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Neue Kita bietet Raum für vielfältige Erfahrungen

Durch Verzögerungen der Bauarbeiten wurde die Kita bereits 2019 vorerst mit zwei Gruppen in der Grundschule Holdorf in Betrieb genommen. Nun wurde die Kita Martin Luther offiziell eingeweiht.

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Kinder feiern ihre Kita: Beim Einweihungs-Gottesdienst standen die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Martin Luther im Mittelpunkt – eingerahmt von Erzieherin Sarah Kümmel und Pfarrer Kurt Paesler. Foto: Vollmer

Kinder feiern ihre Kita: Beim Einweihungs-Gottesdienst standen die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Martin Luther im Mittelpunkt – eingerahmt von Erzieherin Sarah Kümmel und Pfarrer Kurt Paesler. Foto: Vollmer

Mit einem Gottesdienst, den die Kindergartenkinder mitgestalteten, wurde die Kindertagesstätte (Kita) Martin Luther im Wohngebiet Bäkeesch am Reformationstag im Kreis geladener Vertreter aus Kirche, Verwaltung, Politik, Eltern und Handwerk offiziell eingeweiht.

Durch Verzögerungen der erforderlichen europaweiten Ausschreibungen der Bauarbeiten wurde die Kita bereits im August 2019 vorerst mit zwei Gruppen in der Grundschule Holdorf in Betrieb genommen. Dieser Umstand und coronabedingte Einschränkungen verhinderten eine termingerechte offizielle Eröffnungsfeier, nachdem im Februar 2020 der Einzug in den Neubau an der Straße Im Bäkeesch zunächst mit den zwei Gruppen erfolgte. "Mit dieser Kindertagesstätte ist für die Gemeinde Holdorf eine weitere Kita entstanden, in der sich alle Kinder unabhängig von ihrer Nationalität, Konfession und Herkunft frei entwickeln und entfalten können. Bei uns dürfen und sollen die Kinder vielfältige Erfahrungen für ihr bevorstehendes Leben sammeln", erklärte Melanie Lehde, Leiterin der Kindertagesstätte.


Betreuungsangebot: Sechs Gruppen bis zu 120 Kinder. Betreut von 22 pädagogischen Fach- und Zusatzkräften. Zwei Vormittagsgruppen und eine Ganztagsgruppe für die drei- bis sechsjährigen Kindergartenkinder. Drei Krippengruppen für ein- bis dreijährige Kinder.

Außerdem: Beteiligung am Bundesprogramm Sprach-KiTas, parallel zur pädagogischen Arbeit im Qualitätsentwicklungsprozess. Ab Januar 2022 Angebot der Einzelintegration in der Krippe. In Planung: Schaffung für weitere Integrationsplätze für die Holdorfer Kinder.

Infos: Kindertagesstätte Martin Luther, Im Bäkeesch 14, Leiterin Melanie Lehde, Telefon: 05494 9159200, E-Mail: KiTa-Martin-Luther.Holdorf@kirche-oldenburg.de


In Anlehnung an das im Gottesdienst gesungene Lied "Stark wie ein Baum" und einem von den Kindern aufgeführten Vorspiels, formulierte Pfarrer Dr. Kurt Paesler den Wunsch, dass die Kinder im Schutz dieser Einrichtung zu starken, guten Persönlichkeiten heranwachsen. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug zitierte den österreichischen Schriftsteller Karl Emil Franzos (1848 bis 1904) mit dem Satz "Die Eindrücke der Kindheit wurzeln am tiefsten". Er hob damit die Wichtigkeit und Verantwortung der Tätigkeit der Erzieherinnen gegenüber den Kindern und Eltern hervor. Kinder stellen Fragen. Auch der Namensgeber Martin Luther habe Fragen gestellt, dessen Leben sogar bedroht war, ebenso wie das seiner Ehefrau Katharina von Bora, deren Namen der Kindergarten in Fladderlohausen trägt.

Die Kindertagesstätten, die in Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Fladderlohausen geführt werden, sollen eine Erinnerung an beide Namensgeber sein. Kerstin von Stuckrad, mittlerweile Pfarrerin im Ruhestand, erinnerte an die schwierigen Umstände der Errichtung der Kindergärten in Fladderlohausen und Holdorf. Respekt zollte sie besonders Melanie Lehde, die von Anfang an dabei war und alle Hürden mit großem Einsatz gemeistert habe. Dem schloss sich Frauke Rüter-Schmidt von der Fachstelle Kindergartenarbeit bei der Landeskirche Oldenburg mit einem besonderen Lob an. Sie überbrachte die Glückwünsche für die Kirchenverwaltung in Oldenburg und sagte: "Es ist immer eine besondere Freude, wenn im Oldenburger Münsterland ein evangelischer Kindergarten eröffnet wird."

"Kinder brauchen nicht nur uns Eltern, um gut aufwachsen zu können, sondern eine Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft erleben sie genau hier", sagte Cordula Schopf, stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirates. Die Mutter dankte den Pädagoginnen für ihre Arbeit und allen, die an der Planung und Realisierung der Kindertageseinrichtung tatkräftig beteiligt waren.

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