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Neue Einsatzfahrzeuge erhalten kirchlichen Segen

Die Kreisfeuerwehr Vechta holt nach mehreren Terminverschiebungen die Einweihung von Neuanschaffungen nach. Über den künftigen Bedarf soll ein Konzept Aufschluss geben.

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Weihwasser für die Feuerwehr: Propst Michael Matschke und Pfarrer Andreas Technow (von links) nahmen im Beisein von Landrat Herbert Winkel (rechts) und Kreisbrandmeister Matthias Trumme die Einsegnung der Fahrzeuge vor. Foto: Speckmann

Weihwasser für die Feuerwehr: Propst Michael Matschke und Pfarrer Andreas Technow (von links) nahmen im Beisein von Landrat Herbert Winkel (rechts) und Kreisbrandmeister Matthias Trumme die Einsegnung der Fahrzeuge vor. Foto: Speckmann

Die jüngsten Neuanschaffungen der Kreisfeuerwehr Vechta haben bereits ihren festen Platz im Fuhrpark und schon diverse Einsätze gemeistert. Nun besitzen die Fahrzeuge auch den Segen Gottes. Dafür sorgten Propst Michael Matschke und Pfarrer Andreas Technow am Freitag bei der Einweihungsfeier auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Vechta.

Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die offizielle Übergabe von zwei Drehleitern und weiteren Fahrzeugen bisher nicht stattfinden können. Immer wieder machte das Infektionsgeschehen den Planungen einen Strich durch die Rechnung. Nun holten der Landkreis Vechta und die Kreisfeuerwehr die Zeremonie gleich im halben Dutzend nach. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die neue Fahne des Kreisfeuerwehrverbandes mit Weihwasser bedacht.

Landkreis zahlt 1,3 Millionen Euro für neue Drehleitern

„Ohne Geräte kann die beste Feuerwehr nichts machen“, stellte Landrat Herbert Winkel (CDU) in Anwesenheit der rund 60 Vertreter von Feuerwehr und Kommunen fest. Er bezeichnete die zusätzliche Drehleiter als gute Investition, auch wenn die Anschaffung damals politische Diskussionen ausgelöst habe. Auf die technischen Details und die Einsatzmöglichkeiten ging Kreisbrandmeister Matthias Trumme ein.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Vechta hat jetzt eine Fahne. Das Schmuckstück ist am Freitag eingesegnet worden. Foto: SpeckmannDie Kreisfeuerwehrbereitschaft Vechta hat jetzt eine Fahne. Das Schmuckstück ist am Freitag eingesegnet worden. Foto: Speckmann

Durch die im Juli 2020 angeschaffte Drehleiter ist die Feuerwehr deutlich flexibler geworden. Mit der Stationierung in Lohne haben sich Wege und somit Fahrtzeiten zu den Einsatzorten entscheidend verkürzt. Bereits ein Jahr zuvor ist die Drehleiter in Vechta erneuert worden. Die beiden Anschaffungen hat sich der Landkreis Vechta etwa 1,3 Millionen Euro kosten lassen. Bereits einige Jahre zuvor ist die Drehleiter in Damme durch ein neues Modell ausgetauscht worden.

Der neue Wechsellader wurde im Februar 2019 angeschafft und in Vechta stationiert. Die Kosten in Höhe von 165.000 Euro hat ebenfalls der Landkreis Vechta übernommen. Der Kommandowagen ist seit Dezember 2020 auf Achse. Kostenpunkt: 37.500 Euro. Das Auto befindet sich im Besitz des Kreisbrandmeisters, der damit jeden Tag rund um die Uhr zu Einsätzen ausrücken kann.

Bei den beiden Löschgruppenfahrzeugen für den Katastrophenschutz handelt es sich um Ersatzbeschaffungen. Sie wurden vom Bund finanziert. Die Kosten sollen sich auf jeweils 223.000 Euro belaufen haben. Das erste Fahrzeug wurde 2019 geliefert, das zweite folgte im Juli dieses Jahres. Sie sollen sich insbesondere bei Wald- und Moorbränden bewähren. „Über die Stationierung muss noch eine Arbeitsgruppe entscheiden“, so Trumme.

Katastrophenschutz gewinnt an Bedeutung

Dass der Katastrophenschutz immer mehr an Bedeutung gewinnt, hob Martin Voß als zuständiger Dezernatsleiter im Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in seinem Grußwort hervor. Die Kommunen dürften die dafür erforderliche Ausrüstung in ihrem Bedarfsplan nicht aus dem Auge verlieren. Regierungsbrandmeister Udo Schwarz lenkte den Blick auf die künftige Ausstattung der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Hier sei ein Miteinander von Landkreis und Kommunen gefragt.

Der Landkreis Vechta arbeitet aktuell an einem Fahrzeugkonzept für die Kreisfeuerwehr. Dabei geht es um die Bestandsermittlung und den künftigen Bedarf an Einsatzfahrzeugen. Die Ergebnisse des beauftragten Fachbüros würden voraussichtlich bis Ende dieses Jahres vorliegen, teilte Kreisrat Holger Böckenstette auf Nachfrage mit. Über etwaige Ersatz- und Neubeschaffungen müsse dann auf politischer Ebene beraten werden.

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