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Neue Defis sollen Friesoythe "herzsicher" machen

Im Februar hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, für das Projekt "Herzsicher Friesoythe" neue Defibrillatoren anzuschaffen. Die ersten 2 Geräte wurden installiert. 16 weitere sollen folgen.

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Torsten Krüger von der Björn-Steiger-Stiftung (vorne links) übergibt den ersten von 18 geplanten öffentlichen Defibrillatoren an die Stadt, vertreten durch Bürgermeister Sven Stratmann (vorne rechts), den zuständigen Fachbereichsleiter Karsten Vahl und Bereichsleiterin Nadine Langen. Foto: Stix

Torsten Krüger von der Björn-Steiger-Stiftung (vorne links) übergibt den ersten von 18 geplanten öffentlichen Defibrillatoren an die Stadt, vertreten durch Bürgermeister Sven Stratmann (vorne rechts), den zuständigen Fachbereichsleiter Karsten Vahl und Bereichsleiterin Nadine Langen. Foto: Stix

18 Laien-Defibrillatoren sind bereits im Friesoyther Stadtgebiet – etwa bei Sportstätten oder Banken – installiert. Weitere 18 sollen nach der Vorstellung der Stadt Friesoythe und der Björn-Steiger-Stiftung hinzukommen. Die ersten 2 hat Torsten Krüger, Projektkoordinator der Stiftung, jetzt an die Stadt übergeben. Sie sind der Auftakt des Projektes "Herzsicher Friesoythe", das der Stadtrat am 10. Februar auf den Weg gebracht hatte.

Die beiden neue Defibrillatoren hängen jeweils außen am Alten Rathaus Stadtmitte und am Jugendzentrum Wasserturm. Sie sind damit für die Allgemeinheit zugänglich, können also zu jeder Tages- und Nachtzeit eingesetzt werden. "Rund 100.000 Menschen sterben pro Jahr in Deutschland am Herztod, das sind deutlich mehr als bei Verkehrsunfällen", umreißt Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann die Notwendigkeit der lebensrettenden Geräte. "Mit einer flächendeckenden örtlichen Versorgung von Laien-Defibrillatoren erhöhen wir die Überlebenschance unserer Bürgerinnen und Bürger im Falle eines plötzlichen Herzstillstands entscheidend." Die ersten beiden Standorte im Bereich der Innenstadt bezeichnet er als Grundlage für den weiteren Ausbau im gesamten Stadtgebiet.

Björn-Steiger-Stiftung finanziert die ersten 3 neuen Defibrillatoren 

Die Kosten für die 2 nun installierten Defibrillatoren und für einen weiteren übernimmt die Björn-Steiger-Stiftung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Für den weiteren Ausbau ist die Stiftung auf private und gewerbliche Sponsoren angewiesen, die gemeinsam mit der Stadt weitere AEDs (Automatisierter Externer Defibrillator) finanzieren. Die Stadt hat in einem ersten Schritt 9.000 Euro für weitere Defibrillatoren zur Verfügung gestellt. Sie sollen insbesondere auch in den Ortschaften installiert werden. 

Krüger betont, dass die Bedienung der Geräte ausgesprochen einfach und selbsterklärend ist. "Sobald das Gerät eingeschaltet ist, gibt es dem Ersthelfer klare akustische Anweisungen, die verhindern, dass etwas falsch gemacht wird", sagt er. Das Konzept der Björn-Steiger-Stiftung sieht zudem vor, dass Interessenten zum Thema Wiederbelebung geschult werden und so die Herzdruckmassage und den Umgang mit AED-Geräten lernen. "So können Hemmungen abgebaut werden", ist sich Krüger sicher. 

Die Björn-Steiger-Stiftung veranschlagt normalerweise pro 1.500 Einwohner ein AED. Das dürfte aber, so Stratmann, in der Flächenkommune Friesoythe nicht ausreichen. "Es hilft ja den Einwohnern in Ahrensdorf, Kamperfehn oder Thüle nichts, wenn in der Innenstadt oder in den größeren Ortschaften die Defis hängen", sagt Stratmann. "Deshalb benötigen wir natürlich mehr als die statistisch errechnete Menge." Die Stadt prüft zudem, ob Defibrillatoren auch in den Moobil+-Bussen angebracht werden können.

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