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Nach Schließung der Geburtshilfe: Cloppenburg übernimmt viel Personal, Vechta das Inventar

Seit Ende Oktober kommen im Friesoyther Hospital keine Babys mehr zur Welt. Die 15 frei gewordenen Planbetten bleiben hingegen erhalten. Das Land gab grünes Licht.

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Die Geburtshilfe im Friesoyther Krankenhaus wurde geschlossen. Mehr Kapazitäten hat jetzt aber die gynäkologische Fachpraxis. Foto: Klinik

Die Geburtshilfe im Friesoyther Krankenhaus wurde geschlossen. Mehr Kapazitäten hat jetzt aber die gynäkologische Fachpraxis. Foto: Klinik

Vor zweieinhalb Monaten wurde die Geburtshilfestation am St.-Marien-Hospital in Friesoythe geschlossen. Seitdem werden dort zwar keine Babys mehr geboren, getan hat sich aber trotzdem jede Menge – etwa in Sachen Personal.

Drei der fünf ehemals dort tätigen Hebammen würden jetzt am St.-Josefs-Hospital in Cloppenburg arbeiten, sagt der Geschäftsführer der Friesoyther Klinik, Bernd Wessels, auf Anfrage von OM Online. Auch eine Säuglingsschwester sei nach Cloppenburg gewechselt. Vier weitere Schwestern hätten dagegen "bei uns ein anderes Tätigkeitsfeld gefunden".

Der Kreißsaal und die Säuglingsstation seien von den Beschäftigten "mit Wehmut" ausgeräumt worden, so Wessels weiter. Das noch brauchbare Inventar wurde nach seinen Angaben vom St. Marienhospital in Vechta übernommen. Als Gründe für das Aus der Geburtshilfe waren seinerzeit ein anhaltender Fachkräftemangel und daraus resultierende Sicherheitsgefahren für Belegschaft, Mütter und Säuglinge genannt worden.

Terminangebot der gynäkologischen Praxis erweitert

Eine frohe Botschaft gab es hingegen zwischenzeitlich aus Hannover: Der Krankenhausplanungsausschuss habe die beantragte Erhaltung der 15 frei gewordenen Planbetten der Geburtshilfe und deren Umwandlung für die Bereiche Inneres und Chirurgie genehmigt, teilt Wessels mit. Die Planbettenzahl ist eine wichtige Bemessungsgrundlage für die Berechnung der pauschalen Fördermittel.

Derweil wurde die gynäkologische Fachpraxis im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) um zusätzliche Kapazitäten erweitert. Dort können jetzt mehr Frauenarzttermine angeboten werden als bislang.

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