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Nach der Versammlung ruft die Pflicht

Die Emsteker Feuerwehr rückt zu einem Garagenbrand nach Westeremstek aus. Im Jahr 2020 kam es zu rund 88 Einsätzen.

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Hintere Reihe (von links) Feuerwehrmannanwärter Max Niemöller, Hauptlöschmeister Simon Vorwerk,
Hauptfeuerwehrmann Stephan Niemann, Hauptfeuerwehrmann Jonas Richter, stellvertretender
Gemeindebrandmeister Frank Jansen. Vordere Reihe (von links) Bürgermeister Michael Fischer, Feuerwehrmann Hermann Abeln,
Feuerwehrfrauanwärterin Mareike Kolb, Feuerwehrmann Paul Vocke, Gemeindebrandmeister Reinhard
Vaske. Foto: Nico Hülskamp/Feuerwehr Emstek

Hintere Reihe (von links) Feuerwehrmannanwärter Max Niemöller, Hauptlöschmeister Simon Vorwerk, Hauptfeuerwehrmann Stephan Niemann, Hauptfeuerwehrmann Jonas Richter, stellvertretender Gemeindebrandmeister Frank Jansen. Vordere Reihe (von links) Bürgermeister Michael Fischer, Feuerwehrmann Hermann Abeln, Feuerwehrfrauanwärterin Mareike Kolb, Feuerwehrmann Paul Vocke, Gemeindebrandmeister Reinhard Vaske. Foto: Nico Hülskamp/Feuerwehr Emstek

Die Feuerwehr Emstek ist just nach Ende ihrer Generalversammlung in der Fahrzeughalle zu einem Einsatz gerufen worden: Am Herzog-Erich-Weg in Westeremstek wurde ein Garagenbrand gemeldet, der auf ein Fachwerkhaus überzugreifen drohte. Umgehend rückten alle einsatzbereiten Kameradinnen und Kameraden aus, teilt die Emsteker Wehr mit. Vor Ort stellte sich raus, dass in einer Garage ein Kühlanhänger angefangen hatte zu brennen. Allerdings wurde das Feuer schon von 2 Personen mittels Feuerlöscher vollständig gelöscht, sodass die Einsatzkräfte vor Ort für die Belüftung der Garage sorgten und die Räumlichkeiten im Anschluss mit einer Wärmebildkamera überprüften.

Zuvor kamen die Kameradinnen und Kameraden zusammen, um auf ihrer Versammlung über das vergangene Jahr zu sprechen. Schriftführer Michael Abeln stellte dazu den Jahresbericht von 2020 vor. Insgesamt kam es für die Feuerwehr Emstek zu 88 Einsätzen, die sich in 23 Brandeinsätze, 36 Hilfeleistungseinsätze, 8 Verkehrsunfälle und 20 Fehlalarmierungen aufteilen, heißt es in der Pressemitteilung der Emsteker. Weiterhin konnten die Ehrenamtlichen 5 Lehrgänge bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Cloppenburg besuchen und 9 Lehrgänge bei der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Loy.

Größtes Projekt der nächsten Jahre ist das Feuerwehrhaus

Gemeindebrandmeister Reinhard Vaske wies auf das größte Projekt der nächsten Jahre hin – das Feuerwehrhaus. Die Feuerwehr Emstek platze mittlerweile aus allen Nähten, wie die Einsatzkräfte hervorheben. Für die im Feuerwehrbedarfsplan geforderten 90 aktiven Einsatzkräfte würden die aktuellen Umkleideräume zu wenig Platz bieten. Ebenso fehle es an Platz für die neuen Fahrzeuge, heißt es. Vaske hoffe deshalb, dass für dieses Problem möglichst bald eine Lösung gefunden werde. Seitens der Gemeinde Emstek gab Bürgermeister Michael Fischer bekannt, dass aktuell Prüfungen zur Verfügbarkeit von geeigneten Flächen laufen würden.

Weiterhin gab Gemeindebrandmeister Reinhard Vaske einen Ausblick in die Zukunft. Aktuell wird für die Feuerwehr Emstek ein neues Großtanklöschfahrzeug beschafft. Die Planungen hierzu laufen auf Hochtouren, berichten die Emsteker. Außerdem soll in naher Zukunft ein Hygieneanhänger beschafft werden, sodass es für die Einsatzkräfte noch am Einsatzort möglich ist, kontaminierte Einsatzbekleidung gegen saubere Einsatzkleidung zu tauschen, erklären die Ehrenamtlichen.

22 Atemschutzgeräteträger sind einsatzbereit

Atemschutzgerätewart Clemens Themann berichtete außerdem, dass aktuell 22 Atemschutzgeräteträger in der Feuerwehr einsatzbereit seien. Dabei konnte die jährliche Belastungsüberprüfung im März 2020 noch durchgeführt werden, sodass es hier bislang keinerlei Probleme gegeben habe. Themann mahnte an, dass aufgrund von ausgefallenen Lehrgängen viele Kameradinnen und Kameraden auf einen Atemschutzgeräteträgerlehrgang warten würden. Er hoffe daher, dass der Lehrgangsbetrieb bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Cloppenburg möglichst schnell wieder aufgenommen werden könne.

Aufgrund der ausgefallenen Veranstaltungen sei die Kameradschaftskasse der Emsteker gut gefüllt. Deshalb gab es von den Kameradinnen und Kameraden die Überlegung, einen Betrag aus der Kasse an eine Jugendfeuerwehr aus dem Hochwassergebiet zu spenden. In diesem Zusammenhang lobte Reinhard Vaske die Kameraden Christoph Bramlage, Josef Bramlage und Lukas Lampe, die sich auf den Weg nach Dernau gemacht hatten, um vor Ort zu helfen. Aus einigen Gesprächen ging dabei hervor, dass gerade die Jugendabteilungen der Feuerwehren im Hochwassergebiet den Großteil ihrer Ausrüstung verloren haben. Daher sprachen sich die Mitglieder für eine Unterstützung aus, heißt es in der Mitteilung der Feuerwehr.


Fakten: 

  • 9 Mitglieder wurden befördert:
  • Feuerwehrmannanwärter/Feuerwehrfrauanwärterin: Mareike Kolb, Anne Skudelski und Max Niemöller.
  • Feuerwehrmann: Hermann Abeln und Paul Vocke
  • Hauptfeuerwehrmann: Jonas Richter, Stephan Niemann und Christian Abeln
  • Hauptlöschmeister:  Simon Vorwerk

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