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Neue Ausbildung an der BBS Marienhain bietet Chance für Quereinsteiger

Zum kommenden Schuljahr wird in Vechta erstmals die berufsbegleitende Erzieherausbildung in Teilzeit angeboten. Bei Trägern stößt dieser Ausbildungsweg auf großes Interesse.

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Freuen sich über das neue Angebot: (von links) Andrea Lorentz, Tanja Bruns und Christoph Warnking stellten den neuen Ausbildungsgang vor. Foto: Ludger Heuer

Freuen sich über das neue Angebot: (von links) Andrea Lorentz, Tanja Bruns und Christoph Warnking stellten den neuen Ausbildungsgang vor. Foto: Ludger Heuer

Endlich ein Ausbildungsgang, für dessen Name nicht eine ganze Minute nötig sei, lachte Andrea Lorentz, Fachbereichsleiterin Sozialpädagogik, bei der Vorstellung in der BBS Marienhain. Zum kommenden Schuljahr bietet die BBS Marienhain erstmals die berufsbegleitende Erzieher/innen Ausbildung in Teilzeit – kurz: „BERIT“ an, heißt es in einer Mitteilung. Viele Interessenten – unter ihnen auch Trägervertreter von Kitas und Jugendhilfeeinrichtungen aus den Kreisen Vechta und Diepholz – verfolgten die Präsentation. Schließlich gebe es laut Mitteilung in der Region kein vergleichbares Angebot.

Die Ausbildung sei eine große Herausforderung für alle, sagte Lorentz. Es müssten die meisten Teilnehmer und Teilnehmerinnen dafür Beruf, Schule und Familie kombinieren. Als reguläre Zugangsvoraussetzung gelte der Abschluss zum sozialpädagogischen Assistenten/Assistentin. Doch auch Quereinsteigern aus der Kranken- oder Heilerziehungspflege, der Logopädie und Ergotheraphie, Hebammen, Sporttherapeuten oder Absolventen von Berufsbildenden Gymnasien mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik stehe dieser Weg offen, wenn sie vorher im Rahmen eines FSJ oder Bundesfreiwilligendienstes 600 Praxisstunden in einer Fach-Einrichtung absolviert haben.

Inhalte sind die gleichen wie bei einer Vollzeitausbildung

Die von Mentoren begleitete Ausbildung erstreckt sich auf 3 Jahre. „In dieser Zeit gehören Sie als Zweitkraft bereits voll zum Team Ihrer Einrichtung und werden auch entsprechend bezahlt“, erklärte Lorentz. An 3 Wochentagen wird in der Einrichtung gearbeitet, donnerstags und freitags ist Schule. „Die Inhalte sind die gleichen wie bei einer Vollzeitausbildung. Nur gestreckt“, erklärte Tanja Bruns, die in der Schule unterrichten wird. Die Ausbildung sei ein „Königsweg für viele weitere Möglichkeiten“, erklärte Lorentz. „Mit diesem Abschluss können sie als Erstkraft in Einrichtungen arbeiten oder später an einer Fachhochschule oder vielen Hochschulen studieren.“ Ein Schulgeld wird nicht erhoben. Berechnet werden nur kleine Pauschalen für Arbeitsmaterialien, Lehr- und Lernmittel.

Das Andreaswerk, das Kinderdorf Johannesstift, das Caritas-Sozialwerk  und mehrere Kirchengemeinden haben bereits Bedarf angemeldet, heißt es in der Bilanz des Marienhains. Denn anders als bei jungen Leuten, die diese Ausbildung oft als Sprungbrett für weitere Qualifikationen sehen, ist die berufsbegleitende Form vor allem für Quereinsteiger mit Lebenserfahrung interessant. Und die blieben nach einer Weiterqualifikation ihrer Einrichtung vielfach treu, berichtete Lorentz.

Elf Anmeldungen liegen bereits vor, freute sich Lorentz. Beim ersten Durchlauf möchte sie eine Klasse mit 20 bis 25 Personen bilden.

  • Info: Anmeldungen sind ab sofort möglich auf der Website der BBS Marienhain unter www.bbs-marienhain.de.

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