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Molberger Schüler erlernen Selbstvertrauen

Was soziale Kontakte angeht, sah es bei Kindern in den letzten Jahren schlecht aus. Helfen soll nun ein Sozialkompetenztraining mit Erlebnispädagogen des Instituts „Mambo“ .

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Die Kommunikation macht's: Auf den Fingern balancierend sollen die Schüler den Stab auf dem Boden ablegen. Foto: Landwehr

Die Kommunikation macht's: Auf den Fingern balancierend sollen die Schüler den Stab auf dem Boden ablegen. Foto: Landwehr

„Eine Gruppe braucht Teamwork. Dazu gehört auch Kommunikation. Ihr müsst miteinander reden“, erläutert Marcus Neyka. Der Erlebnispädagoge aus dem ostfriesischen Timmel ist in die 5. und 6. Klassen der Anne-Frank-Oberschule gekommen, um mit den Schülern ein Sozialkompetenztraining durchzuführen. „Besonders die jüngeren Schüler haben unter dem Lockdown, unter Homeschooling besonders gelitten. Gerade das soziale Lernen und ganz allgemein die Sozialkompetenz sind ein wenig auf der Strecke geblieben“, hat Oberschulrektorin Petra Hensen erfahren. „Die Bemühungen unserer Lehrkräfte möchten wir durch die Erlebnispädagogen des Instituts „Mambo“ unterstützen“, ergänzt Hensen.

„Ihr habt es nicht geschafft, weil ihr nicht miteinander gesprochen habt“, kritisiert Marcus Neyka. Der Grund: Gerade sollte eine Gruppe von Schülern einen Stab auf den Fingerspitzen tragen und am Boden ablegen. Doch der Stab war heruntergefallen. „Wenn ihr kein Teamwork habt, wenn ihr nicht miteinander redet, keinen Zusammenhalt zeigt und keine Ruhe dabei zeigt, schafft ihr es nicht“, erläutert Neyka.

Schüler sollen respektvolles Miteinander erlernen

Beim Versuch, durch eine Schlinge zu springen, ohne sie zu berühren, werden die Schüler jedes Mal schneller. Doch beim vierten und fünften Mal häufen sich die Fehler, die Berührungen. „Ihr macht die Fehler, weil ihr Stress habt, weil einige keine Lust mehr haben. Ihr müsst alle motiviert sein. Ihr müsst euch sagen: Das schaffen wir!“ Neyka verspricht eine Belohnung für eine schnellere Zeit. Tatsächlich stellen die Schüler einen neuen Rekord auf. „Ihr habt es geschafft, weil ihr an euch geglaubt habt“, begründete Neyka, der seit einigen Jahren als selbstständiger Erlebnispädagoge in Firmen, Vereinen oder Schulen arbeitet.

3 Zeitstunden hat er in Molbergen pro Klasse eingeplant. Sein Ziel ist es, dass sich die Schüler besser kennenlernen, dass sie als Gruppe arbeiten und dass sie zusammenarbeiten. Dabei ist für Neyka das respektvolle Miteinander etwas absolut Grundlegendes. Denn die Schüler sollen erkennen: Gemeinsam geht es besser. Wenn man Hilfe bekommt, zum Beispiel im Unterricht, löst man eine Aufgabe schneller. „Vertrauen lässt Kinder wachsen“, ist ein weiteres Grundprinzip seiner Arbeit, die er immer mit Spaß vermittelt, damit die Kinder „Bock“ haben, wie er sagt.

Insgesamt gehören zu seinem Team zwölf Mitarbeitende. In Molbergen arbeiteten zwei männliche Pädagogen. „Schulen werden immer weiblicher. Da kann es für Schüler auch mal gut sein, wenn sie die männliche Seite erleben“, glaubt Marcus Neyka.

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