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Montessori-Konzept motiviert Petersdorfer Grundschüler seit 20 Jahren

Seit 20 Jahren existiert in der Einrichtung ein Betreuungskonzept, das von Elisabeth Schwerdt und Agnes Brinkmann umgesetzt wird. Die Schulleiterin dankt dem Duo für Hilfe und Zuverlässigkeit.

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Zeit für ein Quiz: Die Kinder diskutieren mit Agnes Brinkmann die möglichen Antworten. Fotos: Claudia Wimberg

Zeit für ein Quiz: Die Kinder diskutieren mit Agnes Brinkmann die möglichen Antworten. Fotos: Claudia Wimberg

Das Rätsel um die Löcher im Käse war rasch gelöst. Auch wenn sie es können, kommen Mäuse wohl nicht infrage, stand für die kleine Gruppe schnell fest. Es ist sicher ein Gas, das Blasen wirft, einigte sich das Rateteam auf Antwort C. „Richtig“, sagt Agnes Brinkmann, zieht die nächsten Quizkarten und ihre kleinen Zuhörer diskutieren, wie Mehl entsteht oder wie sie Popcorn machen können. Einen Tisch weiter misst Elisabeth Schwerdt mit ihren Schützlingen Wasser. Mal exakt 200 Milliliter, mal genau 50. Der Messbecher kann für die Längen und Breiten der Teppiche vor der Tür auch gegen einen Zollstock getauscht werden. Lego lädt zum Bau ein und am Webstuhl entsteht ein kuschliges Kissen.

Schon vor der Pflicht gab es in der Petersdorfer Grundschule die Kür

Das Betreuungskonzept nach Maria Montessori kommt an. Die Mädchen und Jungen der Petersdorfer Grundschule werden aufgefordert, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten und müssen nicht lange gebeten werden. Sie werden dabei begleitet, aber nicht bevormundet. Es gibt verlässliche Strukturen mit der Freiarbeit im Fokus. Die Erst- und Zweitklässler lernen also, „es selbst zu tun“, ergreifen und begreifen, "dass nichts im Verstand ist, was nicht vorher in den Sinnen war".

20 Jahre existiert an der Petersdorfer Grundschule bereits ein professionelles und ganzheitliches Betreuungsangebot. Schon bevor es landesweit verpflichtend wurde, waren Eltern eingeladen, ihre Kinder in der verlässlichen Grundschule anzumelden und damit in die Hände von Elisabeth Schwerdt und Agnes Brinkmann zu geben. Daran hat sich bis heute nichts geändert und beide Frauen freuen sich über den Erfolg des schuleigenen Programms, das die kindliche Persönlichkeit entfalten, das Lerninteresse fördern und Fähigkeiten weiterentwickeln soll.

Milliliter: Elisabeth Schwerdt unterstützt ihre Schützlinge beim Wasser messen.Milliliter: Elisabeth Schwerdt unterstützt ihre Schützlinge beim "Wasser messen."

In der "alten Lehrerwohnung" wurden die ersten Kinder begrüßt "ein Raum war schnell zu eng, aber wir hatten in dem Gebäude ja eine große Freiheit mit viel Platz", erinnert sich Elisabeth Schwerdt, Erzieherin mit Montessori-Diplom, an die Anfänge. Die Gruppen nehmen das Angebot grundsätzlich gerne an „und finden sich mit den vielfältigen Lernmaterialien gut zurecht“, ergänzt Agnes Brinkmann als pädagogische Fachkraft. Dass der Bedarf da ist, beweisen die Zahlen. So sind es rund 32 Kinder, die betreut werden, "dabei glücklich und zufrieden sind und wissen, dass es auch um Rücksichtnahme und Teamarbeit geht".

Seit 2010 wird die Petersdorfer Einrichtung als "offene Ganztagsschule" geführt, 2017 folgte der Umzug ins Schulgebäude. "Das Konzept ist konsequent etabliert worden. Ihr seid keine externen Mitarbeiter, sondern gehört zum Kollegium", betonte Schulleiterin Johanna Albers nachdrücklich und dankte dem verlässlichen Duo für ihren 20-jährigen Einsatz an 5 Tagen pro Woche.

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