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Nächtliche Randale in Löningen: Nachbarn finden zerstörte Bank

An der Sitzgruppe hängen viele gute Erinnerungen. Dass einige Menschen Gemeingut mutwillig kaputt machen, finden Udo und Renilde Zinke einfach nur traurig.

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Frustriert: Udo Zinke begutachtet die zerstörte Sitzgruppe. Foto: G. Meyer

Frustriert: Udo Zinke begutachtet die zerstörte Sitzgruppe. Foto: G. Meyer

"Schauen Sie sich das an!" Renilde Zinke ist sichtlich empört. Gemeinsam mit zwei Nachbarinnen steht sie vor den Trümmern einer Sitzgruppe, die 27 Jahre lang treue Dienste geleistet hatte. In der Nacht zum Sonntag ist das gute Stück mutwillig zerstört worden. Und die Nachbarschaft im "Eck Lodberger Straße" hat erst einmal keinen Treffpunkt mehr.

Er sei gegen halb drei aufgewacht, weil auf der Straße gelärmt wurde, berichtet Renildes Ehemann Udo. "Das war ein richtiges Spektakel." Raus traute sich der Senior nicht. Durchs Fenster sah er aber im Halbdunkeln, dass sich 2 junge Männer bei der Bank aufhielten. Ob sie die Übeltäter waren, ist zwar nicht bewiesen. Am nächsten Morgen aber stellte Zinke den Schaden fest. Die Randalierer leisteten ganze Arbeit. Die durch Scharniere befestigten Hölzer waren auseinandergerissen, die Bänke ineinander verkeilt. Zinke hat  Anzeige bei der Polizei erstattet. Allerdings macht er sich keine großen Hoffnungen, dass jemand den Schaden erstatten wird. "Dafür werden wir wohl selbst aufkommen müssen." 

Gefährliche Stelle: Abbieger auf dem Oldenburger Ring sind oft nicht aufmerksam genug, sagt Udo Zinke. Foto: MeyerGefährliche Stelle: Abbieger auf dem Oldenburger Ring sind oft nicht aufmerksam genug, sagt Udo Zinke. Foto: Meyer

"Wir", das sind neben den Zinkes die übrigen Anwohner im Dreieck Lodberger Straße/Oldenburger Ring/Duderstädter Weg. "Als wir die Sitzgruppe damals aufstellten, waren wir alle um die 40, heute sind wir alt", sagt der Besitzer einer Ferienwohnung. Auch seine Gäste nutzen die Ruhemöglichkeit ebenso wie Spaziergänger und Radwanderer. Bedeutung hat das Gemeinschaftsprojekt aber vor allem für die Nachbarn selbst.  Sie treffen sich dort, wenn es etwas zu feiern gibt – etwa die Geburt eines Kindes – oder einfach nur zum Schnacken. Geburten gab es zuletzt zwar seltener. Trotzdem soll das Ensemble wieder hergerichtet werden.

Grund zum Ärgern hatten die Zinkes in der letzten Zeit nicht nur wegen der kaputten Bank. Das Ehepaar stört auch das Fahrverhalten vieler Autofahrer auf der Lodberger Straße. "Sie ist eine richtige Rennstrecke geworden", findet Udo. Und das, obwohl Tempo 50 vorgeschrieben ist. Zu tief aufs Gaspedal drücken seiner Meinung nach auch die Rechtsabbieger beim Auffahren in den Oldenburger Ring. Ein Stoppschild könnte helfen, glaubt er. Ansonsten sei der nächste Unfall bereits vorprogrammiert.

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