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MT-Friedensbett: Friesoyther Krankenhaus nimmt im Herbst zwei Kinder auf

Die knapp gewordene Kasse wird durch neue Spendengelder wieder gefüllt. Der jüngste Geldsegen stammt vom Oldenburger Lions-Club "Willa Thorade", der Friedensnägel zum 20. Geburtstag schmiedete.

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Setzen sich fürs MT-Friedensbett ein: Dr. Gabriele Schmitz, Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Wessels, Stadtschmied Alfred Bullermann, Lions-Club-Präsidentin Kerstin Kramer. Mitgliederbeauftragte Dr. Elisabeth Lencer sowie Maria Blum vom Friedensdorf Oberhausen (von links). Foto: Wimberg

Setzen sich fürs MT-Friedensbett ein: Dr. Gabriele Schmitz, Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Wessels, Stadtschmied Alfred Bullermann, Lions-Club-Präsidentin Kerstin Kramer. Mitgliederbeauftragte Dr. Elisabeth Lencer sowie Maria Blum vom Friedensdorf Oberhausen (von links). Foto: Wimberg

Sie haben offene Knochenbrüche, blutige Wunden und Entzündungen gesehen und so viele Kinder erlebt, die unter großen Schmerzen leiden müssen. In Deutschland sind Behandlungen dieser Art Routine, in Angola oder Afghanistan erwartet die Mädchen und Jungen nicht selten eine Amputation. Es fehlt die medizinische Ausstattung und selbst wenn sie existierte, den Großfamilien das Geld. "Und es wird immer dramatischer", berichtet Maria Blum von den Erzählungen ihrer Kollegen, die gerade aus beiden Ländern zurückgekehrt sind.

50 verletzte Kinder lassen sie im Herbst in ihr Friedensdorf international einfliegen, zwei von ihnen fahren dann von Oberhausen ins Friesoyther Krankenhaus. Über das MT-Friedensbett wird die medizinische Hilfe realisiert, Sponsoren machen sie möglich. Wie berichtet, wurden die Mittel jedoch vor allem in den letzten beiden Jahren coronabedingt knapp. Somit kommt der Geldsegen für die Initiative der Münsterländischen Tageszeitung und des St.-Marien-Hospitals genau richtig. Erst vor Kurzem hatte ein Ehepaar das MT-Friedensbett mit rund 250.000 Euro in seinem Testament bedacht. Weitere 7500 Euro kamen jetzt hinzu.

Architektin und Künstlerin Kerstin Kramer aus Friesoythe überreichte als Präsidentin des Oldenburger Lions Clubs "Willa Thorade" den Erlös aus der Schmiedeaktion anlässlich des 20-jährigen Bestehens ihrer Vereinigung. Die Mitglieder konnten dafür den Friesoyther Stadtschmied Alfred Bullermann als Organisatoren gewinnen, der mit vielen Kollegen Friedensnägel schmiedete, die erfolgreich zum Verkauf angeboten wurden.

"Krankenhäuser zu finden, wird immer schwieriger und wir kämpfen um jede Möglichkeit."Maria Blum, Friedensdorf international

Auch diese erzielte Summe fließt für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Doch Krankenhäuser zu finden, die sich der jungen Patienten annehmen können, "wird immer schwieriger, die Rückmeldungen sinken und wir kämpfen um jede einzelne Möglichkeit", betonte die Vertreterin des Friedensdorfes.

Mit den beiden Schützlingen, die ins Marien-Hospital kommen, sind es insgesamt 20 Kinder, die seit Gründung des MT-Friedensbetts zum Teil mehrfach versorgt wurden. "20 Schicksale aus 20 Großfamilien", betonte Blum und dankte für die Unterstützung. Der Aufenthalt bewirke vielfach, "dass die Mädchen und Jungen im Erwachsenenalter pädagogische, soziale und medizinische Berufe wählen und die Hilfe, die sie erfahren haben, zurückgeben möchten."

Ebenso wie das Friedensbett ist 2014 auch die Aktion "Schmieden für den Frieden" von Alfred Bullermann ins Leben gerufen und bis heute 1600 Nägel an die Spender übergeben worden.

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