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Mobiles Beratungsteam kommt, wenn Kita-Kräfte nicht mehr können

Das Jugendamt im Landkreis Vechta unterstützt die Kindertagesstätten, wenn es schwierig wird. Das Projekt ist erst kürzlich gestartet.

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Die Mitarbeiterinnen des mobilen Beratungsteams: (von links) Gesa Lameyer, Bernhild Hölters und Melanie Partmann.<br>Foto: Landkreis Vechta/Dorgelo

Die Mitarbeiterinnen des mobilen Beratungsteams: (von links) Gesa Lameyer, Bernhild Hölters und Melanie Partmann.
Foto: Landkreis Vechta/Dorgelo

Schnelle Hilfe, wenn die Überforderung droht: Der Landkreis Vechta hat kürzlich ein mobiles Beratungsteam gebildet, um die Fachkräfte in den Kindertagesstätten beim Umgang mit Kindern mit herausforderndem Verhalten und Eltern, die an ihre Grenzen stoßen, zu unterstützen.

„Der Alltag in den Kindertagesstätten im Oldenburger Münsterland wird für Erzieherinnen und Erzieher immer herausfordernder. Nicht erst seit Beginn der Pandemie werden die zu betreuenden Kinder immer zahlreicher, immer jünger, haben immer häufiger einen Migrationshintergrund und damit verbundene Verständigungsschwierigkeiten“, berichtet Uwe Lienesch, Leiter des Jugendamtes des Landkreises Vechta in einer Mitteilung. „Viele Kinder weisen Entwicklungsbesonderheiten auf. Auch die kulturellen Unterschiede beeinflussen das Miteinander in den Krippen und Kindergärten. Traditionelle Familienformen lösen sich auf, Beruf und Familie müssen miteinander vereinbart werden und Normen und Werte verändern sich.“ All dies führe immer häufiger dazu, dass die Kinder in ihrer Teilhabe am Geschehen innerhalb der Gruppe beeinträchtigt seien, ein Verbleib in der Gruppe oftmals gefährdet und eine gute Entwicklung erschwert werde.

Entwicklungsrisiken sollen frühzeitig erkannt werden

Viele Erzieherinnen und Erzieher sehen sich aufgrund der Summe der Probleme deshalb an ihrer Belastungsgrenze. Und hier setzt, wie es in der Mitteilung weiter heißt, das Angebot des Landkreises Vechta an. „Es sollen Entwicklungsrisiken und -hemmnisse frühzeitig erkannt und individuelle Lösungen im Kindergartenalltag entwickelt werden“, wird Gesa Lameyer, Mitarbeiterin des mobilen Beratungsteams, zitiert. „Die mobile Beratung setzt niedrigschwellig und bedarfsorientiert an und stärkt durch eine ressourcen- und lösungsorientierte Herangehensweise die Kompetenzen der Fachkräfte. Hierbei soll auch der familiäre Hintergrund Berücksichtigung finden.“ Damit könne man dazu beitragen, die Qualitätssicherung in den Kindertagesstätten zu gewährleisten und den sich verändernden Anforderungen an die Fachkräfte entsprechen.

Bereits im Januar 2021 brachte der Kreistag das Projekt „Mobile Beratung in Kindertagesstätten“ auf den Weg. Für zunächst 3 Jahre sind nun drei halbe Stellen besetzt. In einem interdisziplinären Team, bestehend aus der Sozialpädagogin Bernhild Hölters, der Heilpädagogin Melanie Partmann und der Psychologin Gesa Lameyer, werden sie eng mit den Fachkräften der Kindertagesstätten zusammenarbeiten und eine ganzheitliche Sicht auf das jeweilige Problem sicherstellen.

  • Info: Das Angebot richtet sich an alle Leitungen, Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten im Landkreis Vechta. Das Angebot ist unbürokratisch, kostenlos und antragsfrei. Anfragen können per Telefon unter 04441/898-2180, -2181 oder -2182 oder per E-Mail an mobile-beratung-kita@landkreis-vechta.de gestellt werden. Das Team berät zeitnah und vor Ort.

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