Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Münsterlandtag: Heimatbund will zusammenbringen statt spalten

Thematisch ist der Münsterlandtag am 5. November auf der Höhe der Zeit. Die Vorbereitungen für die Veranstaltung in Lindern laufen auf Hochtouren.

Artikel teilen:
Laden ein (von links): Gabriele Henneberg, Stefan Schute, Karsten Hage, Kerstin Tönnies und Helmut Künnen erwarten am 5. November zahlreiche Gäste in Lindern.  Foto: G. Meyer

Laden ein (von links): Gabriele Henneberg, Stefan Schute, Karsten Hage, Kerstin Tönnies und Helmut Künnen erwarten am 5. November zahlreiche Gäste in Lindern.  Foto: G. Meyer

Mit einem hochaktuellen Thema und einem Grimme-Preisträger  wartet der Münsterlandtag des Heimatbundes Oldenburger Münsterland am 5. November auf. Gastgeber ist in diesem Jahr die Gemeinde Lindern. Dort laufen die Vorbereitungen zurzeit auf Hochtouren.

Nach 1995 findet der 1955 eingeführte Tag erst zum 2. Mal in der Südkreisgemeinde statt. Bislang musste er nur einmal ausfallen. 2020 machte die Pandemie den Lohnern einen Strich durch die Rechnung. Im vergangenen Jahr holten sie die Veranstaltung nach. Coronabedingte Einschränkungen seien bislang nicht zu befürchten, sagt Heimatbund-Präsident Stefan Schute. "Wir hoffen natürlich, dass es dabei bleibt." 

Schute ist selbst Linderner und freut sich deshalb besonders auf das Heimspiel. Das Thema des Münsterlandtages lautet diesmal "Zusammenhalten statt spalten". Es passe genau in die Zeit, sagt der Schulleiter. Neben Corona sorgen vor allem der Ukraine-Krieg und seine Auswirkungen für Unsicherheit in der Bevölkerung. Angesichts der vielen Krisen sei es wichtig, sich nicht auseinanderbringen zu lassen und ein positives Heimatgefühl zu entwickeln. "Dazu möchten wir beitragen", betont Schute. 

Körner öffnet "Apotheke gegen Angst und Hass"

Mit Dr. Torsten Körner haben die Organisatoren einen hochkarätigen Impulsredner für die Veranstaltung gewonnen. Der gebürtige Barßeler gehört zur ersten Riege der deutschen Filmemacher. Seine Dokumentation "Schwarzer Adler" über Rassismus im Deutschen Fußballbund wurde mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet. Zum Münsterlandtag bringt er eine "Kleine Apotheke gegen Angst, Hass und Hetze" mit. "Wir freuen uns sehr, dass wir ihn für uns gewinnen konnten", sagt Schute. Nach seinem Vortrag wird der in Berlin lebende Autor an einer Gesprächsrunde teilnehmen. Anders als früher soll der Münsterlandtag nicht den Abschluss, sondern den Auftakt für das Themenjahr bilden. Weitere Veranstaltungen befänden sich in Planung, hieß es während eines Pressegesprächs im Linderner Rathaus.

Hält den Impulsvortrag: Grimme-Preisträger Dr. Torsten Körner. Foto: dpaVennenberndHält den Impulsvortrag: Grimme-Preisträger Dr. Torsten Körner. Foto: dpa/Vennenbernd

Neben der Verwaltung, die vor allem technische Unterstützung leistet, ist auch der örtliche Heimatverein an den Vorbereitungen beteiligt. Vorsitzender Helmut Künnen fiebert dem großen Tag schon entgegen, an dem er Vertreter zahlreicher Vereine, Verbände und Gruppen aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta begrüßen wird. Gerade erst hat er den Kröchenmarkt auf der Linderner Kirmes organisiert. Ein kleineres Pendant erwartet die Besucher auch im Kulturprogramm des Münsterlandtages. "Wir haben die Heimatvereine gebeten, bis zum Morgen Gegenstände für die Versteigerung bei uns abzugeben." Das eine oder andere Schnäppchen werde sicherlich darunter sein, ist Künnen überzeugt. Geleitet wird die Auktion erneut von Friedrich Hillen und Walter Remmers. 

Ein weiterer Höhepunkt soll die Übergabe des Schülerpreises Oldenburger Münsterland sein. Ausgezeichnet werden Projekte und Einzelarbeiten, die die Schulen in den vergangenen Wochen eingereicht haben. Die Auswertung laufe noch, berichtet Gabriele Henneberg. Sie ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin auch für die Konzeption des OM-Jahrbuches zuständig. Das Thema Heimat sei nicht nur für Ältere wichtig, betont Stefan Schute und lobt die rege Beteiligung seitens der Schulen.

Linderns Bürgermeister Karsten Hage rechnet mit mindestens 500 Gästen. Ganz wichtig: Auch die Linderner, die keine persönliche Einladung erhalten haben, dürfen ohne Anmeldung zur Kaffeetafel in die Mehrzweckhalle des Schulzentrums kommen. Die Landfrauen werden backen. Chöre aus der Gemeinde und der Musikverein sorgen für den musikalischen Rahmen. Und nach dem offiziellen Ende ist noch lange nicht Schluss: Am Abend nutzen die Musiker die Bühne für ein schwungvolles Wunschkonzert.  


Fakten

  • Der Münsterlandtag findet am 5. November (Samstag) zwischen 9 und 17 Uhr in Lindern (Mehrzweckhalle der Oberschule) statt.
  • Nach der Impuls-Veranstaltung am Vormittag und dem gemeinsamen Mittagessen geht es am Nachmittag mit einem Kulturprogramm weiter. Geplant sind u.a. Busrundfahrten durch die Gemeinde, eine Kaffeetafel und ein "Mini-Kröchenmarkt".
  • Die Einladungen sind bereits verschickt worden. Anmeldungen müssen bis zum 31. Oktober beim Heimatbund OM vorliegen (04471/947722; info@heimatbund-om.de).

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Münsterlandtag: Heimatbund will zusammenbringen statt spalten - OM online