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Molberger suchen nach Wohnraum für Geflüchtete

In der Gemeinde sind mittlerweile um die 173 Ukrainer offiziell registriert. Ein Treffen mit allen Verantwortlichen und den Schutzsuchenden selbst soll die Hilfe besser organisieren.

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Die Organisatoren: Die Initiative „Hilfe für die Ukraine“ mit Pfarrer Uwe Börner, Nadja Kurz (Heimatverein der Deutschen aus Russland), Bürgermeister Witali Bastian, Pfarrer Oliver Dürr, Altbürgermeister Ludger Möller, Kurt Bussmann (Heimatverein), Ernst Fischer, Waldemar Maier und Alexander Buchmüller (alle Freie Evangeliums-Christengemeinde), Christina Meyer (Gemeinde Molbergen) und P. Jineesh Karakkada (katholische Pfarrgemeinde) will ihre Arbeit koordinieren und Angebote für Ukrainer in Molbergen schaffen.   Foto: Landwehr

Die Organisatoren: Die Initiative „Hilfe für die Ukraine“ mit Pfarrer Uwe Börner, Nadja Kurz (Heimatverein der Deutschen aus Russland), Bürgermeister Witali Bastian, Pfarrer Oliver Dürr, Altbürgermeister Ludger Möller, Kurt Bussmann (Heimatverein), Ernst Fischer, Waldemar Maier und Alexander Buchmüller (alle Freie Evangeliums-Christengemeinde), Christina Meyer (Gemeinde Molbergen) und P. Jineesh Karakkada (katholische Pfarrgemeinde) will ihre Arbeit koordinieren und Angebote für Ukrainer in Molbergen schaffen.   Foto: Landwehr

„Wir haben Krieg in Europa. Die Menschen, die hier kommen, sind in Not“, hatte Ernst Fischer als Vertreter der Freien Evangeliums-Christengemeinde erfahren. Dem schloss sich auch Pfarrer Uwe Börner an und appellierte an die Molberger, Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „Niemand muss es umsonst machen. Aber wir müssen auch die Menschenwürde wahren und den Flüchtlingen aus der Ukraine entsprechende Rahmenbedingungen bieten“, ergänzte Pastor Oliver Dürr im Rathaus in Molbergen. Bürgermeister Witali Bastian hatte die verschiedenen Initiativen, die sich um Hilfe für die Ukraine und für Flüchtlinge aus der Ukraine engagieren, eingeladen, um die Hilfe zu koordinieren.

Bastian bedankte sich bei den vielen freiwilligen Helfern für die schnelle und tatkräftige Hilfe. „Bei uns standen die Leute im Flur – und wir konnten sie anfangs schnell unterbringen.“ Der Bürgermeister bedankte sich auch für alle, die die Hilfe für den in Molbergen bekannten Künstler Ivan Hutsul, der in der Ukraine mit großem Engagement Flüchtlingen hilft, unterstützen.

Inzwischen wird Hilfe auch in Molbergen gebraucht. „Der Krieg ist hier angekommen, weil die Menschen hierher geflohen sind“, so Bürgermeister Witali Bastian, der berichtete, dass am Dienstag (29. März) in Molbergen offiziell 173 Ukrainer registriert waren, die nach Cloppenburg zweitgrößte Zahl im Kreis. Davon seien laut Bastian 87 minderjährig (18 Kinder bis zu 3 Jahren, 21 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren und 48 schulpflichtige Kinder). Einige seien bereits in den Schulen und Kindertagesstätten angekommen. „Die Verantwortlichen in den Schulen und Kitas arbeiten mit großem Engagement, damit die Kinder zurechtkommen“, lobte der Bürgermeister. „Denn die Kinder, die angemeldet sind, sind auch schulpflichtig, auch wenn im Einzelfall wegen traumatischer Erlebnisse Ausnahmen gemacht werden.“

Bei Treffen sollen Ukrainer ihre Wünsche äußern können

Das größte Problem für die Kommune sei es, Wohnraum für die ukrainischen Flüchtlinge zu finden. „Wir müssen Leute persönlich ansprechen. Denn es gibt auch in der Gemeinde Molbergen, im Ort und in den Bauerschaften, freien Wohnraum“, so die Verantwortlichen.

Nadja Kurz von der Initiative „Hilfe für die Ukraine“ regte ein Treffen der Ukrainer an, um deren Wünsche und Bedürfnisse zu erfragen, um ihnen eine Information zu Molbergen und zur Region zu bieten und auf ihre Fragen einzugehen.

Die Initiativen einigten sich im Rathaus darauf, dass am 12. April (Dienstag) um 19 Uhr ein Treffen des Arbeitskreises mit jetzigen und potenziellen Vermietern im DRK-Heim stattfinden soll. Einen Tag später, am 13. April (Mittwoch), soll um 19 Uhr ein Treffen der Ukrainer, an dem auch potenzielle Vermieter teilnehmen können, im Pfarrsaal in Molbergen stattfinden. Weitere Treffen sollen dann abwechselnd im Saal der Freien Evangeliums-Christengemeinde und im katholischen Pfarrsaal stattfinden. Bei Sprachproblemen bot Ernst Fischer an, geeignete Dolmetscher zu besorgen.

„Am Geld braucht die Hilfe nicht zu scheitern.“ Molbergens Altbürgermeister Ludger Möller

Für Mütter mit Kindern sollen anschließend Spielnachmittage stattfinden, bei denen sich die Mütter austauschen können und sie Informationen bekommen können. Zudem soll versucht werden, geeignete Personen zu finden, die einen Sprachunterricht, der zum Beispiel im Vereinsheim des SV Molbergen stattfinden könnte, anbieten. Auch die evangelische Kirchengemeinde kann am Vormittag einen Raum zur Verfügung stellen.

„Am Geld braucht die Hilfe nicht zu scheitern“, machte Molbergens Altbürgermeister Ludger Möller deutlich, auch wenn es unmoralisch sei, sich durch die Not der Flüchtlinge übermäßig zu bereichern. „Wir brauchen für die Flüchtlinge den Wohnraum jetzt. Die Not ist aktuell. Täglich kommen in Molbergen viele Menschen an. Da müssen wir helfen“, waren sich die Teilnehmer einig.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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