team der Tagesstätte habe ihr dabei geholfen, sich in die neuen Prozesse einzuarbeiten und die bisherigen Herausforderungen zu meistern.

Ihre freie Zeit außerhalb des Kindergartens verbringt sie gerne in der Natur. "Im Garten und beim Spazierengehen kann ich so richtig abschalten und den Kopf frei kriegen. Auch Sport mache ich gerne zum Ausgleich", schwärmt die Lutterin. Wenn es doch einmal etwas gemütlicher wird, schaut die Hobby-Bäckerin auch gerne mal den "Tatort Münster" oder die Netflix-Serie "Lupin". 

Mittlerweile hat sich Marion Makul in ihre neue Stelle gut eingefunden. Und schaut positiv in die Zukunft. "An den Herausforderungen bin ich stark gewachsen. Ich bin wirklich glücklich, hier zu sein und fühle mich sehr wohl", so die 41-Jährige. 

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Neue Kita-Leiterin trotzt allen Herausforderungen - OM online