Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Mitarbeiter der Elisabethschule in Vechta legen die Arbeit nieder

Etwa 20 sozialpädagogische Fachkräfte und Therapeuten nehmen an einem Warnstreik in Bremen teil und fordern eine Tariferhöhung. Die Schulleitung warnt Eltern bereits im Vorfeld vor Personalengpässen.

Artikel teilen:
Tarifstreit auf offener Straße: An dem Protestmarsch durch Bremen beteiligten sich auch Mitarbeiter der Elisabethschule in Vechta. Foto: privat

Tarifstreit auf offener Straße: An dem Protestmarsch durch Bremen beteiligten sich auch Mitarbeiter der Elisabethschule in Vechta. Foto: privat

Etwa 20 sozialpädagogische Fachkräfte und Therapeuten der Elisabethschule in Vechta haben am Mittwoch die Arbeit niedergelegt. Sie beteiligten sich an einem Warnstreik in Bremen und folgten damit zum wiederholten Mal einem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die sich für eine Tariferhöhung für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes starkmacht.

Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, sowie die vollständige Paralleltabelle für angestellte Lehrkräfte. Die Vertreter aus Vechta beklagen zudem, dass sie keine Corona-Zulage bekommen hätten, obwohl die Elisabethschule trotz Lockdown eine Betreuung angeboten und durch die Pandemie erheblich mehr Arbeit gehabt habe.

An der Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in Vechta sind 31 sozialpädagogische Fachkräfte und sieben Therapeuten beschäftigt. Darunter befinden sich Erzieher, Heilerziehungspfleger, Heilpädagogen sowie Ergo- und Physiotherapeuten. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Arbeit der Lehrkräfte in unterrichtsbegleitender Funktion zu unterstützen.

„Da Lehrer zumeist verbeamtet sind, dürfen sie uns im Streik nicht aktiv unterstützen. Viele würden es gerne tun, da sie im Alltag stark auf uns angewiesen sind“, teilte eine Heilpädagogin der Schule mit. Sie und weitere Kollegen waren bereits vor zwei Wochen zu einem Streik nach Oldenburg gefahren, um für eine bessere Bezahlung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu demonstrieren.

Ihren Angaben zufolge hatte die erste Aktion jedoch kaum Außenwirkung, weil Kollegen das Fehlen aufgefangen hätten und der Schulbetrieb normal weitergelaufen sei. Diesmal hatte Förderschulrektorin Inka Moritz die Eltern vorab informiert, dass es zu Personalengpässen kommen werde. In dem Brief hieß es: „Bitte lassen Sie Ihr Kind an diesem Tag zu Hause, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben. Ihr Kind ist für diesen Tag entschuldigt.“

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Mitarbeiter der Elisabethschule in Vechta legen die Arbeit nieder - OM online