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Mobile Impfteams beenden ihre Arbeit

Zum Jahresende lässt das Land den Einsatzauftrag auslaufen. Auch das Impfportal und die Impfhotline werden abgeschaltet. Das Ministerium zieht Bilanz.

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Foto: Archiv/OM-Online

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Das Land Niedersachsen lässt die Einsatzaufträge für die mobilen Impfteams der Kommunen zum Jahreswechsel auslaufen. Darauf weist Gesundheitsministerin Daniela Behrens hin. Derzeit seien 157 Mobile Impfteams (MIT) unterwegs, um Covid-Schutzimpfungen zu geben.

Niedersachsen folge damit den Beschlüssen des Bundesgesundheitsministeriums, die einen Übergang der Covid-Schutzimpfungen in das Regelsystem der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, der betriebsärztlichen Dienste sowie der Apotheken vorsehen. Sowohl das Impfportal als auch die Impfhotline des Landes werden ebenfalls abgeschaltet.

In Niedersachsen waren laut Mitteilung mit Stand vom 9. Dezember 77,6 Prozent der Bevölkerung grundimmunisiert, 67 Prozent dreimal und 18 Prozent viermal geimpft. Bei den Impfquoten gehöre Niedersachsen damit im Vergleich der Bundesländer zur Spitzengruppe, schreibt das Landesgesundheitsministerium.


Hintergrund zu den Mobilen Impfteams (MIT):

Nachdem die 50 großen Niedersächsischen Impfzentren zum 1. September 2021 auf Wunsch des damaligen Bundesgesundheitsministers geschlossen worden waren, hatte das Land ab Oktober mit den Landkreisen und kreisfreien Städten eine neue Infrastruktur für die Covid-Schutzimpfungen aufgebaut. Die Mobilen Impfteams der Kommunen sollten insbesondere aufsuchende Impfaktionen durchführen, erklärt das Ministerium in einer Bilanz. Das Land habe dabei die Finanzierung der Teams übernommen, die Zuständigkeit für den Aufbau und den Einsatz der Teams vor Ort habe in der Verantwortung der Gesundheitsämter gelegen.

Angesichts eines hohen Bedarfs an Schutzimpfungen durch die allgemeine Empfehlung einer dritten Covid-Schutzimpfung der Ständigen Impfkommission Stiko im November 2021 wuchs die Zahl der MIT von 86 in der 41. KW 2021 auf zwischenzeitlich bis zu 242 an.


Impfrekorde MIT:

In der KW 50 des Jahres 2021 wurden durch die MIT insgesamt 218.436 Impfungen durchgeführt. Der Tagesrekord wurde am 23. Dezember 2021 mit 51.322 Impfungen erzielt. In der 48. KW dieses Jahres wurden hingegen nur noch rund 8000 Impfungen von den MIT durchgeführt, also etwas mehr als 1000 am Tag, bilanziert das Land.


Kosten MIT:

Mit Stand von Anfang Dezember 2022 wurden den Landkreisen und kreisfreien Städten nach Angaben des Ministeriums insgesamt rund 158 Millionen Euro für den Einsatz der MIT erstattet. Die voraussichtlichen Gesamtkosten werden – Stand heute – auf ca. 180 bis 190 Millionen Euro geschätzt. Eine Gesamtabrechnung könne erst nach dem Ende des Einsatzauftrages erfolgen. Die Mittel kommen aus dem Sondervermögen des Landes zur Bekämpfung der Pandemie. Der Bund hat seinerzeit zugesagt, 50 Prozent der Kosten des Landes zu erstatten.


Hotline-Daten und Rekorde:

Die Hotline zur Impfterminvergabe startete am 15. Dezember 2020 mit 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Ziel von 150 MitarbeiterInnen wurde Mitte/Ende Januar 2021 erreicht. In der Spitze waren laut Ministerium knapp über 1100 Mitarbeiter in der Impfterminvergabe beschäftigt (ab April 2021). Insgesamt hat die Hotline bis Ende November mehr als 4 Millionen Anrufe entgegengenommen.

Der Tageshöchstwert von angenommenen Anrufen war am 14. April 2021 mit insgesamt rund 50.000 angenommenen Anrufen. Der Tageshöchstwert von Anrufversuchen war am Starttag der Impfterminvergabe am 28. Januar 2021 mit fast 9 Millionen Anrufversuchen insgesamt, davon rund 2,4 Millionen Anrufe in der Zeit zwischen 8 und 10 Uhr vormittags.


Zugriffszahlen Impfportal:

Insgesamt gab es mit Stand von Anfang Dezember 2022 rund 2 Milliarden Zugriffe auf das Impfportal. Der Höhepunkt lag am 7. Juni 2021 bei rund 40 Millionen Aufrufen. An diesem Tag wurde seinerzeit die Stiko-Priorisierung im Impfportal aufgehoben.

Wichtig: Zugriffe sind nicht gleichzusetzen mit Personen. Der Aufruf jeder einzelnen Seite des Portals zählt als ein Zugriff.

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