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Musikschulen im Kreis Vechta sollen mehr Geld erhalten

Dafür hat sich der Kreisausschuss jetzt ausgesprochen. Das Geld soll an die drei Einrichtungen in Lohne, Neuenkirchen-Vörden und Dinklage gehen.

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Symbolfoto: dpa

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Die Lohn- und Preissteigerungen machen auch vor den Musikschulen im Landkreis nicht Halt. Deshalb hat sich jetzt der Kreisausschuss dafür ausgesprochen, dass der Landkreis seinen Zuschuss für die Musikschulen Lohne, Neuenkirchen-Vörden und Dinklage anpasst. Bisher erhalten diese einen Gesamtzuschuss in Höhe von 211.000 Euro jährlich. Der Betrag soll laut Beschluss jetzt auf 275.000 Euro steigen und nach dem bisherigen Schlüssel aufgeteilt werden.

Demnach kann sich die Musikschule Lohne e.V. auf eine neue Förderung in Höhe von 135.300 einstellen (49,2 Prozent der Gesamtsumme / vorher 103.781 Euro), Die Musikschule Neuenkirchen-Vörden e.V. auf 36.025 Euro (13,1 Prozent der Summe / vorher 27.664 Euro) und die Musikschule Romberg e.V. Dinklage auf 103.675 Euro (37,7 Prozent der Summe /vorher 79.555 Euro).

Der jetzt ausgesprochenen Empfehlung des Kreisausschusses muss der Kreistag aber noch bei seiner nächsten Versammlung am 6. Oktober zustimmen. Der jährliche Gesamtzuschuss soll laut jetzigem Beschluss für die Jahre 2023 bis 2025 gelten und danach eine jährliche Fortschreibung entsprechend der voraussichtlichen Inflationsrate erfahren. Dies aber nur, wenn auch die jeweiligen Standortkommunen ihre Zuschüsse entsprechend anpassen, heißt es in der Beschlussvorlage.

SPD sieht Kreismusikschule "deutlich bessergestellt"

Denn auch die jeweiligen Kommunen beteiligen sich an der Finanzierung der Musikschulen im Landkreis – mit einem bisher festen Beitrag. Die SPD-Kreistagsfraktion hätte sich gewünscht, dass die Unterstützung der drei Musikschulen mit der Kreismusikschule gleichzieht. So ist für die Kreismusikschule nach Angaben der SPD-Seite des Landkreises für 2022 ein Etat in Höhe von 471.500 Euro eingeplant. Dies soll der Hälfte des Defizits entsprechen. Für die andere Hälfte kommen demnach die Städte und Gemeinden auf, abhängig davon, wie viele Jahreswochenstunden Schüler der jeweiligen Kommunen erteilt bekommen haben.

Weil die Kreismusikschule nach dem Prinzip des Defizitausgleichs bezuschusst wird, sieht die SPD-Fraktion die Einrichtung gegenüber den anderen 3 Musikschulen als „deutlich bessergestellt“ an. Deshalb hatte der Fraktionsvorsitzende Eckhard Knospe aus Lohne Anfang des Jahres ursprünglich beantragt, „den Sachverhalt Förderung von Musikschulen“ zu behandeln, um „festzustellen, ob und mit welchen Regularien eine weitestgehende finanzielle Gleichbehandlung aller Musikschulen erreicht werden kann“.

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