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Neubau-Projekt am Bussardweg soll im Herbst fertig sein

Die Gewobau errichtet in Goldenstedt aktuell zwei Mehrparteienhäuser. Die Probleme der Baubranche machen sich auch dort bemerkbar.

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Baustelle: Am Bussardweg in Goldenstedt lässt die Gewobau zwei Mehrparteiengebäude entstehen. Insgesamt zehn Wohnungen entstehen dort. Foto: C. Meyer

Baustelle: Am Bussardweg in Goldenstedt lässt die Gewobau zwei Mehrparteiengebäude entstehen. Insgesamt zehn Wohnungen entstehen dort. Foto: C. Meyer

Eine „Handvoll Voranfragen“ gebe es schon, sagt Tony Engelmann, Geschäftsführer der Vechtaer Gesellschaft für Wohnungsbau (Gewobau). Das Neubau-Projekt am Bussardweg in Goldenstedt wird somit durchaus mit Interesse verfolgt. Dort entstehen derzeit zwei Gebäude mit jeweils fünf Wohneinheiten. Seit dem vergangenen Frühjahr wird gearbeitet. Die voraussichtliche Fertigstellung der beiden Mehrparteienhäuser kalkuliert Engelmann „vorsichtig“ für Oktober.

Das habe unter anderem mit dem aktuellen Corona-Infektionsgeschehen zu tun, wie Engelmann wissen lässt. Vor allem aber gebe es Lieferengpässe für Materialien. Ein Problem, das die Gewobau mit sehr vielen Bauwilligen teilt. „Im operativen Bereich bemerken wir derzeit diverse Engpässe“, sagt der Gewobau-Geschäftsführer. Heizungsanlagen und diverse Baustoffe lassen momentan auf sich warten und können mitunter für Verzögerungen im Zeitplan sorgen.

Baukosten liegen bei rund 1,8 Millionen Euro

In den kommenden Wochen werden die Gebäude aber erst einmal „dicht gemacht", sagt Engelmann. Heißt: Die Fenster werden vollständig eingebaut und das Dach eingedeckt. Dieser Fortschritt lässt sich die Tage durchaus beobachten. Die Handwerker sind fleißig zugange. Sobald dies abgeschlossen ist, folgt der Innenausbau.

Die Baukosten werden aktuell auf rund 1,8 Millionen Euro geschätzt, verrät Tony Engelmann. Durch „gute interne Planung“ und „frühzeitige Ausschreibung“ habe man bei den „großen Gewerken“, wie dem Rohbau und bei den Dachdecker- wie Zimmererarbeiten „annehmbare Preise“ erzielen können, sodass die Kostensteigerungen in diesem Bereich im zuvor kalkulierten Rahmen bleiben. Nichtsdestoweniger seien die generellen Baukostensteigerungen „deutlich spürbar“, sagt Engelmann. „Derzeit werden die Materialien meist zum Tagespreis angeboten, hier sind Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent im Vergleich zu 2020 anzunehmen.“ Außerdem gebe es in einigen Bereichen deutliche Lohnanpassungen.

Drei Wohnungen werden mit öffentlichen Mitteln gefördert

Das wird natürlich auch Einfluss auf die spätere Miethöhe der jeweiligen Wohnungen haben. Sieben der zehn werden freifinanziert sein. Wie hoch der letztliche Quadratmeterpreis sein wird, kann Tony Engelmann aufgrund der Kostenentwicklungen in der Baubranche noch nicht sagen. Aber: „Ich gehe davon aus, dass wir unter sieben Euro bleiben können.“ Drei der zehn Wohnungen werden mit öffentlichen Mitteln gefördert und bedürfen deshalb eines Wohnungsberechtigungsscheins. Die Höchstkaltmiete ist hier auf 5,60 Euro pro Quadratmeter festgelegt, erklärt Engelmann. Generell werde aber das gleiche Mietkonzept wie schon am Tangen Weg angeboten, so der Gewobau-Geschäftsführer. Dort gibt es eine sogenannte Inklusivmiete, die alle (Neben-)Kosten – außer der GEZ – bereits beinhaltet.

In beiden Gebäuden am Bussardweg befinden sich im Erdgeschoss jeweils drei Wohnungen, lässt Engelmann wissen. Es gibt jeweils zwei Zwei-Zimmer-Wohnungen auf je rund 57 Quadratmetern sowie jeweils ein Appartement mit 49,5 Quadratmetern Wohnfläche. Auf die Frage nach Barrierefreiheit heißt es, dass alle Wohnungen im Erdgeschoss ebenerdig errichtet sind. Im Obergeschoss finden sich jeweils zwei Drei-Zimmer-Wohnungen mit je rund 83 Quadratmetern Wohnfläche. Eine konkrete Zielgruppe für die Wohneinheiten gibt es nicht, die Häuser seien für „jegliche Personenkonstellation geeignet“, sagt Tony Engelmann, „Singles, Paare, Familien, Alt, Jung und alles dazwischen“.

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