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Nach 9 Monaten: Lastrups Ortsmitte ist wieder durchfahrbar

Mit der Freigabe des Kreisverkehrs ist der erste Sanierungsabschnitt abgeschlossen. In der Vlämischen Straße wird aber noch bis zum Herbst weitergebaut.

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Mit Schere und Maske: Die Vertreter von Verwaltung und Firmen schnitten gemeinsam das Band durch. Foto: Meyer

Mit Schere und Maske: Die Vertreter von Verwaltung und Firmen schnitten gemeinsam das Band durch. Foto: Meyer

Rund 9 Monate nach Baubeginn ist der neue Kreisverkehr in Lastrup zur allgemeinen Nutzung freigegeben worden. Am Freitag griffen Vertreter der Gemeinde, der beteiligten Firmen und des Landkreises Cloppenburg zu den Scheren und schnitten gemeinsam das symbolische Absperrband durch. Fahrzeuge können jetzt aus 3 Richtungen wieder ungehindert durch die Ortsmitte fahren.

Seit Juni vergangenen Jahres hatten die Bauarbeiter zunächst 5000 Kubikmeter Erde bewegt sowie anderthalb Kilometer Schmutz- und Regenwasserkanal verlegt. Danach begannen sie mit dem eigentlichen Kreiselbau. Die Asphaltierungsarbeiten zögerten sich im Winter witterungsbedingt hinaus und konnten erst im März abgeschlossen werden. Am Freitag dann fehlte nur noch das Feintuning. Frisch gesäubert wurde das Bauwerk seiner Bestimmung übergeben. Im Zentrum des Kreisverkehrs wurde bereits vor einigen Wochen eine  ringartige Skulptur des Lastruper Künstlers Alfred Gockel aufgestellt.  Sie soll den Zusammenhalt der Gemeinde symbolisieren.  Ähre, Zahnrad und Pferd stehen zudem für die wichtigen wirtschaftlichen Standbeine der Kommune: Landwirtschaft, Industrie und Pferdezucht. 

Kosten betragen rund 2,2 Millionen Euro

Bürgermeister Michael Kramer hob die gute Zusammenarbeit unter den Projektbeteiligten hervor. Ein Planungsbüro aus Bremen hatte den Kreisel entwickelt. Ausgeführt wurden die Arbeiten vom Löninger Landschaftsbauer Stegemann. Für den Arbeitskreis Dorferneuerung nahm Josef Lübke an der Eröffnung teil, die coronabedingt nur kurz ausfiel. Der Arbeitskreis war in den vergangenen Jahren federführend an den Vorbereitungen zur Umgestaltung der Ortsmitte beteiligt.

Feinarbeit: Am Freitag gab es noch einige Kleinigkeiten zu erledigen. Foto: MeyerFeinarbeit: Am Freitag gab es noch einige Kleinigkeiten zu erledigen. Foto: Meyer

Ansgar Meyer, Baudezernent des Landkreises Cloppenburg, lobte das Engagement innerhalb der Verwaltung. Die Gemeinde hat die zur sogenannten Straßenbaulast des Landes und des Landkreises gehörenden Teilstücke der Ortsdurchfahrt vollständig übernommen. Den Kreisverkehr in zentraler Ortslage hält Meyer für eine „hervorragende Lösung“. Experten rechnen Kreiseln gegenüber anderen Verkehrsknoten  eine größere Verkehrssicherheit zu. Durch die niedrigen Geschwindigkeiten würden Unfälle glimpflicher ablaufen, die Durchlassgeschwindigkeit sei höher als bei einer vorfahrts- oder ampelgesteuerten Kreuzung. Einer ihrer Nachteile ist allerdings der hohe Platzbedarf. Auch in Lastrup mussten vor Baubeginn Nutzungsverträge mit privaten Grundstücksbesitzern abgeschlossen werden.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Sie verteilen sich zu je einem Drittel auf Bund, Land und Gemeinde. Die Beleuchtung ist darin noch nicht eingeschlossen. Sie dürfte aber mit abgerechnet werden, wenn auch die beiden übrigen Bauabschnitte in der Vlämischen Straße fertig sind. Mitte Mai soll der Bereich bis zur Molberger Straße abgeschlossen sein, sagt Andreas Stegemann. Danach geht es bis zur Kreuzung „Am Apfelgarten“ weiter. Im September soll die neu gestaltete Straße durchgängig befahrbar sein.

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