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Nabu-Ortsgruppe startet mit Tatendrang in das neue Jahr

Im April ist ein besonderes Highlight geplant: Das erste Molberger Apfelblütenfest soll auf die Beine gestellt werden.

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Begutachteten die Benjeshecke: Ludgerd Lüske (von links), Heinrich Lamping, Werber Michalski, Theo Bruns, Bürgermeister Witali Bastian und Albert Westermann. Foto: Landwehr

Begutachteten die Benjeshecke: Ludgerd Lüske (von links), Heinrich Lamping, Werber Michalski, Theo Bruns, Bürgermeister Witali Bastian und Albert Westermann. Foto: Landwehr

Bürgermeister Witali Bastian zeigt sich zufrieden mit der Arbeit der Ortsgruppe Molbergen des Naturschutzbundes (Nabu). "Wir sind dankbar, dass wir das Regenrückhaltebecken an die Ortsgruppe des Nabu übergeben haben. Wir sind sicher, dass hier eine tolle Oase entsteht“, lobte er die Arbeit der Gruppe. Vor einem Jahr hatte sich diese gegründet und lud nun zu einem Rück- und Ausblick ein.

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Von der Ernte der Streuobstwiese konnten rund 320 Liter biologischer Apfelsaft gepresst werden, der den Kindergärten oder anderen sozialen Einrichtungen zur Verfügung gestellt oder an private Interessenten verkauft wurde, rund 30 Nistkästen für Meisen, Rotkehlchen oder Stare hängen in den Bäumen, ein Insektenhotel wurde aufgestellt und war im Sommer gut belegt, die Ufer der beiden Teiche des Regenrückhaltebeckens wurden aufgeräumt, durchgeforstet und Bäume beschnitten, außerdem wurde eine Benjeshecke angelegt. Die Mitglieder des Ortsverbandes haben viel in dieses Biotop an der Moorstraße kurz hinter Molbergen in Richtung Grönheim investiert, wie Vorsitzender Theo Bruns informierte.

Im Dreieck des Molberger Dorfkanals, der aus dem Ort Molbergen kommt, mit dem Molberger Dosenkanal hatte sich ein kleines Überflutungsgebiet gebildet. Mit Leader-Mitteln war es vor einigen Jahren zu einem Regenrückhaltebecken umgestaltet worden. Zwischen Dorfkanal und Regenrückhaltebecken wurde ein unbefestigter Fuß- und Radweg angelegt. Im Rahmen einer 72-Stunden-Aktion hatte die Landjugend die Brücke instand gesetzt und eine Streuobstwiese angelegt. Nun möchte die Nabu-Ortsgruppe mit der Gemeinde einen Überlassungsvertrag abschließen. Denn die Ortsgruppe hat noch einiges mit dem Gelände, in dem sie seit einem Jahr aktiv ist, vor.

Hinweisschilder werden aufgestellt

Zurzeit sind die Mitglieder dabei, Sitzgruppen zu bauen, die am offiziellen Fahrradweg Molbergen – Grönheim – Talsperre, der durch die Anlage führt, aufgestellt werden sollen. "Die Bänke werden aus heimischer Douglasie gemacht, die Tische sind aus Eiche“, verrät Vorsitzender Theo Bruns. "In nächster Zeit möchten wir auch Hinweisschilder, auch auf Niederländisch, aufstellen und auf Tafeln verschiedene Naturphänomene erläutern“, planen die Naturschützer.

Zudem ist für den Frühling ein besonderes Highlight geplant. "Wir würden gern am 30. April 2023 ein Apfelblütenfest organisieren und dazu auch örtliche Vereine einbinden“, erläutert der Vorstand. Für ihre Aktionen finden die Naturschützer bei Bürgermeister Bastian ein offenes Ohr. "Ich bin dankbar für das ehrenamtliche Engagement“, betont der Bürgermeister und verspricht, die Arbeit der Gruppe finanziell oder bei der Bearbeitung von Förderanträgen zu unterstützen.

Freuen würden sich die Naturschützer, wenn auch jüngere Menschen bei ihrer Arbeit mitmachen würden. "Viele Hände, schnelles Ende“, zitiert Theo Bruns ein bekanntes Sprichwort. Und um Ideen ist der Vorsitzende nicht verlegen. "In der Gemeinde gibt es im Bereich des Naturschutzes noch ganz viele Möglichkeiten, aktiv zu werden“, so Theo Bruns. Interessenten können sich gern bei ihm melden.

Ein Plan allerdings musste aufgegeben werden: Die Anlage einer Wallhecke an der Nordwestseite des Geländes ist nicht gestattet. "Das lässt der Bebauungsplan nicht zu“, so Bürgermeister Bastian.

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