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Museumseisenbahn fährt nur auf dem Papier

Die Corona-Pandemie stoppt den Zug. Nun soll eine symbolische Fahrkarte Gelder in die Vereinskasse spülen.

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Verlorene Saison: Der Uerdinger Schienenbus dürfte wieder den Lokschuppen verlassen. Doch er bleibt aus Kostengründen stehen.         Foto: C. Passmann

Verlorene Saison: Der Uerdinger Schienenbus dürfte wieder den Lokschuppen verlassen. Doch er bleibt aus Kostengründen stehen.         Foto: C. Passmann

Schon längst hätte der Schienenbus der Museumseisenbahn Ammerland-Barßel-Saterland (ABS) über die Gleisen vom Bahnhof Ocholt in Richtung Saterland rollen sollen. Doch die Corona-Pandemie stoppte den Zug. Das Haltesignal stand auf Rot. Mittlerweile könnte der Schienenbau aber wieder Fahrt aufnehmen. Doch das kommt für den Verein derzeit aufgrund der hohen Kosten nicht in Frage. So bleiben die Züge weiter im Lokschuppen Ocholt und auf dem Abstellgleis stehen.

„Das Vereinsleben ist zum Erliegen gekommen. Die Einnahmen der Sonderfahrten fehlen. Wir mussten bereits alle Fahrten zum Spargelessen im Saterland absagen“, erklärt der dritte Vorsitzende, Helmut Boekhoff. Eigentlich könnten wir aber wieder fahren, wenn wir bestimmte Regelungen einhalten. Das sei auch kein Problem. Aber leider dürfen nur insgesamt 24 Personen im alten Uerdinger Schienenbus Platz nehmen.

„Wir wollen für diesen Zug Unterstützer-Fahrkarten verkaufen, als Spende für den Verein."Helmut Boekhoff

„Das rechnet sich nicht. Die Kosten sind höher als die Einnahmen. Pro Kilometer Schienennetz müssen wir fünf Euro bezahlen“, sagt Boekhoff. Zudem müsse der Verein jährlich 10000 Euro für die Weichen zum Netz der Deutschen Bahn aufbringen. Doch die Mitglieder der Museumseisenbahn haben schon in der Vergangenheit so manches Problem gelöst. Auch diesmal hatten die Eisenbahnfreunde eine Idee. Eine „unmögliche Sonderfahrt“ – eine Fahrt, die nur auf dem Papier steht. „Wir wollen für diesen Zug „Unterstützer-Fahrkarten verkaufen, als Spende für den Verein“, erklärt Boekhoff. Mit dem Kauf einer symbolischen Fahrkarte hofft der Verein, zumindest einen Teil der laufenden Kosten zum Unterhalt des historischen Zuges bestreiten zu können.

„Bisher ist die Aktion sehr gut angelaufen. Wer möchte, bekommt seine Fahrkarte als Unterstützer-Urkunde auch nach Hause geschickt“, bietet er an. Auf der Homepage www.mabs-online.de sind Spendenbuttons für Fahrkarten zu finden. Aber auch über jede andere Spende würde sich der Verein freuen, damit die laufenden Kosten bestritten werden können.

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