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Nachzählung in Vechta sorgt am Montag für Rekordwert im Corona-Bericht

Mit 1903 gemeldeten Coronafällen wird aus dem Vechtaer Gesundheitsamt am Montag eine Rekordzahl gemeldet. Aber: Viele dieser Fälle liegen schon Tage zurück. Grund sind technische Probleme gewesen.

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Symbolfoto: dpa

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Eine so hohe Zahl von registrierten Coronafällen ist noch nie aus dem Vechtaer Gesundheitsamt gemeldet worden. 1903 nachgewiesene Infektionen sind demnach gezählt worden. Allerdings betont die Kreisverwaltung: Die Meldung spiegelt nicht das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Denn viele der Fälle liegen mehr als eine Woche zurück und haben deshalb auch keinen Einfluss auf die 7-Tage-Inzidenz.

Was ist passiert? Wie bereits berichtet, hat die Vechtaer Kreisverwaltung auf Anfrage von OM-Online Mitte letzter Woche eine Störung in der Meldekette bestätigt. Grund für die Anfrage war der rapide Rückgang bei der vom Robert-Koch-Institut (RKI) berechneten 7-Tage-Inzidenz. Zwischenzeitlich lag der Wert unter 300, stand im bundesweiten Vergleich sogar ganz unten im Keller. Nach einem Abgleich der vom Gesundheitsamt veröffentlichten Zahlen mit den Daten des RKI ist eine deutliche Abweichung festgestellt worden.

Am Mittwoch ist schließlich die Ursache für die Störung gefunden worden. Ein Fehler in der Software des Gesundheitsamtes hatte unbemerkt für einen tagelangen Datenstau gesorgt. Die Folge: Die Fälle mussten "händisch nachgearbeitet" werden. Dieser Vorgang sorgt nun am Montag für "eine außergewöhnlich hohe Fallzahl", wie Kreissprecher Jochen Steinkamp erklärt und ergänzt: "Viele Fallmeldungen liegen schon über 7 Tage zurück und fließen nicht mehr in den Inzidenzwert ein." Wie Steinkamp am Montag berichtet, habe „das Softwareprogramm inzwischen ein erfolgreiches Update durchlaufen“.

Die am Montag registrierten 1903 Fälle verteilen sich wie folgt:

  • Bakum: 68
  • Damme: 279
  • Dinklage: 149
  • Goldenstedt: 136
  • Holdorf: 95
  • Lohne: 406
  • Neuenkirchen-Vörden: 84
  • Steinfeld: 192
  • Vechta: 298
  • Visbek: 196

Aktuell werden 25 infizierte Patienten stationär in einem der Krankenhäuser im Kreisgebiet behandelt (Freitag: 26). Davon liegen 3 Patienten auf der Intensivstation (Freitag: 3).

Gesundheitsamt muss keine Genesenen-Nachweise mehr ausstellen

Steinkamp verweist am Montag außerdem auf das seit dem 20. März geltende Infektionsschutzgesetz. Das regele auch das Prozedere für die Genesenen-Nachweise neu. Die müssten nunmehr nicht durch die Gesundheitsämter ausgestellt werden. "Als Beleg für eine durchlaufene Infektion gilt ab sofort das laborbestätigte positive PCR-Testergebnis", erklärt Steinkamp.  Ein elektronischer Nachweis zum Einscannen in eine App könne in allen Apotheken gegen Vorlage des PCR-Befundes erstellt werden.


Wie bereits auf OM-Online berichtet, hat das Cloppenburger Gesundheitsamt 392 Neuinfektionen am Montag gemeldet.

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