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Molberger Feuerwehr ist auch in Krisenzeiten standfest

Nach einer eineinhalbjährigen Pandemie-bedingten Pause hat wieder eine Generalversammlung bei der Molberger Feuerwehr stattgefunden.

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Beförderungen und Neuaufnahmen: Gemeindebrandmeister Christian Ludmann (links) und Ortsbrandmeister Werner Burrichter freuten sich mit ihren Kameraden. Foto: Götting

Beförderungen und Neuaufnahmen: Gemeindebrandmeister Christian Ludmann (links) und Ortsbrandmeister Werner Burrichter freuten sich mit ihren Kameraden. Foto: Götting

Auf eine ungewöhnlich lange Zeitspanne blickte die Freiwillige Feuerwehr Molbergen bei ihrer Generalversammlung zurück. Nach eineinhalb Jahren sei die Versammlung laut Ortsbrandmeister Werner Burrichter "anders als sonst". Es habe im Jahr 2020 durch die Pandemie bedingt 2 Aussetzungen des Dienst- und Übungsbetriebs gegeben, erst im Juni dieses Jahres seien Dienste, Übungen und Einsätze wieder voll aufgenommen worden.

Burrichter bedauerte die vielen verlorenen Stunden der Kameradschaft und zugleich den erheblichen Ausfall an Lehrgängen. Dennoch blickte er stolz auf seine Truppe. Das Impfangebot sei praktisch vollständig angenommen worden und alle Mitglieder seien der Wehr treu geblieben. Da hätten andere Vereine während der Pandemie deutlich mehr gelitten. 

44 Einsätze wurden im vergangenen Jahr bewältigt

Trotz aller Einschränkungen rückte die in 2 Einsatzgruppen geteilte Wehr im vergangenen Jahr zu 44 Einsätzen aus. 17 Brände wurden bekämpft, 25 Mal konnte man Hilfe leisten und 2 weitere Male narrten Brandmeldeanlagen die Kameraden. Personell standen im vergangenen Jahr 54 aktive Mitglieder zur Verfügung, zur Altersgruppe gehörten 11 Männer und in der Jugendfeuerwehr werden zurzeit 20 junge Molberger ausgebildet. 3 davon wurden während der Generalversammlung in die aktive Wehr aufgenommen.

Jugendfeuerwehrwart Michael Schweers hatte wenig zu berichten, freute sich aber über den Zusammenhalt seiner Jugendlichen. Die Corona-Pandemie habe gerade mal einen Besuch beim DRK zugelassen, ansonsten seien die meisten Dienstabende ausgefallen. Über gute Finanzen konnte Kassierer Jörg Herder berichten, seine Arbeit wurde von den Kassenprüfern positiv bestätigt.

Einen großen Raum nahmen verschiedene Beförderungen während der Versammlung ein. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Robin Block, Michael Bröring, Hendrik Kille, Paul Kiselev, Marvin Steiger, Kevin Büter und Janis Wodniczak befördert. Hendrik Thieken ist jetzt Feuerwehrmann. Durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Franz-Josef Nording und Gemeindebrandmeister Christian Ludmann wurde Manuel Weß zum Brandmeister befördert.

Feuerwehr muss länger auf Feuerwehrhaus warten

Bei den Neuwahlen entschieden sich die Molberger Wehrleute für Jörg Herder als Kassenwart, Janis Wodnizcak als stellvertretenden Gerätewart, Tobias Preit als Atemschutzgerätewart, Andreas Gensel als dessen Stellvertreter und Aloys Ehrenfellner als Kassenprüfer. Für ihre langjährigen Dienste in der Feuerwehr ehrte das Kommando Thomas Niemann (40 Jahre) und Ansgar Thölking (25 Jahre). Gemeindebrandmeister Christian Ludmann nutzte die Versammlung, um den Kameraden der Peheimer Wehr sein Bedauern für den Ausfall des Kreisfeuerwehrfestes auszudrücken.

Gleichzeitig appellierte Ludmann, den Übungsbetrieb in den Wehren zu intensivieren. "Feuerwehr muss man lernen, wir brauchen die Übungsabende", so der Gemeindebrandmeister. Bürgermeister Witali Bastian dankte seiner Wehr für das Durchhalten während der Pandemie, aber auch für die hohe Impfbereitschaft, die letztlich auch die Einsatzfähigkeit gewährleiste. Die jüngsten Flutkatastrophen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hätten gezeigt, wie wichtig die Feuerwehren seien.

Jubilare und Brandmeister: Im Beisein von Bürgermeister Witali Bastian (rechts) und des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Franz-Josef Nording (2. von links) wurde Manuel Weß (3. von links) zum Brandmeister befördert. Ansgar Thölking (3. von rechts) und Thomas Niemann (2. von rechts) wurden für 25 bzw. 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr geehrt. Foto: GöttingJubilare und Brandmeister: Im Beisein von Bürgermeister Witali Bastian (rechts) und des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Franz-Josef Nording (2. von links) wurde Manuel Weß (3. von links) zum Brandmeister befördert. Ansgar Thölking (3. von rechts) und Thomas Niemann (2. von rechts) wurden für 25 bzw. 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr geehrt. Foto: Götting

Im Zusammenhang mit dem Neubau des Feuerwehrhauses musste Bastian die Kameraden vertrösten. Wegen der immensen Materialknappheit in der Bauwirtschaft und enormer Kostensteigerungen in einzelnen Gewerken sei "die Fertigstellung in 2021 wohl nicht mehr möglich". Dennoch dankte der Verwaltungschef dem Beraterteam der Feuerwehr Molbergen, das der Verwaltung während der Bauphase zur Verfügung gestanden habe. Zum Abschluss berichtete Bastian von einer Großspende in Höhe von 10.000 Euro, die den Wehren in Molbergen und Peheim nun zugute kommen soll.

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