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Molberger wollen Hilfe für Kriegsflüchtlinge forcieren

Kirchengemeinde, Heimatverein und der Heimatverein der Deutschen aus Russland haben rund 24.000 Euro gesammelt. Die Verantwortlichen wollen nun ihren Einsatz forcieren.

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Engagieren sich für ukrainische Geflüchtete (von links): Ludger Möller, Nadja Kurz, Pastor Uwe Börner und Kurt Bussmann. Foto: Heinzel

Engagieren sich für ukrainische Geflüchtete (von links): Ludger Möller, Nadja Kurz, Pastor Uwe Börner und Kurt Bussmann. Foto: Heinzel

In Molbergen bleibt die Hilfsbereitschaft groß. Nun sollen die Einzelaktionen weiter forciert und vor Ort ausgebaut werden. Das haben sich Vertreter der Heimatvereine, Pastor Uwe Börner und Alt-Bürgermeister Ludger Möller vorgenommen.

Gerade erst kamen durch eine Kollekte der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist mehr als 10.000 Euro für Geflüchtete aus der Ukraine zusammen. Mit dem seit Anfang März gespendeten Geld stehen der Hilfsaktion der Kirchengemeinde, des Heimatvereins Molbergen und des Heimatvereins der Deutschen aus Russland über 24.000 Euro zur Verfügung. „Die Menschen wollen helfen“, sagt Pastor Uwe Börner. Die 10.000 Euro aus der Kollekte sollen nun zum Kauf von Lebensmitteln genutzt werden.

Heimatvereine haben Spendenkonto eingerichtet

Die Heimatvereine hatten sich Anfang März entschlossen, ihrem Freund und ukrainischen Künstler Ivan Hutsul zu helfen. Sie hatten hierfür ein Spendenkonto (IBAN: DE 20 2805 0100 0094 1504 14) eingerichtet. Hier sind in den letzten Wochen fast 17.000 Euro eingegangen. Ein Teil des Geldes wurde bereits für einen ersten Hilfstransport mit Lebensmitteln am 10. März verwendet. Weitere sollen folgen. Aktuell suchen Ludger Möller – Molbergens ehemaliger Bürgermeister – und Pastor Uwe Börner einen Transportunternehmer.

Ivan Hutsul kümmert sich mit anderen Kirchenmitgliedern in seiner Heimatstadt Czernowitz im Südwesten der Ukraine um ankommende Flüchtlinge. Dabei helfen die Molberger mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Zudem werden Transfers bezahlt, um Menschen aus den umkämpften Gebieten retten zu können. Den Kontakt zu Ivan Hutsul hält in Molbergen Nadja Kurz vom Heimatverein der Deutschen aus Russland. „Wir telefonieren oder schreiben jeden Tag“, sagt sie. 

Ivan Hutsul (Mitte) nimmt den ersten Hilfstransport entgegen. Foto: privatIvan Hutsul (Mitte) nimmt den ersten Hilfstransport entgegen. Foto: privat

Ivan Hutsul verbindet mit dem Heimatverein und der Gemeinde Molbergen viel: 1995 fand die erste Ausstellung des Kunstprofessors im Rathaus statt, erzählt der Heimatvereinsvorsitzende Kurt Bussmann. Hutsul lehrte damals bereits an der Nationalen Ivan Ohiienko University in Kamianets-Podіlskyi.

In den Folgejahren kam der Professor und Künstler immer wieder mit Studenten nach Molbergen, um zu malen. Zudem gab es die „Molberger Sommerakademie“, bei der Hutsul Kurse gab. Von dem Ukrainer stammt der Entwurf des Modells der Bäkers Mühle im Dorfpark Molbergens. 

Es solle künftig auch gemeinsam geholfen werden, sagen Bussmann und Möller. Immerhin passiere vor Ort viel; auch die Pfingstgemeinde helfe, wo sie könne.  „Wir wollen weiter anpacken und schauen: Was können wir in Molbergen noch tun, um Flüchtlingen zu helfen.“ Die Runde nennt hier Sprachkurse als eine Möglichkeit. „Wir brauchen den gemeinsamen Tisch, damit alle wissen, was wer unternimmt“, meint Ludger Möller.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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