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Nach 29 Jahren an der Spitze der SuK Garthe ist für Ludwig Ahrens Schluss

Es sei Zeit, dass auch mal andere das Ruder übernehmen, meinte das Gründungsmitglied der Sport- und Kulturgemeinschaft (SuK). Die frei werdenden Posten wurden auf der Generalversammlung zügig besetzt.

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Garther "Ehrenbürgermeister": Ludwig Ahrens bekam die entsprechende Kette für sein langjähriges Engagement. Foto: Vorwerk 

Garther "Ehrenbürgermeister": Ludwig Ahrens bekam die entsprechende Kette für sein langjähriges Engagement. Foto: Vorwerk 

Ehrenvorsitzender? Davon will Ludwig Ahrens nichts wissen. 29 Jahre hat er der Sport- und Kulturgemeinschaft (SuK) Garthe vorgestanden, aber mit diesem Titel möchte er sich nicht schmücken, versicherte er am Donnerstag auf der Generalversammlung in der Emsteker Bauerschaft. Dann eben Garther "Ehrenbürgermeister", meinten seine Vorstandskollegen und statteten ihn mit entsprechender Bürgermeisterkette aus. Ein weiteres Indiz dafür, dass man sich und das Vereinsleben nicht so wichtig nimmt.

Fast 40 Jahre ist die Gemeinschaft alt, doch am Punktspielbetrieb hat nie eine Fußballmannschaft teilgenommen. Viele Pokale zeugen von Turnierteilnahmen und auch entsprechenden Erfolgen, aber Auf- und Abstieg waren nie ein Thema gewesen. In der Leichtathletik sah es da schon ein bisschen anders aus. So manche Kreis- und Landesmeister auf der Mittelstrecke und im Hochsprung firmierten unter „SuK“.

Sport und Kultur selten in einem Verein kombiniert

Sport und Kultur, das sei eine Konstellation, die es so im Kreissportbund (KSB) und vermutlich in ganz Niedersachsen kein zweites Mal gebe, hatte zum 25-jährigen Bestehen KSB-Präsident Dr. Franz Stuke gemeint. In dieser Zeit sei die SuK nie aufgefallen. Weder durch besondere Anträge noch durch Skandale. "Wie auch, bei nur 2 Vorsitzenden in dieser Zeit?", so Stuke einst. Dass sogar in rund 39 Jahren nur 2 Personen an der Spitze stehen würden, neben Ahrens auch der Gründungsvorsitzende Alfred Batke, war so nicht zu erwarten.

Ein Grund, warum man nicht in einer Liga gekickt hat, ist auch die Größe des Platzes. "Der hat nicht die erforderlichen Ausmaße", weiß der "Ehrenbürgermeister". Das hat den Verein nicht davon abgehalten, Turniere auszurichten. "Zum 10-jährigen Jubiläum hatten wir Spieler aus Ungarn zu Besuch, die nach dem Krieg hier eine Zeit lang gelebt haben." Aber auch aus der Schweiz waren zu so einer Gelegenheit schon "ehemalige Garther" angereist. 

Wechsel im Vorstand: Das Personalkarussell hat sich an der Spitze der SuK Garthe ein wenig gedreht. Foto: VorwerkWechsel im Vorstand: Das Personalkarussell hat sich an der Spitze der SuK Garthe ein wenig gedreht. Foto: Vorwerk

Bis das "Hus för dei Burschup" und die Außenanlagen fertig waren, flossen reichlich Schweiß und auch das eine oder andere Bier. "Wir haben eine Menge in Eigenleistung gemacht und als gepflastert wurde, waren hier ein Dutzend Trecker an zwei Wochenenden unterwegs." Drinnen wurden Wände versetzt, denn dort, wo heute die Küche ist, war früher die Lehrerwohnung. 

Von 1904 bis 1972 gab es die Dorfschule

Das Dorfgemeinschaftshaus war seit seiner Erbauung 1904 die Dorfschule. Bis 1972 gab es 2 Klassenräume, die heute für Veranstaltungen und für Sport genutzt werden. Lehrer Heinrich Müller bewohnte zuletzt die Lehrerwohnung. Für den Umbau in den 80er Jahren wurden erst einmal Sanitäranlagen geschaffen. Ahrens: "Die waren vorher in einem Nebengebäude."

Die Geselligkeit kam damals nicht zu kurz und auch heute noch wird Wert darauf gelegt, dass sich die Garther dort zum Klönschnack bei den unterschiedlichen Gelegenheiten treffen. So bleibt man auch nach dem Sport – die Männer trainieren mittwochs, die Frauen montags – gerne noch ein wenig beieinander sitzen. Im Obergeschoss gibt es auch einen Kraftraum und damit die Übungen unter fachlichen Augen stattfinden, sind Harald Prepens, Bianca Hinners und Kathrin Hermeling als Trainer engagiert.

Gemeinschaft wird gepflegt

Es wurden aber auch Maibäume gesetzt, Osterfeuer entzündet oder Filmabende organisiert. Nicht zuletzt die Freigabe des neuen Radwegs wurde von der Dorfgemeinschaft groß gefeiert und dies wurde auf der Generalversammlung zum Anlass genommen, ein jährliches Fest anzuregen.

„Jetzt ist es gut gewesen und andere müssen auch mal ran“, sagte Ahrens. Und der Verein mit seinen rund 120 Mitgliedern hatte gut vorgearbeitet, denn die neuen Positionen wurden einstimmig und zügig besetzt.

Neuer Vorsitzender ist Volker Hentel, der bislang die Kasse geführt hat. Diesen Job übernimmt fortan Henrik Knagge. Frank Hermeling war bislang Schriftführer und gibt diese Position an Karin Ripke ab. Stellvertretende Vorsitzende sind Christoph Holzenkamp und Georg Böckmann. Als Beisitzer fungieren Eduard Knagge, Theo Rüwe, Daniela Haverkamp und Elke Brinkhus. Kassenprüfer sind Dieter Brinkhus und Tobias Büssing.

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