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Naturpark Dümmer feiert sein 50-jähriges Bestehen mit reichlich Programm

Mit einem Markt der Möglichkeiten wurden einige Besucher an den See in Dümmerlohausen gelockt. Aber auch abseits des Markts war einiges los.

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Selbst anpacken: Am Stand eines Schmiedes konnten Kinder selbst Hufeisen schmieden. Foto: E. Wenzel

Selbst anpacken: Am Stand eines Schmiedes konnten Kinder selbst Hufeisen schmieden. Foto: E. Wenzel

„Staunen, danken, schützen – darum geht es heute“: So leitete  Pastor Rainer Schmidt den Gottesdienst und damit auch die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Naturparks Dümmer ein. Dieser wurde 1972 gegründet und umfasst heute unter anderem die Dammer Berge, den Dümmer, den Stemweder Berg und 15 Hoch- und Niedermoorgebiete – insgesamt sind es 1152,14 Quadratkilometer. Bei einem Fest mit dem Markt der Möglichkeiten am Dümmerheim wurde das Jubiläum nun ausgiebig zelebriert.

Eröffnet wurde der Markt mit einer ökumenischen Andacht auf der Bühne am Dümmer. Geleitet wurde sie von dem ehemaligen Dammer Pfarrer Reinhard Trimpe und dem evangelischen Pastor Rainer Schmidt. Eine kleine Überraschung gab es dabei auch. Die Lieder – alle im Sinne des Dankes – begleitete der Geschäftsführer des Naturparks, Detlef Tänzer, mit der Gitarre.

Staunen, danken, schützen: Um diese Themen ging es auch bei der ökumenischen Andacht am Vormittag. Foto: E. WenzelStaunen, danken, schützen: Um diese Themen ging es auch bei der ökumenischen Andacht am Vormittag. Foto: E. Wenzel

Dann ging das Markttreiben los. Auf dem Gelände hinter dem Freizeit- und Jugendzentrum am Dümmer standen 32 Stände, die Infos zu den verschiedenen Angeboten im Gebiet des Naturparks, Essen, Trinken, Spiele und Kunsthandwerk anboten. Überall gab es etwas zu sehen: Auf der einen Seite des Platzes wurden Insektenhotels gebaut, auf der anderen schmiedeten Kinder Hufeisen. Für Begeisterung bei den großen und kleinen Besuchern zugleich sorgte das Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum. Dieses hatte ein Becken mit Molchen und einem typischen Ökosystem aus der Region mitgebracht – frisch in Barnsdorf gekeschert, versicherte Dr. Oliver Nixdorf vom BUEZ mit einem Schmunzeln.

Kinder und Jugendliche sind selbst Akteure

Aber auch das Bühnenprogramm zog Gäste an. Dreimal stand Pastor Rainer Schmidt auf der Bühne – zusätzlich zum Gottesdienst. Er ist nämlich nicht nur Pastor, sondern laut Selbsteinordnung eher „Theorist“ – Theologe und Kabarettist. Geboren ohne Unterarme und mit einem verkürzten Bein versucht er, die Besucher mit einer ordentlichen Prise Humor über Inklusion aufzuklären. Auch wenn die Witze bisweilen makaber werden – „Warum hast du keine Arme?“ „Abnutzung.“ – kommt die Botschaft bei dem Publikum an: Wer die Welt barrierefreier gestalten will, muss mit den Betroffenen ins Gespräch kommen.

Bei dem Programm wurde aber auch an die kleinen Besucher gedacht. In einem großen Zirkuszelt auf der Mitte des Platzes konnten die Kleinen spielen und sich eine Lesung aus dem Kinderbuch „Verflixt nochmal, halte durch Paul“ von Siggi Kannwischer anhören. Seine Frau, Waltraut Kannwischer, las die Geschichte des Pinguins Paul vor, der am Pol um sein Überleben kämpfen muss. Kinder und Jugendliche waren aber nicht nur als Besucher vertreten. Die Schüler der Naturschulen des Naturpark-Gebiets präsentierten im Dümmerheim ihre Projektfilme. 

Klein, aber oho: Am Stand des Barnstorfer-Umwelt-Erlebnis-Zentrums zog besonders der Molch viel Aufmerksamkeit auf sich. Foto: E. WenzelKlein, aber oho: Am Stand des Barnstorfer-Umwelt-Erlebnis-Zentrums zog besonders der Molch viel Aufmerksamkeit auf sich. Foto: E. Wenzel

Am Nachmittag wurde es dann noch einmal spannend. Die Sieger des Fotowettbewerbs „Erlebe den Naturpark Dümmer“ wurden gekürt. Gewonnen haben: Pascal Paul, Christian Zinnecker, Alexander Menge, Christopher Bopp, Huberta Westerhoff, Marco Köhler, Matthias Zurborg, Nora Bellscheidt, Siegfried Patzer, Rainer Hämmerling und Ursula Vocks. Ihre Fotos erscheinen jetzt in dem Kalender des Naturparks Dümmer. Dieser war am Sonntag auch schon am Stand des Naturparks erhältlich.

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