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"Mutig mit Veränderungen umgehen"

Martina Wittkowski tritt zum 1. Februar ihre neue Aufgabe als Kreispfarrerin des Oldenburger Münsterlandes an. Zuvor war sie zwölf Jahre lang in Löningen tätig.

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Neue Aufgabe: Zum 1. Februar tritt die bisherige Pfarrerin der Löninger Trinitatis-Gemeinde, Martina Wittkowski, ihre Aufgabe als Kreispfarrerin  an. Foto: Uwe Haring

Neue Aufgabe: Zum 1. Februar tritt die bisherige Pfarrerin der Löninger Trinitatis-Gemeinde, Martina Wittkowski, ihre Aufgabe als Kreispfarrerin  an. Foto: Uwe Haring

In ihrer Vorstellungsrede vor der Wahl zur neuen Kreispfarrerin des Kirchenkreises Oldenburger Münsterland ermunterte die neue Kreispfarrerin Martina Wittkowski die evangelischen Christen „mutig mit Veränderungen umzugehen. Wir alle sind aufgefordert, Menschen in ihrer veränderten Lebenswelt mit dem Evangelium in Berührung zu bringen und dabei auch neue Wege zu gehen“.  

Mit der Wahl zur Kreispfarrerin steht auch ein Umzug nach Cloppenburg an

Diesen neuen Weg geht die 56-jährige Pfarrerin jetzt auch persönlich. Denn mit ihrer Wahl steht ein Umzug der Familie von Löningen nach Cloppenburg zum Dienstsitz der Nachfolgerin von Michael Braun an. Mehr als zwölf Jahre, seit September 2008, ist sie bis zum kommenden Wochenende zunächst gemeinsam mit ihrem Mann und seit einigen Jahren allein Pfarrerin der evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde Löningen mit rund 2600 Mitgliedern. „Ich lebe und arbeite hier gern“: Die Familie und auch sie fühlten sich in Löningen sehr wohl. Die Bewerbung und die damit verbundenen Folgen für das Familienleben seien eingehend erörtert worden.  

„Jeder bringt etwas ein, gemeinsam bewegen wir etwas, so bleibt Kirche lebendig."Pfarrerin Martina Wittkowski

Doch nach 30 Jahren im Gemeindedienst, habe sie Lust auf anderer Ebene mit Ehrenamtlichen und Kollegen zusammen Kirche zu entwickeln, „das Evangelium auf kreative Weise zu den Menschen zu bringen und meine Fähigkeiten und Erfahrungen weiterzugeben“ und dafür auch vertraute Pfade zu verlassen: Vor zehn Jahren sei eine derartige Bewerbung noch kein Thema gewesen, dieser Gedanke habe sich so entwickelt.

Das biblische Leitbild von einem Leib und den vielen Gliedern sei  Vorbild: „Jeder bringt etwas ein, gemeinsam bewegen wir etwas, so bleibt Kirche lebendig“. Sie freue sich, dass ihre neue Aufgabe als Kreispfarrerin auch  zu wahrscheinlich einem Viertel Gemeindearbeit beinhalte. Sie feiere gern Gottesdienste und arbeite gern mit Konfirmanden, damit bleibe die Basisarbeit glücklicherweise ein Teil ihres beruflichen Wirkens.

56-Jährige stammt aus Familie von Handwerkern

Die 56-Jährige, die gern singt, stammt aus einer Familie von Handwerkern, ist in Vreschen-Bokel (Gemeinde Apen) im Ammerland aufgewachsen und hat in Westerstede Abitur gemacht und anschließend Theologie studiert. Als Jugendliche habe sie in einem Jugendbibelkreis mitgearbeitet und habe sich dort für den christlichen Glauben begeistert. Daraus sei der Wunsch entstanden, den Glauben an andere weiterzugeben und Kirche zu gestalten, erzählt sie. Neben dem seelsorgerischen Part, der für die neue Amtsinhaberin Herzensangelegenheit ist, werden auch die administrativen Herausforderungen einen zunehmenden Teil ihrer Arbeit beanspruchen. „Kirche wird kleiner, die finanziellen Ressourcen werden enger. Das müssen wir nüchtern so sehen“, formulierte sie es in ihrer Kreissynoden-Rede mit dem Titel „Evangelisch im Oldenburger Münsterland“ .  

Evangelische Pfarrstellen im Oldenburger Münsterland werden reduziert

Zu den Konsequenzen gehört das Reduzieren der evangelischen Pfarrstellen im Oldenburger Münsterland von 22,5 auf 19,5 und die damit verbundenen Folgen für die Kirchengemeinden, wie zum Beispiel die Betreuung von zwei Gemeinden durch einen Pfarrer. Das sei im Vergleich eine milde Umstellung, aber es gelte, ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, „mit dem wir gut weiterarbeiten können“.

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