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Nach 1,5 Jahren und BVC-Insolvenz: Stadion soll mit Leben gefüllt werden

Die Stadt und der JFV Cloppenburg haben eine Nutzungsvereinbarung unterzeichnet. Auch der Cloppenburger FC und der Schulsport können die Flächen und Tribüne nutzen.

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Übergabe im Stadion: Michael Meyer und Jan Liesert vom CFC, Stefan Heitgerken und Hans Fahrenholz vom JFV sowie Louis Koopmann von der Stadt (von links).   Foto: Hermes

Übergabe im Stadion: Michael Meyer und Jan Liesert vom CFC, Stefan Heitgerken und Hans Fahrenholz vom JFV sowie Louis Koopmann von der Stadt (von links).   Foto: Hermes

Eine gemeinsame Vereinbarung zur Nutzung des Stadions an der Friesoyther Straße haben die Stadt Cloppenburg und der JFV Cloppenburg unterzeichnet. Dies gaben die Verwaltung und der Sportverein nun offiziell bei einem Ortstermin bekannt, ebenfalls genutzt werden kann das Gelände vom Cloppenburger FC und vom Schulsport.

„Wir freuen uns, dass wir den vielen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten können, auf diesen Flächen Fußball zu spielen“, erklärte Neidhard Varnhorn in einer entsprechenden Pressemitteilung. Der Bürgermeister dankte in diesem Zusammenhang den Ehrenamtlichen für ihr Engagement, die Stadt sei in der Freiwilligenarbeit ohnehin sehr gut aufgestellt. Varnhorn hatte sich bereits im Zuge seiner Wahlkampftour im vergangenen Jahr über den Verein und die Situation im Stadion informiert. Die Möglichkeit der Nutzung habe sich durch das Insolvenzverfahren verzögert. "Das lag nicht am Unwillen der Stadt", so Varnhorn. 

Kooperation gilt bis zum 30. Juni

Die jetzige Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass nun auch der Hauptplatz sowie die Umkleide- und die Lagerräume in der Tribüne genutzt werden dürfen. Zunächst einmal gilt die Kooperation bis zum 30. Juni 2022, anschließend wird ein gemeinsames Fazit gezogen. Die Stadt Cloppenburg weist allerdings schon jetzt darauf hin, dass sie den Abschluss eines langfristigen Nutzungsvertrages beabsichtigt.

Bürgermeister Neidhard Varnhorn (links) im Gespräch mit Stadtratsmitglied und JFV-Vorstandsmitglied Andreas Borchers. Foto: HermesBürgermeister Neidhard Varnhorn (links) im Gespräch mit Stadtratsmitglied und JFV-Vorstandsmitglied Andreas Borchers. Foto: Hermes

"Wir werden nun im ersten Schritt noch die beschädigten Sitzschalen auswechseln", erklärte Louis Koopmann, der bei der Verwaltung für die sportliche Koordination zuständig ist. Zudem sei geplant, die Zaunanlage zurückzubauen, um auch den Mitarbeitern des Bauhofes die Zufahrt für die Pflege zu erleichtern. In weiteren Schritten seien der Bau von Ballfangzäunen und das Abtragen der Wälle hinter den Toren vorgesehen. Auch die Flutlichtanlage soll möglicherweise auf LED umgestellt werden. 

Noch nicht zur Nutzung freigegeben ist der ehemalige VIP-Raum, hier soll erst einmal der Zustand der Räumlichkeit überprüft werden. "Außerdem soll die alte Tribüne abgerissen werden", so Koopmann weiter. Wie der Bürgermeister dazu ergänzte, seien die entsprechenden Mittel im städtischen Haushalt eingestellt. Möglicherweise sei an dieser Stelle dann Platz für eine neue Sporthalle, verschiedene Standorte würden zurzeit geprüft. 

JFV Cloppenburg wurde 2020 gegründet

Das Stadion selbst lag rund 1,5 Jahre brach, da der Spielbetrieb beim insolventen BVC aufgelöst worden war. Nach Gesprächen mit dem Verwalter konnte die Stadt zwischenzeitlich den Pachtvertrag mit dem Verein auflösen, dieser hatte ursprünglich noch eine Laufzeit bis 2025. Auf Nachfrage erläuterte Varnhorn auch die aktuelle Situation um die Besitzverhältnisse der Tribüne, während des Insolvenzverfahrens gab es unterschiedliche Sichtweisen mit einem ehemaligen Sponsor des BVC. "Nach unserer Rechtsauffassung ist die Stadt Eigentümerin der Flächen inklusive Tribüne", betonte der Bürgermeister. Alles Weitere sei Gegenstand des laufenden Verfahrens.

JFV-Vorsitzender Hans Fahrenholz (links) und sein Stellvertreter Stefan Heitgerken inspizieren die Tribüne. Foto: HermesJFV-Vorsitzender Hans Fahrenholz (links) und sein Stellvertreter Stefan Heitgerken inspizieren die Tribüne. Foto: Hermes

„Ich bedanke mich für die konstruktiven Gespräche mit der Verwaltung. Wir sind froh, dass es jetzt eine erste Einigung gibt“, erklärt JFV-Vereinsvorsitzender Hans Fahrenholz. Langfristig könne er sich mit seinem Vorstandsteam das Stadion als zentralen Spielort vorstellen. So gebe es die Möglichkeit, sich noch stärker in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ein positives Beispiel sei im vergangenen Jahr bereits das Niedersachsenpokal-Spiel der eigenen U19 gegen den VfL Osnabrück vor rund 500 Zuschauern gewesen. „Wir wollen aber natürlich auch weiterhin den guten Kontakt zu den Stammvereinen beibehalten. Sie haben uns bislang toll unterstützt“, so Fahrenholz weiter.

Der JFV Cloppenburg wurde 2020 gegründet, er ist ein Zusammenschluss der Stammvereine BW Galgenmoor, SC Sternbusch, DJK Stapelfeld, TuS Emstekerfeld und Cloppenburger FC. Letzterer hatte zudem den Bambini-Bereich vom BV Cloppenburg übernommen. Der JFV und der CFC wollen das Stadion nun wieder mit Leben füllen.

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