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Moderne Krippe in Garrel erzählt viele Geschichten

Im Kolping-Freizeit-Zentrum bevölkern Porzellanpuppen ein Zeltlager. Dabei bleiben sie täglich in Bewegung.

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Viel zu entdecken: Maria, Josef und ihr Jesuskind finden Herberge auf einem Zeltplatz. Foto: Högemann

Viel zu entdecken: Maria, Josef und ihr Jesuskind finden Herberge auf einem Zeltplatz. Foto: Högemann

Vielerorts spiegelt sich die Weihnachtsgeschichte rund um die Geburt Jesu in der Krippe als Modell. Doch muss es immer das traditionelle Modell sein? Wo würden Josef und Maria heute unterkommen?

Diese Fragen stellte sich auch Hubert Bley, zweiter Vorsitzender der Kolpingsfamilie Garrel. Das Kolping Freizeit Zentrum (KFZ) Pastorenbusch stellt für Bley in der Gemeinde Garrel die ideale Herberge für Maria und Josef dar. Und so hat der KFZ-Beauftragte dort gemeinsam mit seinen „geländegängigen Rentnern“ das zweite Jahr in Folge eine besondere Krippe aufgebaut. „Klassisch mit Stall, das passt hier nicht“, erklärt Bley. „Das KFZ steht für Zeltlager!“ So finden sich Maria, Josef und Jesus inmitten von Zelten wieder.

Aufgrund der positiven Resonanz im letzten Jahr haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, die Krippe auch in diesem Jahr wieder aufzubauen. Allerdings ist sie ganz anders als im vergangenen Jahr. „Es gibt viel Neues zu entdecken“, preist Hubert Bley an.

Krippe bleibt die ganze Zeit in Bewegung

Das Besondere: Die Krippe ist möglichst lebendig und bleibt während der gesamten Zeit in Bewegung. „Wer heute kommt, kann vielleicht morgen schon wieder etwas Neues entdecken“, so Bley. Sechs Zelte, aufgebaut im Halbkreis, finden sich in der Kolpinghütte. Und während auf der einen Seite Oma den Kindern Geschichten vom Tablet vorliest, werden auf der anderen Seite über dem lodernden Lagerfeuer Äpfel gebraten und über den glühenden Kohlen des Grills brutzeln Bratwurst und Burger-Pattys. Vor einem der Zelte stehen Maria und Josef mit dem Jesuskind in einem Weidenkörbchen. Am Leib ein orangefarbener Schal mit dem Kolpingzeichen. Nicht Esel, Ochs und Schaf finden sich am Zelt der Familie, sondern Kaninchen, Hund und ein Pony. Bei genauerem Betrachten entdeckt man dann aber doch noch einen Schäfer mit seinem Schaf zwischen zwei Zelten versteckt.

„Viele kleine Geschichten werden hier erzählt“, weiß Bley. „Und doch kann jeder Besucher wieder seine eigene Geschichte daraus machen.“ Rund 30 Porzellanpuppen finden sich in der Szenerie der Zeltlager-Krippe wieder.

Auch Rentier Rudolph ist dabei

Auch auf einige Sonderheiten weist der Krippenbauer hin: Die Porzellanpuppen sind allesamt weiblich, da hat auch Josef, ganz modern, Zopf und Bart. Auch Rudolph mit der roten Nase, der doch eigentlich zum Weihnachtsmann gehört, hat seinen Platz in der kleinen Zeltstadt gefunden.

Wer an Silvester seinen Weg zum KFZ findet, wird außerdem die Tradition des „WäpWäp“ in der Szenerie entdecken. Am 6. Januar erhalten natürlich auch die Heiligen Drei Könige Einzug in die Kolpinghütte. So ist immer Bewegung in der besonderen Krippe im KFZ.

  • Info: Die Krippe bleibt bis nach „Drei Könige“ stehen. Sie ist täglich zwischen 9 und 22 Uhr beleuchtet. Für Gruppen schließt Bley die Kolping-Hütte auch auf. Sie können sich bei ihm dazu anmelden unter der Telefonnummer 0152/22324271. Hier können sich auch Besucher melden, die nicht mehr gut zu Fuß sind.

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