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Molberger HGV drängt auf Internet-Ausbau

Bei einem ersten Kennlernabend haben sich Molbergens Bürgermeiser Witali Bastian sowie die neuen Ratsmitglieder mit dem Handels- und Gewerbeverein über die aktuelle Lage ausgetauscht.

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Hörten dem Bürgermeister zu: die Mitglieder des Handels- und Gewerbevereins Molbergen. Foto: Landwehr

Hörten dem Bürgermeister zu: die Mitglieder des Handels- und Gewerbevereins Molbergen. Foto: Landwehr

Seit einem Jahr hat die Gemeinde Molbergen einen neuen Bürgermeister und seit wenigen Tagen einen neuen Rat. Zu einem Kennlernabend hatte nun der HGV Molbergen Ratsmitglieder und Bürgermeister eingeladen. Bürgermeister Witali Bastian nutzte die Gelegenheit, die Entwicklung der Gemeinde und die künftigen Herausforderungen darzustellen.

Noch sei nach Auskunft des Bürgermeisters nicht entschieden, wer in Molbergen den Ausbau des Glasfasernetztes vorantreibt. Sowohl die Deutsche Glasfaser als auch das Unternehmen Gasfaser Nordwest – ein Joint-Venture-Unternehmen der EWE mit der Deutschen Telekom – hätten Vorteile, aber auch Nachteile. Auch die vier nötigen Standorte für Richtfunkmasten müssten noch diskutiert werden – eine spannende Aufgabe für den Rat, wie auch HGV-Vorsitzender Ludger Drees fand, der die anschließende Diskussion moderierte. Hier zeigte sich, dass der Ausbau schneller Glasfaserverbindungen allen Mitgliedern des HGV auf den Nägeln brennt.

Bei jährlich ziemlich gleichbleibend knapp über 130 Geburten seien die Kindertagesstätten ausgelastet. Zurzeit besuchen 317 Kinder die Kindergärten, 80 die Krippen und 20 Kinder gehen in eine altersübergreifende Gruppe im Kindergarten St. Johannes Baptist. Ab 2022 stehen 20 Kinder auf der Warteliste. Hier sei Handlungsbedarf angesagt, so der Bürgermeister.

Grundschule Molbergen platzt aus allen Nähten

Während in der Anne-Frank-Oberschule die größte Raumnot beseitigt sei, wenn der Umbau in wenigen Monaten fertiggestellt sei, platze die Grundschule aus allen Nähten. Hier lägen Pläne für einen Erweiterungsbau Richtung Dwergter Straße vor.

Erfreulich sei, dass der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in wenigen Wochen abgeschlossen werden und die Feuerwehr in einen schönen, zweckmäßigen Neubau umziehen könne. Auch die Polizeistation Molbergen sei mit Polizeikommissarin Marina Gunz (seit dem 1. September) und mit Polizeioberkommissar Thomas von Bargen (seit 1. Oktober) wieder optimal besetzt.

"Wir haben schöne Gewerbegebiete. Wir haben zwar keine Big Player, wie sie vor wenigen Jahren hier noch im Gespräch waren. Aber unsere Gewerbesteuereinnahmen wachsen langsam, aber stetig", war Bürgermeister Bastian mit der Gewerbeansiedlung zufrieden. Allerdings seien nur noch ganz wenige Flächen aktuell verfügbar. In Peheim sei das letzte Fleckchen nun auch vergeben. Die größten Herausforderungen für den Rat in den kommenden Jahren lägen bei der Kindergarten- und Grundschulplanung sowie in der Ausweisung von Wohnbau- und Gewerbeflächen.

In Molbergen leben 9186 Menschen aus 43 Staaten

"Ich kann versichern, dass die Firma Amcom auf dem ehemaligen Sportplatz 'Am Waldeck' ab Frühjahr 2022 baut. Das Gebiet ist vollständig überplant. Die Firma kalkuliert zunächst mit 100 Mitarbeitern an diesem Standort." Wenn dann der Neubau des Lidl-Marktes ebenfalls fertiggestellt sei, werde die Straße "Am Waldeck" ein völlig neues Gesicht zeigen.

"Wenn der Hellekamp in den nächsten Monaten im Rahmen der Dorferneuerung umgebaut ist, biegt das Leuchtturmprojekt 'Neue Ortsmitte Molbergen' auf die Zielgeraden ein", so Bastian, der den Ausbau der Ortsmitte vom Kreisel bis zum Kneheimer Weg als gelungen bezeichnete.

Am 1. Oktober lebten in der Gemeinde Molbergen 9186 Menschen. Insgesamt kommen 885 von ihnen aus 43 Staaten. Der Hauptteil der Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit kommt aus Rumänien (334 Personen) und Polen (137 Menschen). 72 Personen kommen aus Bulgarien, 48 aus Litauen, 41 aus Lettland, 35 aus Russland und 21 aus der Ukraine. Je 18 Personen kommen aus den Niederlanden, aus Italien und Syrien. Aus weiteren 33 Ländern kommen zwischen 14 (Moldau) und einer Person (Singapur, Uganda, Kuba, Kirgistan oder Dänemark). Hinzu kommen fünf geduldete Asylbewerber und 12 anerkannte Flüchtlinge mit einer Aufenthaltserlaubnis. Am 11. November werde erstmals wieder eine irakische Flüchtlingsfamilie mit fünf Personen die Unterkunft in Ermke beziehen.

Auch beim anschließenden Kohlessen war die Diskussion noch nicht beendet.

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