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Neue Funktion für die Luca-App

Die Ämter sollen konkretere Warnungen aussprechen können. Die Behörden vor Ort finden das System grundsätzlich gut. In der Praxis konnte es sich indes bislang kaum beweisen.

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Symbolfoto: dpa

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Nutzende der Luca-App sollen bald von den Gesundheitsämtern auf ein erhöhtes Corona-Infektionsrisiko hingewiesen werden können. Die neuen Risikohinweise seien in den vergangenen 2 Wochen intensiv von über 20 Gesundheitsämtern erprobt und feinjustiert worden, erklärte Patrick Hennig, Geschäftsführer der Culture4Life GmbH. Nach einer weiteren Testphase werde die Funktion im Herbst für alle Gesundheitsämter freigeschaltet. Damit können die Ämter viele Menschen gleichzeitig erreichen, ohne sie einzeln anrufen zu müssen.

Beteiligt an den jüngsten Testläufen waren die Ämter in Cloppenburg und Vechta nach eigenen Angaben nicht. Die App an sich werde aber unterstützt, heißt es aus den jeweiligen Kreishäusern. Sie sei grundsätzlich eine sinnvolle Ergänzung zu der Erfassung von Kontaktdaten auf Papier. Die Dokumentation sei schnell und einfach; die Zugriffsmöglichkeiten wiederum seien klar eingegrenzt. 

Cloppenburg hat bislang keine Meldungen über die Luca-App erhalten

Tatsächlich zum Einsatz kam die App im Landkreis Cloppenburg noch  nicht. Die Behörde habe bislang keine Meldung erhalten, heißt es aus dem Kreishaus. Problematisch sei ohnehin die teilweise sehr lange Antwort- beziehungsweise Freigabezeit der Gastronomiebetriebe, schreibt die Vechtaer Kreisverwaltung. 

Die Verantwortlichen in den Gesundheitsämtern können bei der Kontaktaufnahme über die Luca-App künftig zwischen 2 verschiedenen Abstufungen wählen. Zum einen können die Nutzer über ein allgemeines Infektionsrisiko informiert werden. Sollten sich an einem mit der Luca-App erfassten Ort mehrere Personen aufgehalten haben, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden, können die Gesundheitsämter auch eine gezielte Infektionswarnung aussprechen und die gefährdeten Personen auf Testzentren in der Umgebung hinweisen.

Die App nutzen nach Angaben ihrer Anbieter etwa 30 Millionen Menschen. Die Anwendung wird von Datenschutz-Aktivisten und etlichen Sicherheitsforschern kritisiert. Sie stören sich unter anderen an der zentralen Datenspeicherung und halten die App für unwirksam. 

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