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Molberger Kita rückt die Sprache in den Fokus

"Die Arche" beteiligt sich am Bundesprogramm "Sprach-Kitas". Eine Fachkraft schult nun das Team der Einrichtung darin, noch besser den Spaß am Umgang mit Sprache vermitteln zu können.

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Auf ein Wort: Karin Möhlenkamp (hinten, von links), Nina Büter und Uwe Börner freuen sich, dass "Die Arche" nun Sprach-Kita ist. Foto: Schrimper

Auf ein Wort: Karin Möhlenkamp (hinten, von links), Nina Büter und Uwe Börner freuen sich, dass "Die Arche" nun Sprach-Kita ist. Foto: Schrimper

Die Kita "Die Arche" in Molbergen darf sich offiziell Sprach-Kita nennen. Die Einrichtung in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist hat den Zuschlag für das Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" bekommen. Zunächst bis Ende 2022 wird Nina Büter – bislang selbst Erzieherin in der Kita – den Mitarbeitenden der "Arche" als Fachkraft für sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien, beratend zur Seite stehen.

Wie "Arche"-Leiterin Karin Möhlenkamp im Gespräch mit der Redaktion erläuterte, soll das Bundesprogramm nicht nur Kindern aus  bildungsbenachteiligten Familien oder Familien mit  Migrationshintergrund, sondern allen Kindern den Spaß am Umgang mit der deutschen Sprache vermitteln. "Wir können hier Einfluss nehmen auf die sprachliche Entwicklung der Kinder", betonte sie. Immerhin habe die sprachliche Kompetenz einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg des Kindes. Es gelte, "für alle Kinder Sprache so interessant zu machen, wie es geht". Das könne etwa durch Lieder, Geschichten und Gebärden passieren. 

Büter ist bei fachlichen Fragen und Herausforderungen in puncto sprachliche Bildung Ansprechpartnerin für das Team, das sie fortlaufend beraten, schulen und begleiten will. Auch zu den Eltern soll sie eine Brücke schlagen. Das sei vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Corona-Pandemie noch etwas schwierig, sagte sie. "Ohne Corona würden wir eine andere Arbeit leisten." In den kommenden Monaten soll in der Kindertagesstätte ein Elterncafé entstehen, das den unkomplizierten Austausch zu allen Themen, die die Eltern interessieren, ermöglichen soll. Hierbei gehe es auch darum, so etwas wie eine "Willkommenskultur" zu etablieren, so Büter – gerade auch für junge Familien, die erst neu in die Gemeinde gezogen seien.

Sprache spielerisch entdecken

Pfarrer Uwe Börner ist froh, dass die neue Fachkraft-Stelle mit einer Mitarbeiterin besetzt werden konnte, die die Einrichtung und "die Situation der jungen Familien" kennt. Das sei ein großer Vorteil. Es gehe nicht darum, eine Stelle nur zu besetzen, sondern zu füllen.

Die Krippe und die Kita St. Johannes Baptist sowie die Kita "Unterm Regenbogen" sind laut Möhlenkamp seit 2016 Sprach-Kitas. Die Kita St. Anna in Peheim hat sich ebenso wie die "Arche" erst kürzlich für das Bundesprogramm qualifiziert. Dort müsse die Fachkraft-Stelle allerdings erst noch besetzt werden, so Börner. Auch er hebt die enorme Bedeutung von Sprache hervor. Sie helfe etwa, Gefühle auszudrücken und darüber zu sprechen. "Ohne sie blockiert etwas." 

Das Erlernen von Sprache müsse mit Freude passieren, betont Möhlenkamp. Sie nennt ein Beispiel: Man übe nicht die Aussprache des Wortes "Apfel", sondern pflücke im Idealfall selbst einen vom Baum und probiere, wie er schmeckt. Dann könnten Kinder mit dem Wort Apfel auch etwas verbinden. In den Alltag integrierte sprachliche Bildung sei zum Beispiel schon die Begrüßung des einzelnen Kindes am Morgen durch die Erzieherin beziehungsweise den Erzieher. Sprachanregende Bilderbuchbetrachtungen, begleitete Mahlzeiten und vieles mehr gehörten ebenfalls dazu. 

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