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Nahezu identische 7-Tage-Inzidenzen in beiden Landkreisen

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Kreisen Cloppenburg und Vechta sind am Donnerstag abermals gesunken - und stehen jetzt bei 147. Im Landesvergleich ist das der dritthöchste Wert.

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Symbolfoto:: Center for Disease Control / Planet Pix via ZUMA Wire / dpa 

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Das Landesgesundheitsamt meldet am Donnerstag nahezu identische 7-Tage-Inzidenzen für die Landkreise Cloppenburg (147,1) und Vechta (147,0). In beiden Landkreisen ist der Inzidenzwert ein weiteres Mal gesunken - das Landesgesundheitsamt erinnert bei der Veröffentlichung aber erneut daran, dass sich noch die Osterfeiertage auf die gemeldeten Infektionszahlen auswirken. Wie bereits berichtet rechnet man in Hannover damit, dass die Zahlen ab Freitag wieder relativ belastbar sein sollen.

Auch wenn die Inzidenzwerte landesweit durch die relativ wenigen Testungen und eingeschränkten Laborkapazitäten während der Feiertage beeinträchtigt sind, so zeigt sich doch auch im niedersächsischen Vergleich, dass das Infektionsgeschehen im Oldenburger Münsterland weiterhin angespannt ist. Denn lediglich für die Städte Salzgitter (191,8) und Wolfsburg (150,4) werden am Donnerstag höhere Inzidenzwerte gemeldet.

Ein Blick auf die vom Landesgesundheitsamt veröffentlichte Statistik zeigt, wie stark die beiden Landkreise vom Coronavirus während der Pandemie bislang getroffen wurden. Das belegt die Gesamt-Inzidenz (also alle bislang nachgewiesenen Infektionen auf 100.000 Einwohner umgerechnet): Hier steht der Landkreis Cloppenburg mit dem Wert 5317,5 mit deutlichem Abstand an der Spitze. Dahinter folgt der Landkreis Vechta mit dem Wert 4730,6. Die dritthöchste Gesamt-Inzidenz in Niedersachsen kommt aus dem Landkreis Osnabrück mit 3646,1.  Die landesweite Gesamt-Inzidenz liegt aktuell bei 2575,5.

Die Zahlen für den Landkreis Cloppenburg im Detail: Die 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag (164,6) ein weiteres Mal relativ deutlich auf 147,1 gesunken. Das bedeutet gleichzeitig: Der Landkreis liegt jetzt erstmals seit dem 13. März unterhalb des 150er-Grenzwertes. Wie bereits berichtet spielte diese Marke ein wichtige Rolle bei den Ausgangssperren. Formell könnte der Landkreis die Maßnahme beenden beziehungsweise von einer Verlängerung absehen, wenn er 3 Tage in Folge den Wert unterschritten hat. Das ist so zumindest in der aktuellen Corona-Verordnung geregelt. Die weitere Entwicklung muss sich nun in den kommenden Tagen zeigen - denn wie eingangs geschrieben, lässt der Feiertags-Effekt bei den Infektionszahlen allmählich nach.

Die aktuelle Berechnung für den Landkreis Cloppenburg basiert auf 251 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen. In der Statistik des Landesgesundheitsamtes werden am Donnerstag 9076 Gesamtfälle aufgeführt - das sind 62 mehr als am Vortag. Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat in seinem letzten Corona-Bericht am Mittwoch 57 Neuinfektionen und 9064 Gesamtfälle gemeldet. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass dem Landesgesundheitsamt bereits Neuinfektionen gemeldet wurden, die von der Cloppenburger Kreisverwaltung am Donnerstagnachmittag veröffentlicht werden. Laut Statistik hat sich außerdem die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit einer Infektion mit dem Coronavirus stehen, auf nunmehr 140 erhöht. 

Für die Einstufung als Hochinzidenzkommune werden diese jeweils tagesaktuell gemeldeten 7-Tage-Inzidenzen veröffentlicht (nachträgliche Korrekturen werden nicht berücksichtigt):

  • Freitag (2. April): 220,3
  • Samstag (3. April): 214,4
  • Sonntag (4. April): 242,0
  • Montag (5. April): 204,5
  • Dienstag (6. April): 182,8
  • Mittwoch (7. April): 164,6
  • Donnerstag (8. April): 147,1

Die Zahlen für den Landkreis Vechta im Detail: Die 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag (158,9) ebenfalls gesunken - auf 147,0. Auch hier ist damit erstmals wieder der 150er-Grenzwert unterschritten worden. Unabhängig von der formellen Verpflichtung in der Corona-Verordnung, hat die Vechtaer Kreisverwaltung die eigentlich geplante Ausgangssperre am Mittwoch wieder gekippt. Der Landkreis Vechta hatte den 150er-Grenzwert erstmals am 2. April überschritten.

Die aktuelle Berechnung für den Landkreis Vechta basiert auf 210 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen. In der Statistik des Landesgesundheitsamtes werden am Donnerstag 6756 Gesamtfälle aufgeführt - das sind 35 mehr als am Vortag. Das Vechtaer Gesundheitsamt hat in seinem letzten Corona-Update am Mittwoch  37 Neuinfektionen und 6765 Gesamtfälle gemeldet.

Für die Einstufung als Hochinzidenzkommune werden diese jeweils tagesaktuell gemeldeten 7-Tage-Inzidenzen veröffentlicht (nachträgliche Korrekturen werden nicht berücksichtigt):

  • Freitag (2. April): 174,4
  • Samstag (3. April): 183,5
  • Sonntag (4. April): 163,8
  • Montag (5. April): 172,3
  • Dienstag (6. April): 162,4
  • Mittwoch (7. April): 158,9
  • Donnerstag (8. April): 147,0

Die landesweite 7-Tagesinzidenz ist im Vergleich zum Vortag (88,9) abermals gesunken - auf jetzt 84,9. Demnach haben die niedersächsischen Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 1721 Neuinfektionen nach Hannover gemeldet. Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Infektion stehen, ist um 30 auf 4980 gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenzen in den Nachbarlandkreisen:

  • Landkreis Osnabrück: 89,9 (3. Tag unter 100)
  • Landkreis Oldenburg: 105,4 (Hochinzidenzkommune)
  • Landkreis Diepholz: 65,4
  • Landkreis Emsland: 119,3 (Hochinzidenzkommune)
  • Landkreis Ammerland: 56,9
  • Landkreis Leer: 115,4 (Hochinzidenzkommune)

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