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Motorenfans kommen in Essen auf ihre Kosten

Einen Tag lang verwandelte die Landjugend ihren Ort in ein Motorsportmekka. Die Atmosphäre stimmte. Die Teams waren aus der gesamten Region angereist. Gefahren wurde aus Spaß und für die Ehre.

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Sand und Staub: Im Pulk rasten die Rennautos an den Zuschauern vorbei. Die Piste war bestens präpariert. Foto: Meyer

Sand und Staub: Im Pulk rasten die Rennautos an den Zuschauern vorbei. Die Piste war bestens präpariert. Foto: Meyer

Nach zwei ereignisarmen Coronajahren hat sich die Katholische Landjugend (KLJB) Essen geräuschvoll zurückgemeldet. Das von den Jugendlichen organisierte Altwagenrennen zog am Samstag bei bestem Wetter rund 1200 Motorsportfans an die Lastruper Straße.

37 Autos gingen in drei Leistungsklassen an den Start. Die Fahrer waren aus der gesamten Region angereist. Einige kamen extra aus Nordrhein-Westfalen. Auf der bestens präparierten Rennstrecke galt es, binnen 20 Minuten so viele Runden wie möglich zu absolvieren. Die Boliden, eigentlich normale Straßenfahrzeuge, werden für Rennen dieser Art speziell umgebaut. "Alles, was stört, wird rausgeworfen", erklärte ein Teamleiter. Im Fahrerlager herrschte den ganzen Tag über reges Treiben. Nicht jedes Auto überstand den Einsatz ohne Blechschaden. Kleinere Defekte wurden vor Ort repariert. Danach konnte es für die meisten weitergehen.

Kraft unter der Haube: Die Boliden starteten in drei verschiedenen PS-Klassen. Foto: MeyerKraft unter der Haube: Die Boliden starteten in drei verschiedenen PS-Klassen. Foto: Meyer

Die jungen Veranstalter hatten das Ereignis tagelang vorbereitet. "Das war schon viel Arbeit", bestätigte KLJB-Vorsitzende Yvonne Elschen. Besonders wichtig war die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. So musste ein Zaun errichtet werden, der die Zuschauer von der Strecke trennte. Allerdings hatte auf dem Gelände bereits ein ähnliches Rennen stattgefunden. "Auf diese Erfahrungen konnten wir zurückgreifen", bestätigte Elschen. Am Samstag waren rund 30 Freiwillige im Einsatz, unter ihnen auch Mitglieder des Oldtimerclubs Poggenschlatt. Sie brachten die nach jedem Durchgang tiefgepflügte Piste mit ihren Treckern wieder in Ordnung. Auch das Deutsche-Rote-Kreuz war vor Ort, ebenso die Freiwillige Feuerwehr Essen. Yvonne Elschen bedankte sich für die Unterstützung, ohne die der Renntag nicht habe stattfinden können.

Landjugend steigert Mitgliederzahl

Mit der Resonanz durfte die Landjugendvorsitzende ebenfalls zufrieden sein. Die Gruppe hatte zuvor emsig im Internet und mit Flyern geworben. "Wir wollten etwas Größeres auf die Beine stellen. Nach der langen Coronazeit haben das die Leute verdient". Die 2016 neu gegründete Landjugend wurde durch die Pandemie zwar ausgebremst. Trotzdem stieg die Mitgliederzahl inzwischen auf 60. "Die Entwicklung ist gut", freute sich Elschen. Ob es im kommenden Jahr eine Wiederauflage des Altwagenrennens geben wird, stehe aber noch nicht fest. "Wir werden uns später zusammensetzen und gucken, wie es gelaufen ist."

Rennspuren: Nicht jedes Auto überstand den Einsatz unbeschadet. Foto: MeyerRennspuren: Nicht jedes Auto überstand den Einsatz unbeschadet. Foto: Meyer

Am frühen Abend wurden die Schnellsten geehrt. Der Sieg war Nebensache. Ein Preisgeld gab es nicht zu gewinnen, die drei Besten in jeder PS-Klasse erhielten Pokale. Schluss war damit aber nicht. Bei der anschließenden Party mit den "Soundmonkeys" gaben Fahrer und Helfer noch einmal richtig Gas.

Die Bestplatzierten:

  • Klasse 1: 1. Markus Müller (Bremen), 2. Frank Rothermund (Nienburg), 3. Daniel Eisenberger (Quakenbrück).
  • Klasse 2: 1. Maik Falkenau (Hemmelte), 2. Sebastian Noetzel (Cloppenburg), 3. Robin Eberstein (Linsburg).
  • Klasse 3: 1. Marc Wolter (Bielefeld), 2. Rene Nienaber (Steinfeld), 3. Marcel Braun (Ascheberg).
  • Sieger K.o.-Rennen: Sven Maaß (Bremen).
Aufgewühlt: Die Boliden lieferten sich heiße Rennen.
Foto: Georg Meyer
Liegengeblieben: Der Radlader greift ein.
Foto: Georg Meyer
Jede Runde zählte.
Foto: Georg Meyer
Die Autos wurden extra umgebaut.
Foto: Georg Meyer
In Staub und Dreck.
Foto: Georg Meyer
Nah dran: Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten.
Foto: Georg Meyer
Staubwolke: Die Fahrer drückten aufs Tempo.
Foto: Georg Meyer
Alles im Griff: Die Landjugend sorgte für einen reibungslosen Ablauf.
Foto: Georg Meyer
Klein und Groß hatten Spaß beim Rennen.
Foto: Georg Meyer
Gut besucht: Hunderte verfolgten die Rennen.
Foto: Georg Meyer
Feierabend: Der Wagen konnte nicht mehr weiterfahren.
Foto: Georg Meyer
Fehlersuche im Fahrerlager.
Foto: Georg Meyer
Deutliche Rennspuren: Es blieb bei Blechschäden.
Foto: Georg Meyer
Lokalmatador: Auch die Essener Firma Anneken machte mit.
Foto: Georg Meyer
Sicherheit first.
Foto: Georg Meyer
Fast 40 Autos gingen auf die Strecke.
Foto: Georg Meyer
Warten auf den Start.
Foto: Georg Meyer
Der Oldtimerclub Poggenschlatt präparierte die Piste.
Foto: Georg Meyer

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