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Neubaupläne immer noch unklar: Volksbank Cappeln will in 7 Wochen Fakten sehen

Ende des kommenden Monats läuft der Vorvertrag zwischen Bank und der Gemeinde aus. Gibt es bis dahin keine Grundlage für die weitere Gestaltung im Zentrum, werden eigene Pläne verfolgt.

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Handlungsbedarf: Die Volksbank möchte in Cappeln dringend sanieren und sich dabei grundsätzlich in den städtebaulichen Siegerentwurf einbringen. Foto: Thomas Vorwerk

Handlungsbedarf: Die Volksbank möchte in Cappeln dringend sanieren und sich dabei grundsätzlich in den städtebaulichen Siegerentwurf einbringen. Foto: Thomas Vorwerk

Die Zeit läuft. Noch rund 7 Wochen ist es bis zum Ablauf der einjährigen Frist, die der Vorvertrag zwischen der Volksbank Essen-Cappeln und der Gemeinde Cappeln Gültigkeit hat. Darin ist geregelt, dass sich die Bank mit einem Neubau in den Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs einbringt und darüber hinaus eine Gewerbeeinheit plant, die auch als Gastronomie und/oder Hotelerie ausgestaltet werden könnte. Liegt bis Ende des kommenden Monats keine planbare Grundlage seitens der Kommune vor, dann wird das Geldinstitut einen eigenen Weg einschlagen. Dies erklärten die Bankvorstände Florian Averbeck und Ludger Klövekorn am Freitag auf Nachfrage gegenüber OM-Medien.

"Wir haben schon 4 Jahre gewartet", meinte Klövekorn mit Verweis auf den Ratsbeschluss aus dem Jahr 2018, ein städtebauliches Konzept in Auftrag zu geben. "Wir wollen nicht noch weitere 2 Jahre warten." Einfluss auf die Entscheidung hat die Entwicklung rund um das Thema "Neubau Rat- und Dorfgemeinschaftshaus". Ein Arbeitskreis hat gegenwärtig den Auftrag, die Ausschreibungsmodalitäten für potenzielle Investoren unter Zuziehung eines Fachbüros zu entwickeln. Beide Bankvorstände vermuten, dass die verbleibende Zeit nicht ausreichen wird, um am Ende den nötigen Ratsbeschluss herbeizuführen. Als "sportlich" bezeichnete Cappelns Bürgermeister Marcus Brinkmann am Freitag den Zeitrahmen, den er aber dennoch für möglich hält. "Die Ausschreibungs- beziehungsweise Rahmenbedingungen können bis zum 21. Juli stehen."

Ergebnis muss klar definiert sein

Das Ergebnis müsste für die Volksbank aber architektonisch so klar definiert sein, dass eine auf dessen Grundlage abgestimmte Planung für die Bank möglich ist. Anderenfalls würde man sich unmittelbar den eigenen Bauplänen widmen, denn was die steigenden Baukosten betrifft, möchte auch die Volksbank nicht unnötig Zeit verstreichen lassen. Außerdem gibt es aktuell noch Möglichkeiten, eine Sanierung eines Teilbestands mit kfw-Mitteln fördern zu lassen. Ein eventuelles Auslaufen eines solchen Programms wollen die Bankvorstände ebenfalls nicht riskieren.

Am nötigen Platz mangelt es nicht. "Uns stehen 4200 Quadratmeter zur Verfügung", so Averbeck. Wenn allerdings die Volksbank auf ihrer Fläche bleibt, berührt dies auch die Umsetzung des städtebaulichen Entwurfs. Dort ist unter anderem die Verlegung der Straße, die gegenwärtig vor der Bank und dem Rathaus entlang läuft, in südliche Richtung vorgesehen. Grundsätzlich sei man aber gewillt, sich an den Ideen aus dem Siegerentwurf des Büros 9° Architektur zu orientieren, meinte Klövekorn.

Die angestrebte Fusion mit der Volksbank Emstek berührt das Bau- oder Umbauvorhaben in keiner Weise. "Wir werden auch nach einer beschlossenen Fusion an allen Standorten vollumfänglich vertreten sein", versicherte Ludger Klövekorn. Dazu zählt auch der Neubau in Cappeln.

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