Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Mit Pfeil und Bogen ist er ganz in seinem Metier

Sehr persönliche Ansichten, immer dieselben 10 Fragen: Matthias Schwanner ist Vorsitzender des Vereins Traditionelle Bogenschützen Bakum.

Artikel teilen:
Voll in seinem Element: Matthias Schwanner spannt den Bogen. Foto: M. Niehues

Voll in seinem Element: Matthias Schwanner spannt den Bogen. Foto: M. Niehues

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Sehr gut. Die gesamte Familie ist bislang von Corona verschont worden. Beruflich hat mich die Pandemie glücklicherweise nicht eingeschränkt. Im Verein der Traditionellen Bogenschützen Bakum konnten wir trotz Corona einiges auf die Beine stellen. Die „Ruhezeit“ schaffte Raum für neue Ideen und Projekte. So konnte unser erstes Turnier im August vorbereitet und unser Vereinsgelände weiter ausgebaut werden. Momentan befinden wir uns in Vorbereitung für die Teilnahme am Umzug des Bakumer Volksfestes. Außerdem haben wir uns entschlossen, Flüchtlingen aus der Ukraine kostenlosen Zugang zu unserem Verein zu ermöglichen, um insbesondere Kindern die Möglichkeit zu geben, in ihrer Freizeit ein wenig Abstand von den Sorgen des Alltags zu gewinnen.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Urlaub war wegen Corona nur schwer machbar. Aber wo es ging, haben wir uns mit Freunden aus ganz Deutschland zum Bogenschießen getroffen. Diese kleinen Kurzurlaube haben wir früher schon immer gemacht. Privat habe ich zusammen mit der Familie im Haus einige Renovierungsarbeiten durchgeführt.

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als Erstes abgeschafft?
Das ausufernde Beamtenwesen im Verwaltungsbereich, das absurde Steuersystem sowie die Zwangsmitgliedschaften in der Industrie- und Handelskammer.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Ich hoffe, dass wir spätestens im nächsten Jahr wieder unbeschwert in den Urlaub fahren können. Entweder Italien oder Frankreich. Beide Länder stehen momentan ganz oben auf der Wunschliste.

Was tun Sie am liebsten?
Ich treibe viel Sport und bin ansonsten viel und gerne mit der Vereinsarbeit beschäftigt. In unserem Parcours gibt es immer Arbeit und was zu tun. Viele unserer Ziele werden von mir und meiner Frau selbst gebaut. Wobei sie die künstlerische Ader hat. Ich bin mehr für das Handwerkliche zuständig.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich bin sehr ausdauernd und beharrlich, wenn ich mir etwas vorgenommen habe. Leider bin ich an vielen Stellen auch sehr ungeduldig mit mir selbst und anderen.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Ich schaue höchstens mal einen Film auf Netflix. Historische Serien interessieren mich sehr. Ansonsten schaue ich die Tagesschau.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Da fällt mir eigentlich niemand Konkretes ein. Ich würde gerne ein paar Leute aus den USA treffen, mit denen ich mich über das Internet zum Thema Bogenschützen und Bogenbau austausche. Dort gibt es richtig große Bogenturniere. Da würde ich schon gerne mal hin und die Leute persönlich kennenlernen.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Ein 500-Gramm-Steak oder auch zwei! Obwohl ich zwei vermutlich nicht mehr schaffen werde. Aber meine Söhne schaffen das bestimmt. Sie sind da ganz in meine Fußstapfen getreten und haben deshalb kein Problem mit etwas mehr Fleisch auf dem Teller.

Welches Thema in der OV hat Sie am meisten beschäftigt?
Wie vermutlich jeden, der Krieg in der Ukraine. Ich hätte niemals gedacht, dass es mitten in Europa zu einem Krieg kommen kann, an dem eine Atommacht beteiligt ist. Die Auswirkungen werden für alle Menschen, nicht nur in Europa, noch nachhaltige Folgen haben. Ob der Umgang mit Umwelt und Ressourcen noch genauso sorglos wie jetzt sein wird, darf bezweifelt werden. Man kann nur auf ein baldiges Ende dieses Kriegs hoffen und dann schauen, wie man in Europa die Zukunft gestalten will.


Zur Person:

  • Matthias Schwanner ist 54 Jahre alt, verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und wohnt in Bakum.
  • Der gelernte Bauzeichner ist auch in der Baubranche tätig. Außerdem betreibt er eine Firma für Software im Bauwesen und bietet hierfür auch Schulungen an.
  • Schwanner ist Vorsitzender und Gründer des Vereins Traditionelle Bogenschützen Bakum, den es seit 2018 gibt.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Mit Pfeil und Bogen ist er ganz in seinem Metier - OM online