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Nächster Schritt auf dem Weg zur Dorfentwicklung

In der Hoffnung auf Fördermittel möchten die Bürger in "HoKeBü" – Hoheging/Kellerhöhe/Bürgermoor – viele Projekte anschieben. Eines davon gilt als schwierig in der Realisierung.

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Mögliches Projekt: Der Bereich zwischen Kirche und neuem Kindergarten (rechts) soll aufgewertet werden.    Foto: Schrimper

Mögliches Projekt: Der Bereich zwischen Kirche und neuem Kindergarten (rechts) soll aufgewertet werden.    Foto: Schrimper

Das war eine klare Sache: Die Planungsausschüsse der Stadt Cloppenburg sowie der Gemeinden Garrel und Emstek haben am Montagabend in einer gemeinsamen Sitzung auf dem Dorfplatz in Hoheging/Kellerhöhe/Bürgermoor ("HoKeBü") jeweils einstimmig dem Dorfentwicklungsplan für das sogenannte Dreiländereck ihre Zustimmung erteilt. Nach diesem Schritt kann das zusammen mit einem Planungsbüro und den Bürgern erarbeitete Konzept  nun zunächst Trägern öffentlicher Belange zur Stellungnahme vorgelegt werden. Zudem wird der Plan öffentlich ausgelegt, sodass auch Bürger sich noch einmal mit Anregungen oder Bedenken zu Wort melden können.

Nach Prüfung und Abwägung aller eingegangenen Stellungnahmen ist es dann an den neuen Räten, den Dorfentwicklungsplan "HoKeBü" zu beschließen. Unter dem Motto "3 Ortschaften – ein Dorf!" sollen voraussichtlich ab 2023 private und öffentliche Maßnahmen realisiert werden können, die das Dorfleben voranbringen.

Als Handlungsfelder haben sich die Dorfgemeinschaft, Jung und Alt, die Infrastruktur, die Verkehrsinfrastruktur sowie Ortsbild, Natur und Naherholung herauskristallisiert. Als konkrete öffentliche Projekte schweben den Akteuren der Dorfentwicklung die Erweiterung und Sanierung des Pater-Titus-Hauses, die Nutzung des alten Kindergartens, die Aufwertung und Belebung des Ortskernes rund um die Kirche, die Anlage eines Rundwanderweges/Trimm-Dich-Pfades um HoKeBü, die Aufwertung des Dorfplatzes, ein Fahrradweg am Mittelweg und die Gestaltung von Freizeitmöglichkeiten und sozialen Treffpunkten vor. 

Rundwanderweg als "schwierigste Maßnahme"

Der Bau des Rundwanderwegs/Trimm-Dich-Pfads, der die 3 Ortschaften verbinden soll, sei "von der Realisierung die schwierigste Maßnahme", gelte aber auch als Leitprojekt der Dorfentwicklung, sagte Richard Gertken vom Werlter Büro für Landschaftsplanung den Mitgliedern der 3 Ausschüsse. Für dieses Projekt seien Grundstücke von Anwohnern teilweise überplant worden, die zur Realisierung Flächen abgeben müssten.

Wie Gertken sagte, können Privatleute Maßnahmen im Rahmen der Dorfentwicklung beantragen, wenn ihr betreffendes Gebäude aus der Zeit bis 1970 stammt. Die Förderung aus EU-Mitteln liege in diesem Fall bei 30 Prozent. Die Kommunen können für ihre Maßnahmen – abhängig von ihrer Steuereinnahmekraft – mit einer Förderung von bis zu 63 Prozent rechnen. 

Damit Maßnahmen – öffentlich wie privat – in den Genuss einer Förderung kommen, müssen sie sich in einem Ranking gegen andere Dorfentwicklungsanträge aus dem Weser-Ems-Gebiet durchsetzen. 

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