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Nach Drogendelikten: Unabhängige fordern Streetworker

Der Jugendtreff im Stadion müsse personell aufgestockt werden, um mit Besuchern ins Gespräch zu kommen, meint die UWG. Bislang gibt es eine Sozialpädagogen-Stelle. Und die ist bald verwaist...

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Arbeitsfeld für einen Streetworker? Eine solche Stelle im Mehrgenerationenpark fordern die Unabhängigen jetzt.   Foto: Kreke

Arbeitsfeld für einen Streetworker? Eine solche Stelle im Mehrgenerationenpark fordern die Unabhängigen jetzt.   Foto: Kreke

Eine 2. Stelle für den Cloppenburger Jugendtreff im Mehrgenerationenpark ("JiM") haben die Unabhängigen gefordert. Notwendig sei neben der Stelle der Sozialpädagogin in der Einrichtung ein Streetworker, der auf Jugendliche zugehe, begründet die Gruppe ihren am Donnerstag veröffentlichten Antrag an den (neuen) Rat.

Das Problem, dass dort mit Cannabis und Amphetaminen "gedealt" worden war, lasse sich nicht allein mit weiteren Polizeikontrollen lösen, schreiben die Fraktionsvorsitzende Jutta Klaus und ihr Stellvertreter Ralph Meyer. Die Jugendlichen würden so nur auf andere Plätze verdrängt, ohne "die vorhandenen Schwierigkeiten" zu lösen. Notwendig sei ein Streetworker, der die Jugendlichen an den Treffpunkt binde.

Die Doppelbesetzung ist nach Ansicht der UWG auch notwendig, um den lückenlosen Betrieb des "JiM" künftig  zu sichern. Mit der Kündigung der bisher beschäftigen Sozialpädagogin Nicole Gebel drohten wegen fehlender Vertretung unregelmäßige Öffnungszeiten oder sogar zeitweilig die Schließung. Das Personal aus dem Jugendtreff "Rote Schule" soll nach Angaben der Stadtverwaltung zeitweilig die Lücken schließen.

Bereits in den Sommerferien habe sich gezeigt, so die Unabhängigen, dass eine Kraft im "JiM" allein zeitlich überfordert werde, vor allem in den Abendstunden und am Wochenende. Wenn die Stadt eine qualifizierte Nachfolge und eine beständige Besetzung anstrebe, sei Teamarbeit unerlässlich, auch um "langfristige Projekte umzusetzen oder sich um die Beziehungsarbeit zu kümmern". Denn das Vertrauen zu Jugendlichen aufzubauen, koste Zeit, die jetzt fehle, heißt es in der Begründung. Die 2. Stelle soll laut Antrag im Haushalt 2022 der Stadt berücksichtigt werden.

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