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Neue Baumschutzgitter sorgen für Blechschäden

Auf der Ortsdurchfahrt in Langförden ist es schon mehrfach zu Kollisionen beim Ein- und Ausparken gekommen. Nun soll die Stadtverwaltung nach einer Lösung suchen.

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Hindernisse am Straßenrand: Während der Sanierung der Ortsdurchfahrt sind die gepflanzten Bäume mit Schutzgittern ausgestattet worden. Das sorgt nun für Probleme. Foto: Speckmann

Hindernisse am Straßenrand: Während der Sanierung der Ortsdurchfahrt sind die gepflanzten Bäume mit Schutzgittern ausgestattet worden. Das sorgt nun für Probleme. Foto: Speckmann

Die neuen Baumschutzgitter entlang der Ortsdurchfahrt in Langförden bereiten Probleme. Viele Autofahrer beschweren sich, beim Ein- und Ausparken die Gitter nicht erkennen zu können. Die Folge sind Kollisionen und Blechschäden. Der Ortsrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema beschäftigt. Eine abschließende Lösung haben die Vertreter von Politik und Verwaltung aber noch nicht gefunden.

Während der Sanierung der Ortsdurchfahrt hat die Stadt Vechta insgesamt 19 Bäume gepflanzt und mit Gittern versehen. So soll der Wurzel- und Stammbereich geschützt werden. Nach Angaben der Verwaltung sind in den Parkbuchten mittlerweile mehrere Gitter angefahren worden. Ein häufiger Grund sei wohl, dass sich viele Fahrzeugführer auf die Einparkhilfe verlassen, die die Hindernisse vermutlich nicht erkenne.

Nun werden Forderungen laut, die Baumschutzgitter auszutauschen. Die Verwaltung wirbt aber dafür, die Gitter nicht umzurüsten: „Alles Neue ist gewöhnungsbedürftig und bedeutet auch eine gewisse Eingewöhnungsphase“, betont Fachbereichsleiterin Christel Scharf. In der Beschlussvorlage für den Ortsrat weist die Verwaltung zudem darauf hin, dass eine andere Variante, wie sie in Vechta bereits verbaut ist, schwer zu pflegen sei: „Aufgrund der Vielzahl der Stäbe und deren enge Maschenweite ist es sehr aufwendig und fast kaum möglich, diese zu reinigen“, heißt es.

Bei den Mitgliedern des Ortsrates stößt die Argumentation der Verwaltung aber auf wenig Gegenliebe. „Wir als CDU-Fraktion lehnen die Beschlussempfehlung ab, dass die Baumschutzgitter nicht ausgetauscht werden sollen“, sagt Günter Nyhuis. Er moniert zudem, dass dem betreffenden Arbeitskreis nie das verbaute Baumschutzgitter vorgestellt worden sei. Sein Vorschlag sieht vor, die vorhandenen Baumschutzgitter auszutauschen und durch das Modell „Kastell“ zu ersetzen.

Austausch der Gitter würde hohe Kosten verursachen

Ludger Frye (FDP) blickt vor allem auf die Kosten einer Umrüstung: „Das ist schon viel Geld, da würde ich nicht mitgehen“, so der Ratsherr. Laut Verwaltung würde ein Austausch durch die Variante, die auch in Vechta installiert ist, etwa 18.000 Euro kosten. Volker Lampe ("WfV) hält dem jedoch entgegen, dass die jetzigen Baumschutzgitter langfristig viel mehr Kosten verursachen würden. Sein Fazit: „Die jetzigen Gitter müssen weg!“

Während der Beratungen hat Fachbereichsleiterin Scharf schließlich den Vorschlag unterbreitet, die bestehenden Baumschutzgitter so nachzurüsten, dass sie von den Einparkhilfen der Autos erkannt würden. Auf einstimmigen Beschluss des Ortsrates soll die Verwaltung nun ein Konzept entwickeln, in welcher Form die Situation kostengünstig verbessert werden könne, um die Unfallgefahr zu reduzieren.

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