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Naturbad Vörden öffnet nicht vor 1. Juni

Hermann Schütte vom Trägerverein des Bades würde lieber heute als morgen loslegen. Aber die Folgen der Corona-Pandemie lassen in diesem Jahr den traditionellen Öffnungstermin 2. Mai nicht zu.

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Ehrenamtlich mit viel Engagement im Einsatz: Ralf Bürger kümmert sich mit großem Sachverstand um die Technik im Vördener Naturbad. Vor allem ist er auf die Mess- und Regeltechnik spezialisiert.  Foto: Lammert

Ehrenamtlich mit viel Engagement im Einsatz: Ralf Bürger kümmert sich mit großem Sachverstand um die Technik im Vördener Naturbad. Vor allem ist er auf die Mess- und Regeltechnik spezialisiert.  Foto: Lammert

Eine nicht so schöne Kunde für die Fans des Naturbades in Vörden: Das Bad wird wahrscheinlich frühestens am 1. Juni seine Pforten für die neue Badesaison öffnen. Eher jedenfalls nicht, sagte der Vorsitzende des Vereins Naturbad Vörden, Hermann Schütte. Würde es beim 1. Juni bleiben, "wäre ich sehr erfreut", erklärte er weiter.

Die Ursache für den verspäteten Öffnungstermin ist die Corona-Pandemie mit den steigenden Zahlen. Das Land gebe vor, ab wann der öffentliche Badebetrieb möglich sein soll, das Gesundheitsamt des Landkreises lege dann den Tag der Öffnung fest. Üblicherweise konnten die Vereinsmitglieder und Nicht-Vereinsmitglieder das Bad in jedem Jahr ab dem 2. Mai nutzen.

"Wir bauen auf die Treue der Mitglieder, dass sie zum Verein halten."Hermann Schütte, Naturbad-Vorsitzender

Dass die Verzögerung zum Ausscheiden von Mitgliedern aus dem Verein Naturbad Vörden führt, die mit ihrem Jahresbeitrag die Berechtigung zum freien Zugang erwerben, befürchtet der Vorsitzende nicht: "Wir bauen auf die Treue der Mitglieder, dass sie zum Verein halten und die Badesaison in vollen Zügen genießen, wenn das wieder möglich ist."

Etwas Gutes hat die nach hinten verschobene Bad-Öffnung dann aber doch. Zumindest für die ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter, die die Anlage fit machen für die kommende Saison. "Wir gehen entspannter an die Sache ran", sagt Hermann Schütte und lässt den Blick über das große Becken schweifen, in dem sich derzeit kaum Wasser befindet.

Das Befüllen soll demnächst beginnen. Es wird einige Tage dauern, bis der gewünschte Wasserstand erreicht ist.

Andere wichtige Arbeiten sind dagegen abgeschlossen. So ist ein Teil der Kunststoffleitungen im Pumpenhaus ausgebaut und gegen Leitungen aus Edelstahl ausgetauscht worden. Federführend tätig war dabei Ralf Bürger, ein Spezialist in der Mess- und Regeltechnik. "Er ist derzeit sehr engagiert", lobt Hermann den Ruheständler, der früher f+r die Firma Siemens gearbeitet hat.

Arbeiten im Pumpenhaus kosten 15.000 Euro

Gekostet hat dieser erste Schritt der Arbeiten im Pumpenhaus 15 .000 Euro. Das Geld hatte die Gemeinde zur Verfügung gestellt. Wann die restlichen Leitungen in dem unterirdischen Raum an der Reihe sind, ist derzeit offen.

Das sei der schwierigere Teil, weil davon auch die Hauptpumpen betroffen seien, teilt der Vorsitzende mit, der bei der Eröffnung der Anlage vor 19 Jahren im Beisein des damaligen Bürgermeisters Alfons Wieschmann zu den ersten Springern vom 3-Meter-Brett gehörte.

Etwas überraschend musste der Verein auch an die Enteisungsanlage ran. Das Wasser konnte die Filtermasse, ein Granulat, nicht mehr durchströmen, weil es sich versteinert hatte.

Neben den jetzt noch anstehenden Vorbereitungen für die Saison haben Hermann Schütte und der Vereinsvorstand keine größeren Projekte mehr in absehbarer Zeit geplant.

Nach der Saison könnte Kneipp-Anlage entstehen

Möglicherweise werde der Verein aber nach der Saison die schon seit längerem geplante Kneipp-Anlage in Angriff nehmen. In welcher Form sie gebaut wird, ist aber noch offen.

Sichergestellt hat Hermann Schütte auch die Bade-Aufsicht in der kommenden Saison. Sie wird zu einem wesentlich Teil durch Mitglieder der Ortsgruppe Neuenkirchen-Vörden der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) gewährleistet sein.

Während der Hauptbadezeiten wird der DLRG-Vorsitzende Ludger Wüllner die Aufsicht führen. Vorgesehen ist, dass die DLRG im Naturbad wieder Schwimmkurse anbieten wird. Parallel dazu sollen solche Kurse auch in Hallenbädern in der Gemeinde stattfinden.

Jede Menge Arbeit: Die Vorbereitungen für die neue Badesaison laufen derzeit noch auf Hochtouren. Foto: LammertJede Menge Arbeit: Die Vorbereitungen für die neue Badesaison laufen derzeit noch auf Hochtouren. Foto: Lammert

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